Montag, 6. Juli 2009

PJ Kelly ist schwer auf Draht: Mit dem Kleiderbügel auf Wassersuche


Antwort positiv: Was der verbogene Drahtkleiderbügel seinem Besitzer signalisierte, mag für manchen purer Hokuspokus sein. PJ Kelly aus Lissycasey bei Ennis in West Clare freilich hatte keinerlei Zweifel: Da ist eine Quelle im Boden. Dort, wo der Mann mit dem Kleiderbügel vor zwei Jahren ein Feld abschritt, eröffnete vergangene Woche die Wasserfabrik von "Clare Spring Water" und füllt nun 6000 Flaschen feinstes und reinstes Mineralwasser pro Stunde ab. Ein starkes Indiz für die Theorie also, dass der Draht die Wahrheit sagte und dass PJ Wasser im Boden (auf)spüren kann.

PJ Kelly ist Wünschelrutengänger, und seine Fähigkeit, Aktivität unter der Erde mithilfe eines gebogenen Drahts zu erkennen, wird in Irland als handwerkliche Fertigkeit weitgehend akzeptiert. Auf der Insel, wo Übersinnlichem (oder Anderssinnlichem) weniger Skepsis entgegenschlägt als auf dem Kontinent, wird der Wünschelrutengänger regelmäßig geholt, wenn ein neuer Brunnen gebaut werden soll.

Als PJ Kelley freilich das Feld in West Clare abschritt, um eine Wasserquelle für ein neues Wohnaus zu finden, wurde ihm schnell klar, dass er auf mehr gestoßen war: In 170 Metern Tiefe ortete er gleich drei unabhängige und äußerst ergiebige Quellen. Für die nicht gerade mit Arbeitsplätzen verwöhnte Gegend in West Clare bringt der Wasserfund rund 20 neue Jobs und einen jährlichen Verdienst von rund 1,5 Millionen Euro.

PJ Kelly ist im übrigen kein kauziger Sonderling, er steht mitten im Leben und sitzt seit 1974 für die Regierungspartei Fianna Fail im Grafschaftsrat (County Council) von Clare. Kelly entdeckte sein Fähigkeit Wasser und unterirdische Energien aufzuspüren als junger Mann vor über 40 Jahren: Er hielt damals eine Zange in Händen, und der Energieschock, den sie ihm vermittelte, ließ ihn "tanzen" – wie er sagt.

Ein Farmer vom Sheeps Head in West Cork, der das Rutengehen ebenfalls seit Jahrzehnten betreibt, behauptet, dass all die Steinkreise und Standing Stones der Gegend vor 4000 bis 5000 Jahren auf hoch energetische Erdlinien gestellt wurden und so in einem Strahlungs-Zusammenhang zueinander stehen. Für den Mann vom Sheeps Head ist klar, dass frühere Menschengenerationen diese Erdstrahlen genauso so wahrnehmen konnten wie wir heute einen Fernsehbildschirm betrachten, und dass diese Fähigkeit, die heute nur noch wenige beherrschten, deshalb nichts Besonderes ist. Sie sei nur in Zeiten der Reizüberflutung einer veränderten Wahrnehmung zum Opfer gefallen und in einigen wenigen Menschen erhalten geblieben.

Na dann, lasst uns einen Kleiderbügel biegen und unser Glück versuchen. Ein Ypsilon-förmiger Zweig tut es auch. Die Disziplin des Wünschelrutengehens wird heute übrigens der Disziplin der Radiästhesie zugeordnet und wissenschaftlich erforscht.

Foto: Ausschnitt aus der Irish Times

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