Donnerstag, 26. Februar 2009

Irland Update zu: Ölpest, Fähre und Deutsche

Die Russen gestehen: Der aus 1000 Tonnen Treibstoff bestehende Ölteppich vor der irischen Südküste bewegte sich gestern im Zeitlupentempo 50 Kilometer südlich der Stadt Cork Richtung Osten. Er wird die irische Küste nach neuesten Informationen möglicherweise verschonen. Die irischen Behörden haben das ausgelaufene Öl eingehend untersucht und bekanntgegeben, dass es sich um Leichtöl handelt, das weitgehend verdunsten würde. Immerhin: Die russiche Amrine hat inzwischen zugegeben, dass sie für den Ölunfall, der sich während des Auftankens eines Flugzeugträgers südlich von Fastnet erreignete, voll verantwortlich ist. Irland versucht nun, den Russen die Kosten für das Überwachen des Ölteppichs aufzudrücken. die Rede ist von 250.000 Euro.  

Endspiel für die Cork-Swansea-Fähre: Die Initiative der Tourismuswirtschaft von West Cork zur Wiedereinführung der Autofähre zwischen Cork und Swansea (Wales) ist in der entscheidenden Phase. In den kommenden drei Tagen heißt es "Make or Break". 2,5 Mllionen Euro hatte die Initiative bis vorgestern als Anteilsscheine für die Fähr-Kooperative gesammelt, um  die Finanzierungslücke von drei Millionen Euro zu schließen. Mit der restlichen halben Million tut man sich schwer, nachdem die untersützung aus dem Nachbar-County Kerry, vor allem aus der Touristenhochburg Killarney fast völlig ausgeblieben ist. Nun hofft man auf einen fulminanten Endspurt der Geldsammler, damit die Wiedereinführung der Fährverbindung im April nach zwei Jahren Pause gelingt. Sind die drei Millionen Euro bis zum Wochenende auf dem Tisch, kann das optionierte Fährschiff "Julia" für zehn Millionen Euro gekauft werden, wenn nicht, wird der Kahn per Auktion frei verkauft. 

Deutsche in Irland: Wir hatten in den vergangenen Wochen über Deutsche in Irland geschrieben und diskutiert. Nachdenkliches dazu fanden wir auf dem Blog Lexiophiles. Love your Words von Jonas:


"Was ist aber mit den deutschen Auswanderern, die sehr erfolgreich im Ausland sind? Sie sollten sehr weltoffen, tolerant und unvoreingenommen sein! Schließlich haben sie entschieden, einen großen Teil ihres Lebens fern der Heimat zu verbringen. Weit gefehlt! Die Deutschen sind clever und hervorragend organisiert, wenn es heißt, im Ausland möglichst deutsch zu bleiben. Die ersten von ihnen öffnen Bäckereien und Restaurants, wo sie sich einmal die Woche für den Stammtisch treffen können. Natürlich gibt es dann deutsches Bier und Schnitzel. ... Deutsche sprechen nicht wirklich englisch – sie reden auf Deutsch und benutzen dabei englische Wörter. 
Wirklich schockierend ist, dass viele Deutsche im Ausland weiter germanisieren! Plötzlich sind sie stolz auf Dinge, die sie vorher nie interessiert haben. Das Leben im Ausland ist wie ein Spiegel für die eigene Identität und gleichzeitig ein Lupe, durch die neue Details zu Tage treten. Die größte Herausforderung ist es, diese Erfahrung richtig zu nutzen."


Soviel Update für heute.

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