Mittwoch, 1. April 2009

Die Konsequenzen einer irisch-russischen Begegnung oder: Nachhilfe im Hunde-Familienrecht gesucht

Es geschah in einer dunklen Nacht in Irland:
Dieser feine irische Herr namens Tommi (Foto) begab sich kürzlich auf trieb geleitete Wanderschaft. Schießlich fand man ihn früh morgens um 3 Uhr in der Nachbarschaft bei einer zugezogenen russischen Dame namens Murka (was ein beliebter russischer Katzenname ist und die riesige Hündin nur unzureichend beschreibt). Die russische Owtcharka-Schäferhündin ist zweifellos eine kollosale Erscheinung. Die Dickfellige mit den gekappten Ohren wurde abgerichtet, ihr Territorium in Moskau eifersüchtig zu überwachen und verbringt ihre Tage und Nächte im irischen Exil nun im Freien an Kette und Laufdraht. 

Dem Besuch des irischen Border Collies Tommi konnte die heiße Dame möglicherweise nicht widerstehen. Das jedenfalls vermutet Murkas Eigentümerin und will nun Herrn Tommis Familie – also uns – gerne in die Verantwortung einbeziehen. Beide Beteiligte sind nicht "done", wie man hier so schön sagt – also nicht kastriert, und so könnte die Herrin der Dame recht haben. 

Hier stehen wir nun und können nicht anders als fragen: Kennt sich jemand mit dem Familienunterhaltsrecht für Hunde in Irland und anderswo aus? Diese interessanten Fragen tun sich plötzlich auf:
  •  Wer ist für den (möglichen) Zwischenfall verantwortlich? 
  •  Wer bezahlt die Abtreibung (so sie in Irland vorgenommen wird?)
  •  Wer muss welchen Hund vor was schützen?
  •  Haben Besitzer weiblicher Hunde eine größere Verantwortung für die Verhütung?
  •  Wer stellt sich auf den lokalen Markt und verkauft die Welpen im Fall der Fälle?
  • War es völlig chauvinistisch, der Dame den Rat zu geben, sie soll Ihre Hündin an den "heißen" Tagen vom Acker nehmen und unter Verschluss halten?
Für qualifizierte Vorschläge, auch solche rein ethischer Natur sind wir dankbar. Immer im Dienste guter nachbarschaftlicher Beziehungen.

Kommentare:

  1. "ethischer natur"? fühle ich mich natürlich direkt angesprochen. in meinen studien zur tierethik taucht dieser konflikt freilich nicht auf ;)

    jede gender-diskussion ist - denke ich - fehl am platz.

    ein hund war angeleint, ein anderer nicht. wenn tommi sich losgerissen hat, ist das nicht höhere gewalt, sondern vielleicht ein schlechter knoten oder ein dünnes seil.

    schuldfrage im kern geklärt. oder was meint ihr?

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  2. vielleicht bringen ein paar hübsche irisch-russische welpen etwas kohle in die marode gemeinde... vielleicht lassen sich dann damit die schlaglöcher reparieren, und hundehütten mit schloss und riegel bauen...

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  3. Zu Numen: Eine aufnahmebereite Hündin von der Eigentümerin im Freien nicht nur exponiert sondern tatsächlich festgezurrt: Ist das nicht geradezu das Herbeiwünschen der gehassten Tat? (Natürlich sehen wir unseren Teil der Verantwortung, aber wir spielen auf Unentschieden)

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