Mittwoch, 8. April 2009

Das Geheimnis der Schwitzhütte:
Gelöst, gelassen, geläutert


Dies war einmal eine Schwitzhütte. Sie hielt im Seeklima der Bantry Bay, in Südwest-Irland, gerade einmal zwei Jahre.

Dies ist Donal O´Sullivan aus Cork. Der Schwitzhütten-Leiter bereitet den Bau einer neuen Schwitzhütte aus frisch geschlagenen Haselnussruten vor.
Voilá. Das ist die neue fertige Schwitzhütte. Sie bietet Platz für 15 Personen und wird am 25. April in Glengarriff, West Cork, eingeweiht.
Ein halbes Dutzend Mal im Jahr feiern wir auf unserem Land bei Glengarriff, am Meer, am Fluß und im Wald eine Schwitzhütte in der alten Tradition der Lakota-Indianer. Die meisten alten Kulturen kannten dieses Ritual zur Reinigung des Körpers, des Geistes und der Seele.

Sweat_Glengarriff.jpg.jpegIn Irland gingen die Menschen dazu in massive Schwitzhäuser aus Stein, im Orient ins Hamam, in Nordamerika bauten und bauen sie sich eine tragende, runde Struktur aus Haselnuss- oder Weidenruten und bedecken diese mit Wolldecken oder Fellen. In einem kunstvoll geschichteten Feuer werden rund 40 blumenkohlgroße Steine erhitzt, bis sie glühen. Dann werden sie in die vollkommen dunkle Schwitzhütte gebracht, wo die Teilnehmer vier "Türen" lang auf der Erde im Kreis um die Steine herum sitzen, schwitzen, Einkehr halten, sich mit inneren Bildern und manchmal auch mit den eigenen Dämonen auseinandersetzen. Später werden sich die meisten (wie) neugeboren fühlen. Frisch, rein und innerlich verändert: gelöst, gelassen, manchmal geläutert.

Schwitzhüttenleiter Uwe Backhaus (Foto oben rechts) hat das Ritual in jahrelanger Praxis von den Lakotas und von einem Schweizer Religionslehrer gelernt. Er kommt aus Brüssel, um die Schwitzhütten zu leiten. Donal O´Sullivan aus Cork hat dieselbe Ausbildung durchlaufen und wird in diesem Jahr neben Uwe auch einige Zeremonien in Glengarriff leiten.

Was "Türen" sind und wie eine Schwitzhütte genau abläuft, haben wir hier auf unserer Website beschrieben .

Sweat_decken.JPG.jpeg
Die erste Hüttenkonstruktion hielt im Seeklima von Glengarriff übrigens kaum zwei Jahre. Während der September-Zeremonie mussten wir die ächzende Haselnussruten-Struktur bereit von innen abstützen. Ein Grund für die Kurzlebigkeit neben salziger Luft und viel Winterregen: Die saftlosen Ruten waren im Dezember geschnitten und schnell brüchig geworden. In den letzten Wochen haben wir nun eine neue Struktur gebaut, dieses mal mit Haselnuss-Stangen, die voll im Saft standen.


Die erste Schwitzhütte in diesem Jahr findet am Samstag, dem 25. April, ab 15 Uhr statt. Neue Teilnehmer sind willkommen.

1 Kommentar:

  1. Als ob die Iren nicht schon wegen Lenihan und Cowen genug schwitzen würden ;-) *scnr*

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