Freitag, 31. Juli 2009

Zehn Dinge, die wir in Irland lieben

Das sind unsere aktuellen "Irland Top Ten", die das Leben (den Aufenthalt) auf der Insel zu etwas Besonderem machen.

1. Das Wetter: Es schützt dieses Land vor allerlei – vor allem aber vor mittelmeerischem Massentourismus.

2. Das Vorurteil über das Wetter: Die Wirklichkeit ist immer besser als der Ruf.

3. Die Natur: Die Schönheit der Berge, des Meeres, der Wiesen und Wälder.

4. Die Weite der Landschaft: Der Raum, dieses unglaubliche Privileg, viel Bewegungsfreiheit zu haben.

5. Seafood Chowder: Die Fischsuppe ist fast überall in Irland gut genießbar. Im Gegensatz zu manch anderen landestypisch zubereiteten Gerichten.

6. Die behütete Sphäre, in der Kinder aufwachsen können (sofern sie sich von Kirchen fernhalten . . .)

7. Die beste Luft Europas, die jederzeit frisch vom Atlantik geliefert wird. Kein Sommer-Smog, kein Winter-Smog.

8. Das Wesen der Iren: Das Prinzip "Leben und leben lassen" und ihr bisweilen pragmatischer Anarchismus.

9. Die Sammelwut der Engländer: Sie hat uns die herrlichen Landschaftsgärten mit Pflanzen aus aller Welt direkt vor der Haustür beschert.

10. Die Farben des Landes: Die Farben des Meeres, des Himmels, der Häuser, der Wiesen, der Pflanzen. Farbigkeit abseits der betonfarbenen Menschenfelsen.

Eigene Vorlieben?

PS, Freitag 10:22: Danke für die vielen bereichernden Beiträge. Fast beschämt müssen wir zugeben, dass wir DIE RUHE in unseren "Irland Top Ten" vergessen haben und doch unbedingt erwähnen müssen. Somit erweitern wir auf "Top Eleven" – im Sinne der Ruhe, oder der Stille, die wir oft und bewusst wahrnehmen. Die (zeitweise) vollkommene Abwesenheit von Zivilisationsgeräuschen gehört zu den ganz großen Privilegien des irischen Landlebens. Unseren kleinen Sohn fragten wir im Alter von drei Jahren: "Hörst Du die Stille?" Es dauerte ein paar Jahre, bis er verstand. Hören konnte er sie wohl schon immer.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Mehr Fotos vom Wasserfall

Wasserfall am Hungry Hill, West Cork. Der mit 685 Metern höchste Berg der Beara Peninsula, ein mächtiges Sandstein-Massiv mit zwei Gipfeln, ist lokal als Cnoc Daod bekannt, als Berg des Daod – wobei die spärlichen Quellen verschweigen, wer Daod war. Heute gehören große Teile des Bergs einem Farmer namens Neil im Townland von Coomgira. Zwei Seen auf dem Hochplateau des Berges nähren zwei mächtige Wasserfälle an der Ostflanke, einer davon bekannt als Mare´s Tail, der Schwanz der Stute. Hier einige Fotos.

Der nördlicher gelegene Wasserfall aus der Distanz. Er ist vom Beara Way aus gut zu erkennen. Ein Abstecher lohnt sich.

Der Wasserfall aus der Nähe.

Das Wasser beider Katarakte sammelt sich zu einem Fluss, der an der Reen Bridge in Adrigole Harbour ins Meer mündet.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Am Hungry-Hill-Wasserfall

Heute ein kurzer Abstecher an den Wasserfall an der Ostflanke des Hungry Hill (685m hoch) bei Adrigole, West Cork. Ein einsamer, magischer Ort. Die Wasserkaskaden fallen über 100 Meter tief in ein weites friedliches Tal. Es heißt, dies sei der höchste Wasserfall Irlands. Doch auch für den Wasserfall in Powerscourt in Wicklow wird dieser Superlativ beansprucht. Kennt jemand die genauen Maße und die Fakten? Morgen hier mehr Fotos vom Hungry-Hill-Wasserfall.

Die mediale Blutspur und die Sicherheit

Wer in Irland Zeitung liest oder RTE sieht, bekommt leicht den Eindruck, dass er sich in Sodom & Gomhorra befindet: Die nationale Berichterstattung durchzieht Tag für Tag eine Blutspur: Mord, Totschlag, Körperverletzung. Weil in diesem kleinen, nur 4,2 Millionen Menschen großen Inselvölkchen fast jeder jeden kennt, oder zumindest ganz sicher einen, der den anderen kennt, schafft es jedes halbwegs ambitionierte Verbrechen mühelos in die Medien und macht einige Tage lang Schlagzeilen.

Der medial vermittelte Eindruck allerdings trügt, die Fakten liegen anders: Irland, so beweisen es die internationalen Kriminalstatistiken, ist mit das sicherste Land in Europa – was allerdings nicht ausschließt, dass man in Städten wie Limerick oder Dublin in Probleme verwickelt werden kann oder dass man am Strand beklaut wird.


Entgegen dem medialen Image von einem Land, in dem politische und kriminelle Gewalttäter und Gewalt das Klima diktieren, entgegen dem bis heute weit verbreiteten Vorurteil, dass hier doch "Krieg ist", hat die WHO, die Welt-Gesundheits-Organisation, in einer großen Studie im Jahr 2007 gezeigt, dass Irland das am wenigsten gewalttätige Land in ganz Europa ist. Ein Ranking von Mercer belegt, dass die Sicherheit in der Hauptstadt Dublin nicht hinter der von Großstädten in Japan, Australien und Kanada zurücksteht – und so schafft es Irland in diesem Jahr in die Liste der "ultra-sicheren Reiseziele" von Forbes Traveller (und dort abgeschrieben zitiert auch in BILD).

Auf dem irischen Land lebt es sich übrigens bis heute mit gesundem Urvertrauen weitgehend wie damals vor langer Zeit in Deutschland: Die Haustüren stehen immer offen, die Autos bleiben unverschlossen, und wer etwas verliert, hat gute Chancen, dass er es wieder bekommt. Auch wenn zunehmend Ausnahmen die Regel bestätigen: Die Ehrlichkeit ist - zumindest auf dem Land – noch immer ein hohes Gut.

Dienstag, 28. Juli 2009

Grüne Hölle Rhododendron

Botanica anglophobia. Das skurrile Volk der Engländer, das in der Weltgeschichte so viel übermäßiges Wohlwollen genießt, hat die Welt wahrscheinlich mehr geprägt und verändert als jedes andere. Etliche aktuelle globale Krisenherde, entzündet zu Zeiten des Empires, zeugen davon. In ihrer grandiosen Sammelwut hinterließen sie einen ganzen Fünften Kontinent als gigantisches Sträflingslager. Die Australier rächten sich später mit weit verbreiteter Verachtung für die "Whinging Poms". Irland hinterließen die sammelnden Tommies eine ausgeprägte Massenneurose, zahlreiche fantastische Gärten und – davon soll hier die Rede sein: eine Reihe invasiver Pflanzen, die auf der Insel einen neophytisch-imperialistischen Siegeszug ohnegleichen feiern.

Neben der lieblichen Montbretie (Südafrika), der riesenhaften Gunnera manicata (Chile), der niedlichen Fuchsie (Südamerika) und dem krautigen Riesenknöterich (Japan, Verzeihung: 1825 von einem Deutschen in Europa eingeschleppt), gedeiht in der ersten Reihe der Eindringlinge der Rhododendron ponticum (Herkunft: Georgien, Iberische Halbinsel) mehr als prächtig auf der Grünen Insel. Der in herrlichem Violett blühende Ponticum fühlt sich in Irland aufgrund optimaler klimatischer Bedingungen und wunderbar saurer Böden noch wohler als zuhause. Die Engländer führten das Heidekrautgewächs im Jahr 1763 als Zierpflanze aus Spanien in London ein, etablierten es im Botanischen Garten von Kew und verbreiteten es von dort in ganz Großbritannien und in Irland.

Anders als die meisten Rhododendren, die sich artig an den ihnen zugewiesenen Platz im Garten halten, suchte der Ponticum rasch das Weite und bevölkert heute vor allem im milden Südwestirland ganze Landstriche – er druchdringt Eichenwälder, Mischwälder, besiedelt Heiden, Moore, ja selbst Dünen. Das Problem: Der gemeine Rhodo ponticum wächst schneller als die meisten Pflanzenkonkurrenten und er vermehrt sich schneller; er ist zudem extrem schattentolerant, lässt Mitbewerber um Licht aber leicht in seinem Schatten verkümmern. Am Ende bleibt oft nur der Ponticum übrig, heimische Pflanzen und Gehölze müssen seiner Übermacht weichen. Der grüne Eindringling erinnert ein wenig an die Chinesen in Tibet. Er bedroht die ökologische Vielfalt und setzt sich auf Kosten der heimischen Arten durch.

Seit etwa zehn Jahren rücken Ökologen, Biologen, Ranger und Umweltschützer dem Ponticum in Irland auf den Leib. Sie versuchen ihn mit Säge, Axt und chemischer Keule aus den annektierten Gebieten, beispielsweise dem Killarney National Park, zu vertreiben und führen oft jahrelange systematische Kämpfe gegen die wuchsstarken Eindringlinge. Der Krieg gegen die Grüne Hölle Ponticum ist allerdings kostspielig: Ein einzelner Versuch in West Cork, wenige Hektar Land vom Ponticum zu befreien, verschlang innerhalb von drei Jahren annähernd 100.000 Euro, und die Wurzelstöcke geben noch immer keine Ruhe...

Der Siegeszug der Neophyten ist ungebremst – und zusammen mit Adlerfarn, Gagelstrauch, Jakobskraut und Ginster verändern sie das Gesicht der irischen Landschaft schneller als jemals zuvor.

Rhododendron ponticum L. ist ein aufrechter,

immergrüner Strauch der Familie der Ericaceae mit

ungeteilten, wechselständigen Blättern. Die Art

erreicht eine Größe von 2-8 m (Tutin et al. 1972) und

zeichnet sich durch endständige Blüten aus, die in

aufrechten Schirmtrauben stehen. Innerhalb

der Gattung wird R. ponticum zusammen mit R.

caucasicum L. sowie den nordamerikanischen Arten

R. catawbiense Michx. und R. maximum L. zur

Subsektion Pontica gestellt.

R. ponticum verfügt über ein historisch entstandenes

disjunktes Areal mit rezenten Vorkommen im

nördlichen Klein-Asien, im westlichen Kaukasus

(Schwarzmeer-Gebiet) sowie weiteren natürlichen

Beständen in Süd-Europa (Zentral- und Südportugal,

Südspanien und im östlichen Teil der Balkan-

Halbinsel) und im Libanon (Meusel et al. 1978;

Castroviejo et al. 1993).

Quelle: Alexandra Erfmeier: Ursachen des Invasionserfolges von Rhododendron ponticum L.

auf den Britischen Inseln, Göttingen 2004

Montag, 27. Juli 2009

Räuber reißen Geldautomaten mit Baggern aus der Wand

Die Spitzen der irischen Polizei beraten heute streng geheim über Lösungen für ein neues akutes Problem: Seit Wochen sorgen Panzerknacker, die mit brachialem Werkzeug arbeiten, bei den Ordnungshütern auf der Insel für Aufruhr. Nix Ocean Eleven, nix clevere Coups, die schweren Jungs fahren mit schwerem Gerät vor, reißen mit Baggern reihenweise gut gefüllte Geldautomaten aus den Wänden von Banken und Geschäftshäusern.

Am vergangenen Freitag klaute eine Baggerbande einen Bankomaten von einer Tankstelle in Enniscorthy in County Wexford. Davor waren Automatenräuber in den Counties Monaghan und Kildare aktiv. Nicht immer allerdings klappt der Beutezug mit dem Bagger: Am Wochenende türmten fünf Baggerknacker unverrichteter Dinge in einem VW Golf. Sie hatten mit Bagger, Allrad-Jeep und Anhänger versucht, den Geldautomaten der Ulster Bank in Athboy, County Meath, an sich zu bringen – und wurden bei der Arbeit gestört.

Noch ist unklar, ob es sich um ein und dieselbe Bande handelt, oder ob der brachiale Bagger-Trick in einschlägigen Kreisen rasch Anerkennung durch Nachahmung fand. Immerhin lagert ein frisch gefüllter Geldautomat gerne eine hohe fünfstellige Summe, und mit Menschen müssen sich die Baggerräuber auch nicht auseinandersetzen – keine schlechte kriminelle Idee also – zumindest aus Gangstersicht.

Sicher scheint auch, dass die Bagger-Räuber vor ihren Taten den altmodischen analogen Polizeifunk abhören und somit ziemlich genau wissen, wo sich die Gardai - so heißen die Polizisten in Irland- gerade aufhalten. Das politische Irland ruft deshalb laut nach einem abhörsicheren digitalen Polizeifunksystem.

Unterwegs im Gap und im Black Valley

Helga erkannte es auf Anhieb: Die Fotos stammen von einer Tour, die uns durch das Gap of Dunloe ins Black Valley führte, von dort zu Lord Brandon´s Cottage an den Upper Lake von Killarney und schließlich nach Moll´s Gap.

Am Fuß der MacGillycuddy´s Reeks, der höchsten Bergen Irlands, erstreckt sich das Black Valley zwischen dem Gap of Dunloe im Norden und Moll´s Gap im Süden. Das Tal im County Kerry gehört zu den entlegensten Gegenden der Insel und ist für einen denkwürdigen Mangel in die Geschichtsbücher eingegangen: Das Black Valley erhielt als letzte Region Irlands Strom und Telefon.

Ohne die 09er-Autos der Touristen und die in farbenfroher Funktionskleidung marschierenden Wanderer wirkt das menschenleere und an Ruinen reiche Tal auch heute noch wie ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert. Wer das Gap of Dunloe, den engen, von Gletschern geformten Pass durch die Berge, im Stil des 19. Jahrhunderts bereisen will, kann sich von den Poney-Männern der Gegend in einem Einachser auf engen Straßen zur Passhöhe kutschieren lassen. Abfahrt ist auf der Nordseite an Kate Kearney´s Cottage südlich von Beaufort. Die Poneyleute von Dunloe teilen sich das einträgliche "Transportgeschäft" mit den Touristen seit fast 100 Jahren nach denselben strengen Verteilungs- und Erbregeln, genannt "The Turn".

Durch das Black Valley - Ausgangspunkt für viele Gebirgswanderer, die es hoch in die MacGillicuddy´s zieht – führt auch der Kerry Way. Diesen Fernwanderweg werden wir demnächst an dieser Stelle beschreiben.

Sonntag, 26. Juli 2009

Der Wanderer unterwegs im ...

Der Wanderer ist auf Tour. Ein paar Eindrücke vom frühen Morgen. Heute ohne Foto-Tags. Wer erkennt den Ort?

Nicht die Yeats-Buche in Coole Park, aber auch eine stark bearbeitete Buche. Schreib mal wieder ein(e) Buch(e)...

Lord Brandon muss darin gebadet haben...

Hier wird noch immer mit Torf geheizt...

Ein märchenhafter Weißdorn-Solitär am Wegesrand...

...und im Hintergrund die Berge im Nebel. Wo ist es?


Kleiner Nachtrag: Man verlässt diese Landschaft, wenn man hineinfährt, ins . . . Alles klar?

Samstag, 25. Juli 2009

"Bono, Du blamierst die ganze Familie"

Man muss Bono nicht mögen, um die Musik von U2 zu lieben. Gerade in diesem Moment rockt U2 zuhause das zweite von drei Konzerten in Groke Park in Dublin vor 80.000 mutmaßlich nassen Zuhörern. Bonos Tochter gehörte heute meine ganze Sympathie: Ein Radio-Moderator, der sich auch nach zwei Jahren noch in der Präsenz der Bandmitglieder von U2 sonnte, erzählte heute diesen Schwank: Im Juli 2007 spielte Justin Timberlake in Dublin ein Riesenkonzert – am Abend gab er eine zweite Show für ein kleines auserlesenes Publikum in Vicar Street. Besagter Radioplauderer sass in einer der begehrten Logen direkt hinter Bono und Familie. Nach einigen Songs stand der größte Rocksänger Irlands der Welt auf und tanzte zu Timberlakes Musik – worauf ihn seine Tochter schrill anheischte: "Papa, setz Dich, Du blamierst die ganze Familie". Der Mann gehorchte. Wir hoffen auf die weiter reichende Macht der Tochter, dass der Vater künftig auch hier und da sein Maul hält.

Freitag, 24. Juli 2009

Mattie und Mary unterwegs in West Cork

Im Zeichen der Krise gehen auch die Tourismuswerber von "Fáilte Ireland" neue Wege. "Lass Dich von Irland mitreißen" fordern sie reisezögerliche Europäer und Amerikaner auf und betonen nun vor allem den besonderen Charakter der Insel und ihrer Menschen (wir hatten hier berichtet). Teil des neuen Vermarktungskonzeptes sind die Auftritte möglichst authentisch wirkender Einheimischer, die zur Erkundungstour in Irland einladen. "Folge den Einheimischen", lockt Tourism Ireland derzeit in Fernsehspots, Anzeigen und Broschüren. Wie das aussieht, wenn uns beispielsweise Mattie und Mary aus Bantry in sechs Minuten durch Bantry, Glengarriff, über Garinish Island und die Beara Peninsula führen? Hier eine Kostprobe. Das vorgestern veröffentlichte Filmchen ist gut gemacht – und wirbt auch deutlich um das heimische irische Publikum, dem es die feinen kulinarischen und floristischen Eigenheiten West Corks nahe bringen will.

Cork - Go Where Ireland Takes You - Ireland.com
Mattie & Mary's Itinerary: 1.Bantry 2.The Beara Peninsula and Milleens Cheese 3.Glengarriff Harbour and Garnish Island 4.Dursey Island Meet Mattie & Mary Q&A Question: I'm very interested to hear a little more about Garnish Answer: The whole of the West Cork peninsula is a micro climate; the Gulf Stream from the Atlantic hits this area directly and this is why you have the likes of Garnish Island. There is a huge variety of flora and even different types of palm trees and bamboos. Beside Garnish is a place called Bamboo Park. Question: The last scene of the film shows yourself and Mary on Dursey Island. Answer: Dursey Island is very different than Garnish and this illustrates the contrasts in the area. It is mainly pasture. The island has a total population of twelve people. These would be families who would have lived here for generations and would be involved in sheep farming. Dursey has the only cable car in Ireland and it's a good place for it because the water below is fairly notorious for its currents. Question: Finally, your favourite aspect of West Cork apart from Bantry of course? Answer: I love the whole area of West Cork: the mountains, the islands, and especially the food.
Tatsächlich retten derzeit die urlaubenden Iren die Saison in Irlands Ferienregionen. Es trifft ein, was die Tourismus-Strategen des Landes im vergangenen Winter erwartet hatten: DIe Gäste aus den USA; aus Großbritannien und aus den meisten Ländern Europas werden sich in diesem Sommer auf der Insel rar machen (wobei die Deutschen offensichtlich aus der Reihe tanzen); dafür verzichten viele Iren auf den lieb gewonnenen Auslandsurlaub und geben die knapper gewordenen Euros bei ihren Landsleuten aus. Frei nach Kurt Tucholsky: Iren, esst nur irische Bananen!



PS: Uns würde interessieren: Sind solche Videos für Leser dieses Blogs nützlich, leicht zugänglich und abrufbar, oder sollten wir darauf lieber vorerst verzichten?


PS.PS: Noch drei Tage bis IKEA. Die Ankunft des Mega-Möbelladens in Dublin, die auf der Insel seit Jahren wie eine Marienerscheinung gehandelt wird, ist nah, nah, nah: Am kommenden Montag öffnet der erste IKEA-Markt (oder sollte man von Tempel sprechen?) der Republik in Ballymun. Mit dem absoluten Verkehrschaos darf gerechnet werden. Krise hin, Depression her: Bis zu 1000 Shopper pro Stunde wollen die Ankunft der neuen Zeit auf der Insel live mit zelebrieren. Wir werden daheim feiern und am Montag um 9 Uhr am Billy-Regal eine Gedenkminute einlegen.

Donnerstag, 23. Juli 2009

Windeln für Killarneys Kutschen-Pferde?

Das stinkt zum Himmel: In der vergangenen Woche eskalierte in Killarney der Streit zwischen der Nationalpark-Verwaltung und den Pferdekutschern, die zum Bild von Irlands Tourismus-Kapitale gehören wie der Petersdom zu Rom. Zankapfel sind die Pferdeäpfel, die jeden Tag zu Hunderten die Straßen und Wege Killarneys "zieren". Während manchen Landromantikern beim Anblick des Pferdedungs ganz warm ums Herz wird, stören sich vor allem amerikanische Touristen immer wieder gerne an den Ausscheidungen der Vierbeiner. Andererseits gehört gerade für klischeeverliebte Amis eine Kutschenfahrt an den Seen von Killarney oder am Muckross House zu den absoluten "Musts" eines Irlandaufenthalts.

Seit Jahren drängt der Amtsschimmel die Pferdekutscher deshalb, ihren Pferden sozusagen Windeln anzulegen und ihre Ausflugskutschen mit Kotfängern auszustatten. Die Kutscher weigerten sich bis heute hartnäckig und führen dafür tiermedizinische Argumente und Sicherheitsbedenken an: Die Kotfänger würden die Schwänze der Pferde einklemmen, die Tiere önnten sich deshalb nciht mehr gegen Fliegen und Bremsen wehren und würden ihre Nervosität möglicherweise damit kompensieren, dass sie scheuten. Ja, und dann kann es plumps machen, und der Tourist landet sonstwo.

Vergeblich haben die Nationalparkverwalter die Halter von insgesamt 66 lizenzierten Ausflugsdroschken bis heute darauf hingeweisen, dass auch die Pferde in New Yorks Central Park oder die in Wien mit ihren Pampers seit langem gut zurechtkommen. Auch das Argument, dass die mit Steuergeld bezahlten Arbeiter nicht dazu da seien, täglich den Mist privater Unternehmer, nämlich der Kutscher, zu entfernen, verfing überhaupt nicht.

Deshalb war am Dienstag vergangener Woche "Schluss mit Lustig": Die Nationalpark-Beamten fuhren, ausgestattet mit reichlich politischer Rückendeckung, die Poller hoch und sperrten die Kutschen kurzerhand aus dem Nationalpark aus. Die renitenten "Jarveys", wie sie in Irland genannt werden, ließen sich das jedoch nicht gefallen und erwirkten tatsächlich eine einstweilige Verfügung: Seit dem Wochenende ist die Zufahrt vorerst per Gerichtsbeschluss wieder geöffnet.

Die Fortsetzung des Pferdeapfeldramas folgt in wenigen Tagen.

Mittwoch, 22. Juli 2009

Tipps zum Wandern in Irland (8):
Von Insel zu Insel

Wer ein paar Tage in Irland weilt, hat schnell vergessen, dass er sich auf einer Insel befindet. Angesichts der relativen Größe der Grünen Insel kommt uns diese bald wie das Festland vor, und als Inseln betrachten wir die kleinen Inseln vor der großen Insel. Richten wir deshalb unseren Blick heute einmal auf die Inseln um die Hauptinsel herum.

Die meisten Vorschläge und Angebote an Wanderer konzentrieren sich in Irland auf die traditionellen Touren auf der großen Hauptinsel: Bekannt sind vor allem die Wicklow Mountains, die Kerry Mountains, die Fernwanderwege am Sheep´s Head und auf der Beara Peninsula oder der Leitrim Way.

Ein ganz anderer Ansatz ist das Themenwandern: Von Insel zu Insel. Auch wenn es oft keine ausgewiesenen Wanderwege gibt: Viele der kleinen irischen Inseln verfügen über ein gutes Straßen- und Feldwegenetz, das sich auch zum Wandern bestens eignet. Denn auf den Inseln hält sich der Verkehr meist sehr in Grenzen und die Straßen gehören weitgehend den Fußgängern.

Zur Orientierung genügt die jeweilige Landkarte des Ordnance Surveys im Maßstab 1:50.000; an den Start geht es indes zu diesen Wanderungen mit der Fähre. Für "Ferry & Hike" reicht meistens ein Tag, doch wer die Insel genauer erkunden will, findet zumeist auch ein B&B zum Übernachten. Wichtig ist es jedenfalls, sich schon auf der Überfahrt nach der letzten Fähre zurück aufs "Hauptland" zu erkundigen und die Länge der Wanderung entsprechend zu planen.

Wir kennen noch lange nicht alle Inseln Irlands. Von denen, die wir kennen, können wir allerdings für Wander- und Erlebnistouren diese empfehlen:

  • Whiddy Island (Foto Mitte), in der Bantry Bay, ab Bantry.
  • Cape Clear, Clear Island, ab Baltimore.
  • Inishmaan, die mittlere der Aran Inseln (Foto oben), ab Doolin.
  • Skellig Michael (mehr Treppensteigen als Wandern, aber ein absolutes Erlebnis), ab Portmagee.
  • Bear Island, ab Castletown Bearhaven.




Dienstag, 21. Juli 2009

Irland Update:
Asche, Schulden, Bock und Gärtner

Die Früchte einer unglücklichen Jugend. Frank McCourt, der Englischlehrer aus Irland, der in New York lehrte, kam spät zu literarischem Weltruhm. Erst nach seiner Pensionierung, mit 66 Jahren, konzentrierte sich der in den USA geborene Ire auf das Schreiben von Romanen und landete mit "Die Asche meiner Mutter" (Angela´s Ashes) einen Welt-Bestseller. Er beschrieb darin seine eigene von Armut geprägte Kindheit in Limerick. Frank McCourt starb 78-jährig in seiner Heimat New York. Friede auch seiner Asche.

Die Zeche der wüsten Bau-Party. Die Pegel steigen, die Ratten kriechen aus den überlaufenden Kanälen, und die gefallenen Masters of the Irish Builder´s Universe suchen reihenweise Schutz vor Ihren Gläubigern. Die Bauunternehmen und Bauträgerfirmen, die das Land in maßloser Gier zehn Jahre lang umpflügten und aus Ackerland und Altstädten Milliarden machten, sie wollen nun gerettet werden. Das implodierte Imperium des wegen seiner zurückgezogenen Lebensweise "Shycoon" genannten Liam Caroll (er baute tausende Wohnungen in Dublin) soll bei den Banken mit 1,2 Milliarden Euro in den Miesen zu stehen: Die Giertruppe von John Fleming aus West Cork (Inchydoney Spa; Sheraton Hotel, Fota; Radisson Hotel, Limerick) bringt es nun auch auf eine Milliarde. Während der Kollege John O´Dolan aus Galway, der das Immobilien-Monopoly Schlossallee-versessen selbst in Dubai spielte, die feige Hintertür nahm, um den Gläubigern zu entkommen, hoffen Carroll, Fleming und Konsorten noch, ihre Köpfe retten zu können und beantragten Gläubigerschutz beim High Court.

Ja wer schnippelt denn da? Der stets glänzend informierte Fintan O´Toole macht uns heute in der Irish Times darauf aufmerksam, wer da in der umstrittenen Kürzungs-Kommission zur Sanierung der Staatsfinanzen, vulgo "Board Snip", eigentlich tätig ist. O´Toole kommentiert, dass die Regierung den Bock zum Gärtner gemacht hat, und dass die fünf Mitglieder der Spar-Kommission genau die Kreise repräsentieren, die uns die irische Version der Finanzkrise eingebrockt haben: zwei Ex-Zentral-Bänker, ein Steuervermeidungs-Experte, ein Ex-Finanzdienstleistungs-Lobbyist, der heute in Hedge Fonds macht, sowie eine zentrale Figur aus dem Finanzministerium. Diese Leute haben die drastischen Kürzungsvorschläge gemacht, die derzeit hohe Wellen in Irland schlagen. Fintan O´Toole erklärt nun, warum es die Kommission einseitig auf den öffentlichen Dienst und die Staatsausgaben (zum Beispiel die Sozialhilfe) abgesehen hat – und warum Unternehmenssteuern, Steuerschlupflöcher oder Konjunkturprogramme für die kleinen Leute im Board Snip-Entwurf des anstehenden Streichkonzerts gar nicht vorkommen. Alles klar?

Unterwegs auf Irlands Inseln. Wer Foto-Tags lesen kann (und wer kann das nicht...), der wusste schnell Bescheid. Die Kommentatoren unseres gestrigen Posts "Unterwegs auf Irlands Inseln" sind jedoch vorrangig Irland-Experten. Sie haben sofort erkannt: Wir wanderten auf Whiddy Island in der Bantry Bay. Demnächst einmal mehr zu der historisch interessanten Insel, die heute fast ausschließlich mit dem Tankerunglück vom 8. Januar 1979 in Verbindung gebracht wird (Die Explosion der Betelgeuse forderte damals 50 Todesopfer). Whiddy hat sicherlich mehr zu bieten als Phantasien für Katastrophenfans und Pilgerfahrten für Hinterbliebene.

Warum bloggen wir?
Keine Ahnung. Die Gewinnerin jedenfalls heißt....

klick drauf zum vergrößern
... Birgit Karl. Wir hatten in den vergangenen Wochen immer wieder sonntags gefragt: Warum schreiben Millionen Menschen weltweit neuerdings Blogs, warum bloggen wir? Was treibt uns an, unsere Gedanken öffentlich zu machen? Der Gewinner / die Gewinnerin, so versprachen wir, wird zur Wanderlust-Wanderwoche in Irlands schönem Südwesten eingeladen, die vom 12. bis 19. September stattfinden wird (Mehr Infos hier).

Neun (!) Antworten sind im Laufe von dreieinhalb Monaten eingegangen – und wir sind den Motiven für das Blogschreiben mangels Diskussion nicht vollends auf die Spur gekommen. Danke an alle, die mitgemacht haben. Wir haben die Gewinnerin am Wochenende aus den neun Teilnehmern ausgelost. Alle neun nahmen an der Verlosung teil – und Birgit Karl aus Baden-Württemberg ist die Glückliche. Im folgenden zitieren wir noch einmal Birgits Gedanken zum Bloggen – und bitten sie davor, sich schnell bei uns zu melden, da wir ihre Adresse bis heute nicht kennen.

"Ich bin keine Tagebuchschreiberin und ob ich eine Bloggerin werde,ist noch nicht entschieden. Klar ist, seit ich (vor kurzem erst) anfing zu stöbern,lässt es mich nicht mehr los - ich bin neugierig, schaue momentan täglich, was es an Neuem gibt und siehe da,ich habe doch tatsächlich auch schon ein paar Zeilen in ein Kommentarfeld getippt. Doch wieso bloß? Wo ich doch argwöhnisch und kritisch bin, mich missbilligend über Talkshows und ähnliche Veranstaltungen äußere, bei denen Menschen ihr Privates offenlegen...Und nun bloggen ?

Ich glaube, wir bloggen, weil wir überrascht werden wollen, weil wir andere überraschen wollen, weil es nicht wirklich Spaß macht, etwas nur für sich alleine zu haben ( aber heißt das, wir haben zu wenige reale Beziehungen um uns herum, die wir einbeziehen könnten?

Der Versuch zu antworten, wirft neue Fragen auf - Fragen, die vielleicht andere beantworten, wenn uns selbst nichts mehr einfällt.Ein wenig Bequemlichkeit wird wohl auch dabei sein (zumindest beim Lesen von Blogs – das Schreiben ist da schon etwas anstrengender). Und was war das "früher" doch mühsam, das Recherchieren, heute kann man sich Beiträge sogar abonnieren. Wir rücken zusammen,wir tratschen, wir beschäftigen uns mit Gedanken von anderen Menschen,die wer-weiß-wie weit von uns entfernt, wer-weiß-wie-leben. Auch ein guter Grund: Bloggen regt die Phantasie an".

Montag, 20. Juli 2009

Unterwegs auf Irlands Inseln (1)

Zurück von einem Ausflug in eine andere Welt.

Von einer Insel vor der Insel.

Drei kreisrunde Wehranlagen aus den Jahren 1803 bis 1807 krönen die Hügel der Insel.

Das Spuren des alten Irland sind hier allgegenwärtig.

Zukunftsperspektiven fehlen. Die Schule ist lange geschlossen. 20 Einwohner leben noch auf dem Eiland. Von einst 800.

Die Feuerquallen werden vom warmen seichten Wasser an den geschützten Stränden angezogen.


Zahlreiche einst stolze Häuser sind lange verlassen, wurden der Natur überlassen. Dieses Fenster gehört zu einem alten Georgian Haus, dessen Besitzer Haus und Insel im Jahr 1947 verließ.

Hier startet die Reise auf unsere Insel.

Hierfür ist sie ungerechterweise fast ausschließlich bekannt. Wer kennt sie?


???

Sonntag, 19. Juli 2009

Wir tragen Irland nach Europa

Acht Promille, oder 0,8 Prozent: das ist der Anteil der Iren an der Bevölkerung im "Europa der 27 Länder". Vier Millionen Iren (und davon nur die Wahlberechtigten) bestimmen am 2. Oktober wesentlich über die Existenz von einer halben Milliarde Menschen in Europa, wenn sie abermals über eine EU-Verfassung, die nicht so genannt werden darf, abstimmen. Die Aufmerksamkeit, die unserer kleinen Insel an der Peripherie Europas durch die erneute Volksbefragung zuteil wird, erscheint unangemessen. Manche meinen, hier wedelt der Schwanz mit dem Hund, und man wird den Eindruck nicht los, dass das proeuropäische "Rest-Europa" den Iren dieses ersehnte Ja zum Reformvertrag um fast jeden Preis mit Puderzucker und jeder Menge Sonderrechten abkaufen will.

Zuckerbrot servierte selbst die deutsche Bundeskanzlerin, die wiederholt gen Westen flötete (und flöten ließ), Irland könne nur als EU-Mitglied finanziell überleben und werde notfalls auch finanziell von der starken EU-Mitgliedern unterstützt, heißt: vor dem drohenden Staatsbankrott bewahrt. Mal anders formuliert: Deutsche Steuerzahler sollen nun für die Riesensause blechen, die ein keltisches Völkchen im kollektiven Rausch zehn Jahre lang gefeiert hat, ohne den geringsten Gedanken an den nächsten Morgen zu verschwenden.

Dass Regierungen ihre Projekte gerne elitär am eigenen Volk vorbei verfolgen und dass die Völker die Signale von oben nicht immer hören wollen, belegte nicht nur das Nein der Iren bei der ersten Volksabstimmung zum EU-Vertrag im vergangenen Jahr. Auch eine aktuelle repräsentative Umfrage des anglophilen Berliner Think Tanks "Institut für Unternehmerische Freiheit" offenbart, was "die Menschen an der Basis so denken": 71 Prozent der Deutschen sind nämlich strikt dagegen, Irland mit Finanzspritzen aus deutschen Steuergeldern aus der Patsche zu helfen. Die Verweigerungshaltung zieht sich quer durch alle politischen Lager; allenfalls bei Anhängern der "Grünen" ist die Ablehnung gegen die "Grüne Hilfe" mit 54,6 Prozent nicht vollends eindeutig ausgeprägt.

Keine guten Gaben für die Grüne Insel also? Kein deutsches Alka-Seltzer für den irischen Massenkater? Die ganze Sache riecht äußerst unangenehm, und dennoch: Der Atlantik ist zu breit, Amerika zu weit, um die Insel der Neuen Welt zuzuschlagen. Zudem, so schlagen Wohlgesonnene vor, muss berücksichtigt werden, dass "Staat machen" gar nicht so einfach ist und geübt werden muss. Immerhin hatte Irland erstmals in der jungen, nur knapp 90-jähirgen Geschichte, selber Wohlstand zu verwalten. Möglich also, dass die irische Regierung und ihre Stimmbürger das wirtschaftlich-gesellschaftliche Schlamassel nicht aus bösartiger Gier sondern aus jugendlichem Übereifer und pubertärer Überforderung angerichtet haben. In diesem Sinne: Erziehungsbeihilfe statt Bailout für Ja-Sager.

Das Foto stammt von der NASA. Es zeigt eine neue Höhenkarte Westeuropas. Die Karte der gesamten Welt im Höhenrelief kann hier kostenlos geladen werden. Zu den Farben der Karte: In this colorized version, low elevations are purple, medium elevations are greens and yellows, and high elevations are orange, red and white.

Samstag, 18. Juli 2009

Edelkicker zum Härtetest in Irland


Darauf muss der sonnenverwöhnte Spanier erst einmal kommen: Die Multimillionen-Sportgauklertruppe von Real Madrid weilt im Trainingslager in Irland. Es muss sich um eine Art von Regenfestigkeits-Training handeln, und der neue Real-Trainer Pellegerini aus Chile gilt im südlichen Europa schon jetzt als "harter Hund", weil er seine Edelkicker derartigen klimatischen Widrigkeiten aussetzt und sie dazu noch morgens um 6.45 Uhr für drei tägliche Trainingseinheiten in Irlands feuchter Luft aus den Federn klingeln lässt.

Bei der Ankunft in Dublin löste das zusammengekaufte Star-Ensemble um Ronaldo, Raùl und Benzema prompt irische Fan-Hysterie aus – und für das Testspiel der "Galaktiker" gegen die Shamrock Rovers aus Dublin (!) am kommenden Montag in Tallght blätterten keltische Real-Fans bis zu 250 Euro hin. Man muss es sich eingestehen: Die dreistelligen Millionensummen, die manche Fußballvereine mittlerweile pro Saison ausgeben, sie werden tatsächlich von einem globalen Fanmarkt bereitgestellt und "gerechtfertigt" – es gibt ja nichts Wichtigeres als Fußball, Brot und Spiele...

Für Leute, die sich ein wenig in der Präsenz des 93 Millionen Euro teuren Fußballsklaven Christiano R. aus Portugal und seiner vier Leibwächter sonnen wollen: Die Übernachtung im Quartier der Fußballertruppe gibt es schon ab 135 Euro: Die Madrilenen aus aller Welt wohnen im historisch interessanten Carton House in Maynooth, 2o Kilometer westlich von Dublin. Dort allerdings im abgeschirmten VIP-Bereich, wo die Suiten um die 600 Euro kosten.

Fotos: Carton House

Freitag, 17. Juli 2009

Kugeln, saure Äpfel und bittere Pillen:
Tausende zittern um ihre Jobs


Entlassen, Dichtmachen, Zusammenlegen und Abspecken: Tausende Lehrer, Ärzte, Krankenschwestern, Sekretärinnen, Mitarbeiter der Regierung, der Ministerien und der lokalen Behörden in Irland müssen ab sofort um ihre Jobs zittern: Die von der Regierung eingesetzte Expertengruppe zur Identifizierung von Sparpotentialen hat ihren Bericht vorgelegt. Der Weg aus der Schuldenfalle – Irland leiht sich derzeit 400 Millionen Euro pro Woche, um den Staatsbankrott zu vermeiden – soll über Einsparungen im Staatshaushalt in Höhe von über 5 Milliarden Euro innerhalb eines Jahres führen.

"An Board Snip", die Experten mit den Rotstiften, schlagen für das kommende Jahr vor: Abbau von 17.000 Stellen im öffentlichen Dienst, Schließung kleiner Landschulen, Entlassung von mindestens 3000 Lehrern, Kürzung der Sozialhilfeleistungen in Höhe von 850 Millionen Euro, Kürzung des Kindergelds, Kürzungen im Gesundheitssystem: 1,2 Millarden Euro, unter anderem durch die Entlassung von 6000 Angestellten bei gleichzeitiger Erhöhung der Arzt- und Rezept-Gebühren.

Weitere Vorschläge: Schließung von Botschaften und Konsulaten; Zusammenlegung von lokalen Verwaltungsbehörden , wie dem Cork City und dem Cork County Council, Zusammenlegung von Ministerien, Erhöhung der Schulbuspreise auf 500 Euro pro Jahr, Gehaltskürzungen für Richter, Justizangestellte und Polizisten; Kürzung der Zuschüsse für die Landwirschaft und für den Tourismusektor, und, und, und. Die gesamte Liste der Vorschläge gibt es hier.

Ministerpräsident Brian Cowen sagte übrigens, dass Irland keine Wahl habe und nun in die "Gewehrkugel", also in den sauren Apfel beißen oder die bittere Pille schlucken muss: "The country has to bite the bullet". Die Rosskur zur Gesundung der völlig desolaten Staatsfinanzen wird schmerzhaft werden und keiner weiß, ob sie wirklich gelingt, oder ob das Land nicht in wenigen Monaten schon doch vom Internationalen Währungsfond "gerettet" werden muss.

Das Glück im Unglück: Die Regierung ist endlich gezwungen, den aufgeblähten, ineffizienten und korrupten Selbstbedienungsladen des öffentlichen Dienstes aufzuräumen. Natürlich waren die Gewerkschaften der Staatsbediensteten wieder die ersten, die gestern laut aufjaulten. Da Papier geduldig und irisches Papier noch geduldiger ist, schauen wir gespannt und genau hin, ob der Staat sich wirklich reorganisieren wird – oder ob er am Ende nur Padraig, Mary und uns bis zum Grünwerden abkassiert.

Die Welt lästert und wundert sich

Im Ausland reibt man sich verwundert die Augen über Irland und über Justizminister Dermot Aherns "Blasphemie-Gesetz", das das irische Parlament nach monatelangem Palaver in der vergangenen Woche beschloss. Das Gesetz bestraft Gottelästerung mit bis zu 25.000 Euro. Der SPIEGEL kommentierte nun ähnlich, wie es auf dem Irland Blog bereits zu lesen war: "Es wirkt wie ein Rückfall ins Mittelalter." Manche sehen in dem Machwerk aus einer anderen Zeit einen Kniefall der Regierung vor dem nach wie vor mächtigen erzkatholischen Establishment.


Auch die Zeit der Provokateure ist angebrochen: Ian O'Doherty, Kolumnist des "Irish Independent", sagte es so: "Jetzt sind wir also offiziell das religiös verblendetste Land der zivilisierten Welt." Und er fordert die Strafverfolgungsbehörden mit dieser netten Provokation heraus: "Katholizismus ist ein Kannibalenkult, der seine Anführer frisst. Juden, die glauben, dass es Gottes Wille ist, dass sie im Heiligen Land wohnen, sind verblendete Irre. Muslime, die islamisches Recht einführen wollen, sind faschistische Terroristen, und Scientologen sind Freaks, die vom böswilligen Geschwätz eines gescheiterten Science-Fiction-Autors verleitet wurden." Der Autor der unbotmäßigen Zeilen wünscht sich am Ende: "Also, Jungs, ich sehe euch vor Gericht."


Der SPIEGEL jedenfalls glaubt, dass die irische Rgierung mit dem Gesetz das Gegenteil dessen erreichen wird, was sie beabsichtigt: "In Irland scheint das Blasphemie-Gesetz eine unvorgesehene Dynamik auszulösen: Es wirkt wie ein Weckruf für eine neue soziale Bewegung für ein säkulares Irland."


BRB: Be right back

LOL: Laugh out loud

Donnerstag, 16. Juli 2009

Das "grausame" Meer fordert seine Opfer

Cod´s Head, Allihies, Beara Peninsula, Irland. Erst fanden die Suchtrupps den schwarzen Nissan Micra, dann eine Angelrute im Wasser und eine am Ufer der zerklüfteten Felsküste. Am vergangenen Sonntag waren Piotr und sein Sohn Matteus zum Angeln an den Atlantik West Corks gefahren – und kamen dabei ums Leben. Gestern fanden Taucher die Leiche des 40jährigen Polen, der in Kenmare lebte, 100 Meter von der Stelle,an der die Angelruten lagen, in acht Meter tiefem Wasser. Die Suche nach dem 13jährigen Matteus, der seinen Vater in den Ferien in Kenmare besucht hatte, wurde heute morgen fortgesetzt. Hoffnung, ihn lebend zu finden, besteht keine mehr.

Der vergangene Sonntag war ein windiger, teilweise stürmischer Tag mit hohem Wellengang. Die Polizei glaubt, dass Vater und Sohn das Wetter an diesem Juli-Sommertag falsch einschätzten und von einer Welle ins Meer gespült wurden. Piotr hatte in den vergangenen zwei Jahren in der deutschen Bäckerei in Kenmare gearbeitet. Seine Familie lebt in Polen.

Der tragische Fall von Piotr und Matteus erinnert an ein Paar aus Berlin, das an Silvester 1998 am Toe Head bei Skibbereen spurlos verschwand. Die jungen Deutschen hatten das Cottage eines (in Irland damals sehr umstrittenen) deutschen SPIEGEL-Journalisten gehütet und wurden wahrscheinlich von einer Welle ins Meer gerissen. Sie wurden nie gefunden.

The Cruel Sea. Das Meer fordert regelmäßig seine Menschenopfer. Irische Fischer, deren Boote kentern, haben meist keinerlei Überlebenschance, weil die meisten zur See fahrenden Iren bis heute nicht schwimmen können. So ertrank gestern ein Hummerfischer aus Fenit, Co. Kerry. Ausländer bringen sich regelmäßig in Gefahr, weil sie die Wucht des Wetters und des Wasser falsch einschätzen.

Besonders tragisch und traurig war das Unglück, das sich am frühen Morgen des 1. März 2008 in einem ruhigen Seitenarm der Bantry Bay am Dunboy Castle ereignete: Ein Ford Fiesta rutschte vom Weg ab und blieb kopfüber im nur 1,5o Meter hohen Wasser liegen. Drei junge Burschen von der Beara Peninsula im Alter zwischen 17 und 21 Jahren konnten sich nicht aus dem Auto befreien und ertranken. Ein Gedenkstein gegenüber der Hotelruine "Dunboy Castle" erinnert an das schreckliche Unglück.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Dem wichtigsten Delfin Irlands geht es gut


Dass einzelne Wale und Delfine an der Küste Irlands stranden, ist nichts Ungewöhnliches – auch wenn jeder einzelne Fall und jedes einzelne Tier für viel Aufmerksamkeit sorgen. Rätsel gibt den Experten von der "Irischen Wale und Delfin Gruppe" (IWDG) jedoch auf, was sie derzeit an den Stränden Kerrys boebachten: Dort strandeten in den vergangenen Tagen eine größere Anzahl Delfine an verschiedenen Stränden: Mehrere Große Tümmler (Bottlenose Dolphins) verendeten in der Bucht von Tralee, ein anderer bei Fenit und ein weiterer bei Camp auf der Dingle Peninsula. Die Delfin-Gruppe IWDG berichtet ausführlich auf ihrer Website , wo sie auch ein Strandungs-Logbuch unterhält.

Dem berühmtesten Delfin der Insel, Fungi aus Dingle (Foto), geht es derweil laut lokalen Berichten gut. Fungi ist ebenfalls ein großer Tümmler und nebenberuflich der größte Förderer des Tourismus auf der Dingle-Halbinsel im Westen Kerrys. Fungi hatte sich im Jahr 1984 aus unerfindlichen Gründen entschlossen, sich den Menschen anzuschließen. Seitdem lebt der Tümmler im Hafenbecken von Dingle und zieht jedes Jahr tausende Besucher an, die mit dem Tier schwimmen oder es zumindest vom Ausflugsboot aus beobachten wollen. Fungi scheint auch nach 25 Jahren noch immer Spaß an der Zirkusnummer zu haben und verweigert sich selten. Die Bürger von Dingle haben ihrem schwimmenden Glücksschwein schon vor Jahren ein glänzend-metallenes Denkmal gesetzt – direkt vor der Tourismus-Information.

Doch auch Fungi kann die Wirtschafts- und Tourismuskrise auf Dingle nicht bremsen: 20 Prozent weniger Gäste als im Vorjahr müssen die vom Tourismus verwöhnten Einwohner Dingles bislang verkraften. So setzen sie jetzt auf Haie: Das Oceanworld Aquarium, das jedes Jahr 100.000 Besucher in die Stadt lockt, hat gerade 100.000 Euro investiert und vier Sandtigerhaie (Carcharias taurus) aus Südafrika gekauft. Die 2,5 Meter langen Tiere mit den scharfen Beisserchen sollen wohlige Angst erzeugen und einige tausend zusätzliche Besucher ködern.
Foto: Dingle Oceanworld Aquarium

Die Straßen in Irland – ruhig und leer

Die Straßen im ländlichen Irland wirken in diesem Sommer ruhig, oft geradezu leer. Man sieht nur wenige Wohnmobile, wenige neue, in Dublin zugelassene Autos mit der kleinen gelben Hertz-Eins im Heckfenster und dem unsicheren, am Mittelstreifen klebenden Fahrer am Lenkrad. Es ist Feriensaison im Ferienland, doch der Insel droht ein schwaches, manche sagen ein schwarzes Tourismusjahr.

Den subjektiven Eindruck bestätigte jetzt das Central Statistics Office mit Zahlen: Im Mai ging die Zahl der Besuche im Land im Vergleich zum Mai 2008 um 18,4 Prozent zurück. Dass die Amerikaner Irland fern bleiben, hatte sich im vergangenen Jahr bereits abgezeichnet, nun allerdings schwächeln auch die Engländer (-22,0 Prozent) und die Kontinental-Europäer (-20 Prozent). Der Verband der Tourismusindustrie ITIC orakelt, dass am Ende jeder achte Besucher im Vergleich zum Vorjahr fehlen würde – unter dem Strich eine Million Touristen.

Was sagt man dazu? Kümmert Euch gut um die restlichen sieben Millionen Gäste aus dem Ausland, die die Insel in diesem Jahr trotz Wirtschaftskrise und weltweiter Unsicherheit besuchen. Macht Ihnen gute, preiswürdige Angebote, nehmt Abstand von Phantasiepreisen und Ripoff-Mentalität, schafft die Abflugsteuer ab und reduziert die hohen Fährpreise – dann wird das schon wieder.

Dienstag, 14. Juli 2009

Ein Schloss in tiefem Projektschlaf

Sie erinnern sich vielleicht an unsere Irland-Geschichte aus dem April: "Dunboy Castle Hotel. Willkommen im Haus Größenwahn". Die 50-Millionen-Hotel-Ruine auf der Beara Peninsula fungiert heute als Beton gewordenes Symbol des keltischen Tigerwahnsinns. Nur 30 Autominuten östlich schlummert derweil das alte Schloss von Glengarriff in tiefem Projektschlaf.

Auch "Glengarriff Castle", zwei Kilometer außerhalb des gleichnamigen Örtchens direkt an der Bucht von Bantry gelegen, sollte vor fünf Jahren noch der ganz große Tourismus-Knaller werden: Vier-Sterne-Hotel mit 94 Zimmern, tolle Shops, 18 Luxus-Appartments (Modellfoto oben) dazu. Fünf örtliche Geschäftsleute mit besten Drähten in die Politik brachten jeweils 15 Prozent an den 86 Acres historischen Bodens und an der alten Schlossruine aus dem frühen 19. Jahrhundert in ihren Besitz. Sie drückten gegen allerlei Widerstand eine Baugenehmigung durch.

Doch dann kehrte Ruhe ein auf dem Schlossareal, das ohne Übertreibung als einer der schönsten verwilderten Gärten in Südwestirland bezeichnet werden kann. Das Schloss stammt aus dem Jahr 1801: Colonel Simon White, der Bruder von Lord Bantry, und seine Frau Sarah bauten es mit Hilfe vieler irischer Hände und legten einen prächtigen Landschaftspark an, auf den selbst der preußische Lebemann Fürst Pückler-Muskau (der mit dem Eis...) erhabenste Loblieder sang.

Warum wurde aus "Glengarriff Castle" eigentlich kein zweites "Dunboy"? Die sechs Eigentümer warfen ihre "Gelddruckmaschine" offensichtlich ein wenig zu spät an und scheiterten bei der Suche nach Investoren, die ihnen erst einmal 30 Millionen Euro für das Grundstück bezahlt und dann das Hotel gebaut hätten. Der Traum vom ganz großen Geld erfüllte sich nicht und muss nun wohl für ein paar Jahre dem realistischen Wachzustand weichen. Inzwischen wird das Castle-Areal von Maklern für "nur" noch 20 Millionen Euro angeboten, auch dies scheint angesichts der wirtschaftlichen Lage in Irland ein reiner Phantasiepreis.


Die fünf geschäftssüchtigen Iren hatten das Schloss vor ein paar Jahren einem Deutschen abgekauft: Der hatte das Areal in den 80-ern günstig mit Masse aus dem Familienerbe erstanden, nachdem das Schloss-Hotel seinen Betrieb einstellte – und er ruinierte das Anwesen. Johann B. gilt heute als der Mann, der das Schloss herunterwirtschaftete. Er deckte das Dach ab, zerstörte den Dachstuhl, die Inneneinrichtung und sägte die wertvollen Bäume im Park im Dutzend um. Später tauschte der Schlossherr seine Unterkunft vorübergehend gegen eine Zelle in einem asiatischen Knast, um am Ende nach Deutschland in den Schoß der Familie zurückzukehren. Wie es ihm geht? Wir wissen es nicht. Finanziell jedenfalls hat er noch ein kleines Polster in Irland: 25 Prozent von Glengarriff Castle blieben bis heute in seinem Besitz.

Das 208 Jahre alte Glengarriff Castle könnte, als Landschaftspark mit restaurierter Schlossruine, neben Garinish Island zum Wahrzeichen der Region werden – wenn es historisch nicht zu englisch und als Spekulationsobjekt zu wertvoll wäre.

Montag, 13. Juli 2009

Irland wächst zu – Welcome To The Jungle

Was wir gerne unbedacht als "Natur" bezeichnen, ist zum größten Teil Kulturlandschaft – vom Menschen bearbeitete, frisierte, genutzte und oft missbrauchte Natur. Die typischen Bilder von der "Grünen Insel" - grüne Wiesen mit Schafen, saftige Weiden, offenes, baumloses Land – sie sind weitgehend das kollektive Werk der Bauern Irlands.

Die Bauern – so umweltsäuisch und tierquälerisch sie im Einzelfall sein mögen – haben das bekannte Gesicht Irlands, die liebliche Landschaft mit den 40 Shades of Green, durch landwirtschaftliche Nutzung in täglicher harter Arbeit geschaffen und gepflegt. Dass die Landwirtschaft auch auf der Insel in den letzten zehn, fünfzehn Jahren schwer in die Defensive geraten ist, kann man in der Landschaft lesen: Der "Look" Irlands wandelt sich rapide: Die schön gepflegte Landschaft verwahrlost zunehmend. Die Fläche der genutzten Weiden nimmt Jahr um Jahr ab. Die Landschaft wächst zu. Wo gestern noch Grasland war, wachsen heute Ginster, Farne und Brombeeren, gefolgt von Gagelsträuchern, Birken und Weiden.

Dass Irland unaufhaltsam zuwächst, ist für die Natur in Ordnung. Tiere und Pflanzen holen sich Tag für Tag Lebensraum zurück. Wir werden uns allerdings daran gewöhnen müssen, dass das Bild von Irland, wie wir es kennen, bald nur noch in unseren Köpfen existieren wird.

Einen Stich ins Herz der irischen Bauernschaft setzte die klamme Regierung in dieser Woche, als sie das Ende des REPS-Programmes verkündete. 62.000 irische Farmer nehmen an diesem Förderprogramm teil, das bäuerliche Umweltschutz-Maßnahmen jedes Jahr mit durchschnittlich 6.200 Euro pro Farm entlohnt. Rund 8000 Kilometer neue Einfriedungs-Hecken wurden durch dieses Programm zum Beispiel gepflanzt - eine ästhetische und ökologisch wertvolle Alternative zum Drahtzaun.

Das mit EU-Mitteln gepolsterte REPS-Programm war ein zögerlicher und nur unzureichender Versuch, die Bauern verstärkt als Landschaftspfleger einzusetzen. Auch damit ist nun Schluss. Kritiker meinen, die Fianna-Fail- Regierung hätte den Kontakt zur Basis jetzt vollends verloren. Für viele kleine Bauern bedeutet die Entscheidung, dass sie vollends in die Armut abrutschen.

Die Renaturierung der Insel nimmt ihren Lauf. Die Tourismus-Vermarkter von Fáilte Ireland können schon einmal neue Konzepte entwickeln. Welcome to the Jungle?

IMPRESSUM

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