Mittwoch, 2. September 2009

Bischof betet für sonniges Wetter in Irland


Jetzt kann es nur noch besser werden: Der Wetternotstand auf der Insel ruft die Mächte mit dem direkten Draht zum Himmel auf den Plan. Der Bischof von Ferns im County Wexford hat seine Schäfchen gerade aufgefordert, für Sonne und schönes Wetter zu beten. Der katholische Oberhirte Dr. Denis Brennan sieht im Katastrophenwetter des irischen Sommer 2009 eine existentielle Bedrohung für die heimische Landwirtschaft und bittet nun um göttlichen Beistand. Also Gott, auf geht´s Petrus, lasst die Sonne scheinen, gönnt uns einen bilderbuchmäßigen Indian Summer – auch uns Nichtlandwirten und Wanderern.

Die Bauern auf der Insel bräuchten dringend ein paar Wochen gutes Wetter. Sie sehen sich um die Früchte ihrer Arbeit gebracht: Gemüse, Früchte, Getreide können im wochenlangen Regen nicht gedeihen und verfaulen, bevor sie reif sind; die Traktoren versinken im Schlamm und hinterlassen beträchtliche Flurschäden. Met Éireann, die irische Wetterbehörde, hat gestern bestätigt, was wir bereits ahnten: Der Sommer in Irland (Juni bis August) war landauf, landab ein tropfnasser. Alle Wetterstationen des Landes maßen Regenmengen weit über dem Durchschnitt, mancherorts, wie in Kerry oder Cork sogar extrem über dem Durchschnitt. Valentia, das Regenloch an der Küste von Kerry, verzeichnete mit 620 Millimetern in drei Monaten einen traurigen Rekord und mit Abstand die größte Sommer-Regenmenge seit 1866.

Andererseits lagen auch die Temperaturen über denen eines Durchschnittssommers, und die Sonne schien – trotz fast täglichen Regens kein Widerspruch - länger als sonst. Malin Head und Belmullet genossen gar den sonnigsten Sommer seit dem Summer of Love 1968! Auch Donegal, der vom Wetter wenig verwöhnte irische Nordwesten, freute sich vergleichsweise viel Sonne. Und dennoch: Der viele, oft tropenschwer platternde Regen lässt die statistische Sonnenscheindauer im Empfinden der Menschen einfach verblassen.

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The Bishop of Ferns in County Wexford asks mass goers to pray for sun and fine weather. Dr Denis Brennan sees farmers in existential problems due to continuing bad weather. Met Éireann confirmed what we all suspected: This summer was wet, wet, wet. All weather stations across the country measured rainfall well above average. On the other side: temperatures and sunshine hours were above average as well.

1 Kommentar:

  1. ... der liebe Gott hat es wohl gut mit uns gemeint und uns die einzigen Sonnentage im Juli beschert. Da muß ich mal ein Danke nach oben schicken.
    Dir und den Bauern wünsch ich einen sonnigen, trockenen September, damit die nächsten Wanderferien nicht ins Wasser fallen.
    LG
    Helga

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