Donnerstag, 16. Juli 2009

Das "grausame" Meer fordert seine Opfer

Cod´s Head, Allihies, Beara Peninsula, Irland. Erst fanden die Suchtrupps den schwarzen Nissan Micra, dann eine Angelrute im Wasser und eine am Ufer der zerklüfteten Felsküste. Am vergangenen Sonntag waren Piotr und sein Sohn Matteus zum Angeln an den Atlantik West Corks gefahren – und kamen dabei ums Leben. Gestern fanden Taucher die Leiche des 40jährigen Polen, der in Kenmare lebte, 100 Meter von der Stelle,an der die Angelruten lagen, in acht Meter tiefem Wasser. Die Suche nach dem 13jährigen Matteus, der seinen Vater in den Ferien in Kenmare besucht hatte, wurde heute morgen fortgesetzt. Hoffnung, ihn lebend zu finden, besteht keine mehr.

Der vergangene Sonntag war ein windiger, teilweise stürmischer Tag mit hohem Wellengang. Die Polizei glaubt, dass Vater und Sohn das Wetter an diesem Juli-Sommertag falsch einschätzten und von einer Welle ins Meer gespült wurden. Piotr hatte in den vergangenen zwei Jahren in der deutschen Bäckerei in Kenmare gearbeitet. Seine Familie lebt in Polen.

Der tragische Fall von Piotr und Matteus erinnert an ein Paar aus Berlin, das an Silvester 1998 am Toe Head bei Skibbereen spurlos verschwand. Die jungen Deutschen hatten das Cottage eines (in Irland damals sehr umstrittenen) deutschen SPIEGEL-Journalisten gehütet und wurden wahrscheinlich von einer Welle ins Meer gerissen. Sie wurden nie gefunden.

The Cruel Sea. Das Meer fordert regelmäßig seine Menschenopfer. Irische Fischer, deren Boote kentern, haben meist keinerlei Überlebenschance, weil die meisten zur See fahrenden Iren bis heute nicht schwimmen können. So ertrank gestern ein Hummerfischer aus Fenit, Co. Kerry. Ausländer bringen sich regelmäßig in Gefahr, weil sie die Wucht des Wetters und des Wasser falsch einschätzen.

Besonders tragisch und traurig war das Unglück, das sich am frühen Morgen des 1. März 2008 in einem ruhigen Seitenarm der Bantry Bay am Dunboy Castle ereignete: Ein Ford Fiesta rutschte vom Weg ab und blieb kopfüber im nur 1,5o Meter hohen Wasser liegen. Drei junge Burschen von der Beara Peninsula im Alter zwischen 17 und 21 Jahren konnten sich nicht aus dem Auto befreien und ertranken. Ein Gedenkstein gegenüber der Hotelruine "Dunboy Castle" erinnert an das schreckliche Unglück.

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