Montag, 26. Oktober 2009

Eigentum – wie eigentümlich.

Fünf Fotos aus Irland. Fünf Gedanken über EIGENTUM.

Der Nasenring – Du gehörst mir, Du hörst auf mich, oder.

Heute die Wolfspfote, die Urwaldpflanze, das Saatgut. Morgen der Mensch und seine Organe. Patent- und Markenrechte beflügeln die Gier der Gegenwärtigen. Sie definieren die Vorstellung vom Eigentum neu. Bislang unpatentierte Pferdeschnauze auf Inis Oirr.

"Die Vorstellung, man könne Berge und Seen besitzen, ist für manche indigene Völker unverständlich und irrational." Eigentums-definierende und beschreibende Mauern auf Inis Oirr.

Markenrechte auf die Morphologie der Natur? Versteinerte Muscheln und Blätter im Kalkfelsen von Inis Oirr (zum Vergrößern anklicken). Wir besitzen in der kurzen Zeitspanne, in der wir Gegenwart sind. Zwischen Vergangenheit und Zukunft.


Mein Haus? Mein Boot? Mein Pferd! Eigentum an Produktionsmitteln. Touristen-Kutscher mit Kutscherpferd auf Inis Oirr.

Kommentare:

  1. Ich hab mal gelesen, dass die vielen Mäuerchen auf den Aran-Inseln hauptsächlich gegen die Boden-Erosion schützen sollen, nachdem der Boden vor langen Zeiten mittels Anhäufen von Meeres-Algen, die dann verrotteten, überhaupt erst mal auf eine nennenswerte, halbwegs fruchtbare Tiefe gebracht wurde. So dicht sind die Inseln ja nun nicht bevölkert, dass es nur aus Abgrenzungsgründen derart viele kleine Felder geben muss. Aber du hast recht: Wir vergessen leider immer wieder schnell, dass wir der Natur gehören und nicht die Natur uns.

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  2. Ja, die Mauern haben mehrere Funktionen: Schutz vor Wind und Regen, Einfriedung für das Vieh, und dann auch Eigentums-Grenze.

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  3. Hallo Markus und auch Nicola,

    nicht zu vergessen der wahrscheinlich praktische Aspekt, beim Freilegen der Felder mussten die Steine ja nun irgendwo hin und warum nicht enfach die Steine an den Rand des eigenen Grundstuecks/Feldes legen und zu einer Mauer stapeln (die uebrigens auch Lebensraum fuer viele Kleinsttiere bietet) ? Diese Vorgehensweise gibt es in vielen Laendern der Welt und ist oft preiswerter und weniger arbeitsintensiv (laengerfristig), als Zaeune. So kann sie natuerlich auch dafuer sorgen, dass das Vieh nicht kreuz und quer unterwegs ist und fuer Bauern ist das, neben dem Grundtueck selber, einfach ihr Kapital. Und so, wie sich z.B. australische Bauern ueber ungebetene grasene Gaeste aergen, duerfte es auf den Aran Inseln nicht anders sein (auch wenn das Gras im Durchschnitt dort etwas saftiger sein duerfte).
    Gruss
    Claudia

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