Dienstag, 1. Dezember 2009

Hochwasser in Irland: Mehr Regen, mehr Geld, mehr Angst.

Der Regen ist zurück, der Meeresspiegel steigt temporär an, die für den Katastrophenschutz zuständigen Behörden haben neue Warnungen vor Überflutungen veröffentlicht: Vor allem in Teilen der Counties Kildare im Osten und Galway im Westen der Insel verschärft sich die Lage, weil der Wasserstand in den Flüssen erneut ansteigt. Die irische Regierung scheint derweil bereit, den Hilfsfond von bislang 12 Millionen Euro aufzustocken, weil das Geld für Soforthilfe nicht ausreicht.

Interessante Zahlen werden in diesen Tagen mit viel politischem Kalkül veröffentlicht: In den Jahren 2008 und 2009 wurde offensichtlich jeder dritte Euro, der im Staatsbudget für Hochwasserschutzprojekte bereitgestellt war, nicht abgerufen.

Eine aktuelle Umfrage deckt auf, wovor sich die Menschen in Irland nun am meisten fürchten: Drei von fünf sagen, dass sie sich vor Hochwasser und Überflutung am meisten ängstigen. In derselben Studie bestätigen zwei Drittel der Befragten, dass sie sich über Hochwasserschutz vor der großen Flut des Novembers 2009 noch nie Gedanken gemacht haben.

Im Vorgriff auf zu erwartende Entwicklungen hat das Office of Public Works (OPW) im Jahr 2008 eine Website online gestellt, in der das Kleine ABC des persönlichen Hochwasserschutzes gelehrt wird und die ganz offensichtlich von der breiten Öffentlichkeit noch nicht zur Kenntnis genommen wurde. Auf www.flooding.ie erfährt der Leser neben viel Nützlichem in Lektion 1 auch, woran er erkennt, ob das eigene Haus vom Hochwasser bedroht ist. Eindeutige Anzeichen für ein ernstes Überflutungsrisiko sind demnach:

1. Wenn das Haus zuvor schon einmal überflutet wurde.
2. Wenn es in der näheren Umgebung bereits Hochwasser gegeben hat.
3. Wenn in der Gemeinde Angst vor einer Überflutung herrscht.
4. Wenn das Haus in der Nähe einer offenen Wasserquelle liegt, etwa an einem Fluss oder am Meer.

Und so weiter. Alles klar? Man ist geneigt hinzuzufügen: Wenn Du beim Frühstück sitzt und Dich gerade wunderst, dass Dir das eiskalte Wasser bis an die Waden steht, könnte es sein, dass . . .

Bild: MET Eireann, Wetterprognose für den 1. Dezember 2009.

Kommentare:

  1. Hi Markus,

    jepp - Kildare spitzt sich zu, alles ist nass, gestern gabs dazu noch Glatteis. Die Fluesse treten immer mehr ueber die Ufer, die Entwaesserungsgraeben fangen an Probleme zu machen, da sich Diese ueberfuellen und zu Fluessen werden...
    Wir fuellen wieder Wasser zur Vorsorge ab.

    Wolfi

    AntwortenLöschen
  2. Von der Grenze Wicklow/Kildare gibts mal VORLÄUFIG leichte Entwarnung. Die Pegelstände steigen nicht weiter an, beginnen sogar zu sinken, nur das Glatteis "genießen" wir auch.
    Aber gerade eben fängt es wieder stärker zu regnen an ... Wir werden sehen ...

    AntwortenLöschen

Wir freuen uns über Deine / Ihre Meinung. Zur Meinung gehört, dass man und frau auch zu ihr stehen und zu erkennen geben, wer diese Meinung vertritt.

Kommentare werden derzeit moderiert.

Bitte benutze (n Sie) eine der angebotenen Identitäten, um sich auszuweisen. Danke. Der Wanderer

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.

IMPRESSUM

Dieser Blog wird geschrieben und editiert von: Good News Media Markus Bäuchle, Eliane Zimmermann, Starlight House, Ardaturrish Beg, IRL-Glengarriff, Co. Cork. mbaeuchle (at) mac.com Haftungsausschluss: Die Texte in diesem Blog wurden von den Verfassern nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrollen und regelmäßiger Aktualisierungen dieses Blogs übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sowie für die Inhalte von Kommentaren sind ausschließlich deren Betreiber/AutorInnen verantwortlich.