Samstag, 31. Oktober 2009

Halloween in Irland – Blut, Suff und Tränen


Geschäfte brennen, Wohnhäuser stehen in Flammen, in den Straßen fackeln Autos ab, Polizei und Feuerwehr kämpfen nicht nur gegen die Feuer, sie werden von Vermummten mit Steinen beworfen und attackiert; mehr Verletzte als an jedem anderen Tag des Jahres werden in Krankenhäuser eingeliefert. Berichte vom Hamburger Schanzenviertel oder aus Berlin-Kreuzberg in der Walpurgisnacht? Falsch garaten: So wird heute nach Einbruch der Dunkelheit in Irlands Städten Halloween "gefeiert". So zumindest war es in den vergangenen Jahren und so erwarten es die "Sicherheitskräfte" heute.

Die keltische Vorfahren der Iren haben den Halloween-Brauch in vorchristlicher Zeit als Ritual für den Totengott Samhain mutmaßlich erfunden: Irische Auswanderer schleppten den Brauch der Toten-Verehrung in den 3oer-Jahren des 19. Jahrhunderts in den USA ein, von wo er sich in den letzten 50 Jahren unter Marketing-Einfluss wie ein Schweinegrippe-Virus in der westlichen Welt ausbreitete und letztlich auch Kontinental-Europa infizierte.

In das vom Celtic Tiger beherrschte moderne Irland kehrte die alte Tradition als Farce in pervertierter und gewalttätiger Form zurück. Vergesst die Prügeleien von Football-Fans nach den All-Ireland-Finals, vergesst die blutigen Bank Holiday Weekends: Halloween ist in Irland nun die geschäftigste Nacht für Polizei, Ambulanzen, Krankenhäuser und Feuerwehr. Betrunkene Kinder und Jugendliche, Brandwunden, schwere Verbrennungen und Augenverletzungen durch Feuer und Feuerwerke, Millionenschäden: Das Wort "Spuk" hat eine neue Bedeutung.


Verwirrte Seelen lassen sich seit einer Woche schon jeden Abend im Industriegebiet von Tralee in "The NightmareRealm" für zwölf Euro ängstigen und erschrecken. Im "Haus der Angst", einer auf Halloween getrimmten Freak- und Fratzen-Show, haben Menschen ab 16 Jahren Eintritt. Asthmatiker und Leute mit Herzschrittmachern müssen draußen bleiben. "Ireland´s first Scream House". Gruselig.

Im ländlichen Irland ziehen Kinder derweil noch immer ihre friedlichen Runden auf dem Süßigkeiten-Parcour durch die Nachbarschaft: "Trick or Treat" – "Gebt uns Süßes, sonst gibt´s Saures" heißt es heute abend wieder an tausenden Türen, und wer seinen Hund liebt, nimmt ihn ins Haus, bis die kleinen Geister sich wieder verzogen haben.


Freitag, 30. Oktober 2009

Elf Jahre vermisst – Was geschah an Silvester 1998 am Toe Head bei Skibbereen?


Bald jährt sich in Südwest-Irland zum elften Mal ein mysteriöser Fall, der bis heute nicht aufgelöst ist: Am 31. Dezember 1998 verschwanden am Toe Head, einige Kilometer südlich von Skibbereen, zwei junge Berliner spurlos: der 32-jährige Andreas Speich und die 21-jährige Diana Sehmeisch.*

Der Fall des seit elf Jahren vermissten Paares vom Toe Head erinnert auch an den ehemaligen SPIEGEL-Redakteur Dirk Koch. Die jungen Berliner hatten das Cottage des Journalisten (Foto) bewohnt, bevor sie verschwanden. Auf den Klippen des Toe Head fand ein Suchtrupp anfang Januar 1999 eine Jacke und einen Stiefel, wahrscheinlich Kleidungsstücke der Vermissten. Die offizielle Version von Polizei und Rettungsmannschaften wurde deshalb, dass die beiden Deutschen mutmaßlich von einer Welle ins Meer gespült worden und ertrunken seien. Gewissheit aber gibt es nicht.







Über das Verschwinden des Berliner Paares Ende 1998 schrieb die Berliner Zeitung am 11. Januar 1999:

"Suche in Irland bislang erfolglos. Berliner weiter vermißt.

Die Suche nach dem Berliner Pärchen an der irischen Küste südwestlich von Cork ist auch am Dienstag ohne Erfolg geblieben. Seit Sonnabend werden der 32jährige Andreas Sp(eich) und die 21jährige Diana S(ehmeisch) aus Prenzlauer Berg vermißt. Die Polizei in Dublin vermutet, daß das Pärchen von einer Welle an der Steilküste erfaßt und ins Meer gerissen worden sein könnte. Bisher jedoch gestaltet sich die Suche schwierig, da der starke Wind den Einsatz von Hubschraubern erschwert. Eine Sprecherin der Küstenwache sagte, daß die Suche trotzdem fortgesetzt werde.

Andreas Sp. hatte schon seit mehreren Monaten in Skibberen im Haus des Brüsseler "Spiegel"-Korrespondenten Dirk Koch gewohnt. Über Silvester war seine Freundin Diana S. zu Besuch gekommen. Aufgefallen war das Verschwinden, als der Journalist Dirk Koch am Sonnabend nach Dublin kam und eigentlich von beiden am Flughafen abgeholt werden sollte. Im leeren Haus fand Koch schließlich sowohl Gepäck des Pärchens als auch den Wagenschlüssel im Zündschloß.Ein Verbrechen schließt die Polizei bisher aus.

Kochs Brüsseler Korrespondentenkollege Winfried Didzoleit dementierte Gerüchte, nach denen Dirk Koch wegen eines "Spiegel"-Artikels über Agrarsubventionen in Irland vom September letzten Jahres erpreßt würde. Im "Spiegel" hatte Koch über irische Bauern geschrieben, die durch einen legalen Trick an hohe EU-Zahlungen gekommen waren. "Es gab zwar böse Briefe, doch von einer Erpressung war nie die Rede", so Didzoleit. Eine Boulevardzeitung hatte berichtet, daß Andreas Sp. wegen der Drohungen das Haus in Irland bewachen sollte. "Der junge Mann wohnte allerdings schon vor dem Artikel dort", so Didzoleit."


Der damalige Irland-Teilzeitresident Dirk Koch hatte im Jahr 1998 mit Irland-kritischen Berichten im SPIEGEL für Furore gesorgt. Er hatte als damaliger Büroleiter des SPIEGEL in Brüssel seine irischen Erfahrungen im Blatt thematisiert und sich damit auf der Insel einige Feinde gemacht.

Koch schrieb über die irischen Farmer und die Subentionen aus Brüssel: "Kein Bauernvolk versteht sich so meisterhaft auf das Absahnen von EU-Subventionen wie das der Iren. Auf der internen Neidtabelle des Bonner Landwirtschaftsministeriums steht es weit oben." Koch zitierte dabei auch Bauern, die er in West Cork selber befragt hatte, etwa so:


"Früher haben wir unser Geld mit der Produktion von Nahrungsmitteln gemacht", sagt Martin O. aus Castletownshend. "Heute verdienen wir es mit dem Ausfüllen von Subventionsformularen."

oder so:

. . . bezieht er seither im Jahr ein paar tausend Pfund an Beihilfen aus Brüssel. "Eigentlich nur dafür, dass ich auf meinem Hintern sitze und den Tieren zusehe."




Der Beitrag, der damals hohe Wellen bis hinauf in die irische Regierung schlug und zu diplomatischen Verstrickungen zwischen Deutschland und Irland führte, war am 21. September 1998 im SPIEGEL erschienen. Hier eine Leseprobe:



Dirk Koch (66) ist mittlerweile pensioniert und meldet sich gelegentlich noch als "Freier Publizist" zu Wort. Fragen wir ihn nach seinen Erinnerungen an die Vorgänge vor mehr als zehn Jahren und hoffen wir auf eine Antwort.



* Daran erinnerte gestern der irlandinside Blog, der die Spur des aktuell in Irland vermissten jungen Deutschen Thomas Muffke beschreibt. (Thomas hatte sich in einem Brief mit Suizid-Plänen nach Irland verabschiedet).

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Nichts ist wahrer als das Vorurteil:
Handwerker-Schelte in Zeiten der Krise


Kein Berufsstand wird derart mit negativen Vorurteilen überzogen und verächtlich gemacht wie der des Handwerkers (mit Ausnahme der Journalisten und Immobilienmakler vielleicht). Handwerker seien unpünktlich, schludrig und unzuverlässig, schimpft halb Deutschland. Irische Handwerker seien äußerst unpünktlich, äußerst schludrig und äußerst unzuverlässig, schimpfen Deutsche wie Iren in Irland. Das Schlimme an diesen schrecklichen Vorurteilen ist: Sie stimmen. (Und ja, jeder kennt auch Ausnahmen.)

In Irland herrscht eine nie gesehene Wirtschaftskrise. Auf dem Bau und im Bau regiert die Flaute, es gibt kaum Arbeit für Bauarbeiter und Handwerker. Die Idee, dass es deshalb leicht sei, einen Klempner, Elektriker oder Heizungsinstallateur für einen kleineren häuslichen Auftrag zu begeistern, liegt nahe. Ist aber falsch. Irische Handwerker bleiben unzuverlässig, unpünktlich und schludrig. Der Grund: Die meisten Chefs haben in den vergangenen Monaten massiv Personal entlassen und arbeiten nun auf niedrigem Auslastungsniveau nach dem bewährten Muster: Ein Kunde, der nicht mindestens dreimal in derselben Angelegenheit nachbohrt, kann es mit dem Auftrag gar nicht ernst meinen.

Was die Qualität der Arbeit angeht, zwei kleine, aktuelle Schlaglichter:

Nachdem der Klempner-Gehilfe trotz stundenlanger Versuche an derAufgabe scheiterte, den Abfluss an einem Waschbecken zu reparieren, wartete der Chef mit einer sensationellen Innovation auf: einem auf Knopfdruck reagierenden Chrom-Stöpsel. Man war begeistert, zumindest drei Tage lang, danach lahmte der viel verprechende Turbo-Stöpsel. Ganz im Vertrauen verriet der Boss auf Anfrage, dass er dasselbe Problem im eigenen Haus auch hat. Welcher Kunde hat so viel Trost auf einmal verdient?

Herrschte bis vor zehn Jahren auf dem Baustoffmarkt in Irland der Mangel vor, so hat der bauwütige Keltische Tiger doch für einige Angebotsvielfalt gesorgt und die Verfügbarkeit moderner Baumaterialien stark verbessert. Die Produktkenntnis der Handwerker (wie auch der Verkäufer in den Baumärkten) konnte mit der Innovationsschwemme allerdings nicht annähernd Schritt halten. So muss sich eine Menge Halbwahres, Halbgares oder gar Unwahres anhören, wer so "exotische" Materialien wie eine Dämmfolie oder eine Dampfsperre kaufen will. Da Häuser in Irland nur selten mit Hilfe sachkundiger Architekten gebaut werden, werden auf die verkürzte Lebensdauer vieler falsch konstruierter Gebäude gerne Wetten angenommen.

Und wo, Wanderer, bleibt mal wieder das Positive? Tja, die Phantasie-Preise vergangener Jahre sind tatsächlich Vergangenheit. Mit dem irischen Handwerker kann man heute wieder über alles sprechen – auch über den Preis.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Nichtrauchen schadet den Staats-Finanzen.
120 Millionen Zigaretten wechseln Besitzer

Nichtraucher werden mit dem neuen Programm des Irischen Finanzamts?

Einen scheinheiligen Beitrag zur Entwöhnung irischer Raucher leistete gestern die Zollbehörde auf der Insel: Sie beschlagnahmte 120 Millionen Zigaretten, die mit einem deutschen Schiff in Greenore, County Louth, von den Philippinen nach Irland geschmuggelt worden waren. Zoll und Polizei feierten den Zugriff als größten Fahndungserfolg gegen den Zigarettenschmuggel in Irland, ja vielleicht in Europa.

Die nikotinöse Ware war gut unter Tierfutter versteckt; dumm nur, dass die Behörden die "MV Anne Scan" schon seit dem Auslaufen auf den Philippinen im Vollvisier hatten. Die irische Einsatztruppe nahm zwei Osteuropäer und sieben Iren fest, die sich auf den Weg gemacht hatten, die Ware auf der Insel zu lagern. Die Zigaretten waren für das Weihnachtsgeschäft in Irland bestimmt und haben einen Schwarzmarkt wert von 50 Millionen Euro.

Die Schwarzmarkt-Kippen der Marke "Palace" werden irischen Raucherlungen nun fehlen – dafür dürfen die Eigentümer der teerschwarzen Organe mit jedem Atemzug und mit legalem Stoff helfen, die desolaten Staatsfinanzen aufzubessern: Der größte legale Drogendealer des Landes, die irische Finanzbehörde, gab bekannt, dass der Zugriff dem Staat rund 40 Millionen Euro an Steuereinnahmen gerettet hat. Denn geraucht wird der Tabak allemal – egal ob schwarz oder besteuert. Na dann, lasst qualmen, es ist ja für einen guten Zweck. Irische Raucher dürfen Zug um Zug das Staatsdefizit weginhalieren – während deutsche Trinker schluckend die Welt und den Regenwald retten.

Foto: www.smokefree.org

Dienstag, 27. Oktober 2009

Update:
Die dunkle Seite der Cliffs of Moher

Update: Mattie Shannon hat geantwortet und Auskunft gegeben.

Die unverfängliche Frage, ob die "Cliffs of Moher" um 17.30 Uhr noch "offen" hätten, lösten bei der Verkäuferin im Fähr-Shop von Killimer, County Clare, schwere Besorgnis aus: Wir sollten auf alle Fälle warten, bis das Cliffs Visitors Center am kommenden Tag wieder öffnet und wir dürften keinesfalls auf eigene Faust den Weg zu den über 200 Meter hohen Klippen suchen. Das sei lebensgefährlich und deshalb nicht empfehlenswert. Dann wusste die junge Frau ihre Erzählung noch mit einer satten Zahl zu würzen: "Jedes Jahr stürzen an den Cliffs of Moher rund zehn Menschen von der Steilküste und kommen ums Leben."

Ein interessante und gleichzeitig erschütternde Zahl, die in der offiziellen Reiseliteratur nicht vorkommt. Ist das die tabuisierte dunkle Kehrseite der Klippenromantik? Welcher Irlandreisende wäre nicht selber schon tatsächlich oder zumindest in Gedanken auf eigene Kappe an den Klippenrand des größten irischen Naturwunders gerobbt, um gebannt in den tosenden Abgrund zu schauen – vor allem in Zeiten, als die "Great Wall of Moher", die touristische Festungsanlage auf der Steilküste zur Lenkung der Besucherströme, noch nicht existierte.

Wir recherchieren ein wenig und werden fündig bei der Doolin Coast Guard. Sie ist immer dann gefordert, wenn sich Touristen an den Cliffs überschätzen, wenn sie den tückischen Wind unterschätzen oder wenn SelbstmöderInnen den letzten Schritt über den Klippenrand tun. Auf der Website der Küstenwache liest man dann kurze Einsatzberichte wie diesen aus dem September 2009:

Incident 36/09. At 14.36, Doolin Coast Guard Unit was tasked by MRCC , Valentia , to go to The Cliffs of Moher. There had been a report that a person had fallen from the cliffs. The team assembled and launched the Delta rib. The Shannon Coast Guard Helicopter had also been tasked and on arrival at the scene they recovered the body from the water.


Wie viele Menschen jedes Jahr an den Cliffs of Moher unfreiwillig oder aus freien Stücken ihr Leben lassen, haben wir nicht in Erfahrung bringen können. Wir fragten Mattie Shannon, den Area Officer des Rettungsteams von Doolin, und er antwortete heute:

Hi Markus.
I am the Officer in Charge of the Doolin unit of the Irish Coast Guard. To answer your question, on average we recover approximately four to five persons, a year who may have fallen or what ever off the Cliffs of Moher. All of these would have been outside the designated visitor area patrolled by the rangers. Hope this is of some use to you.
Is Mise
Mattie Shannon

Klartext also: Vier, fünf Menschen gehen an den Cliffs jedes Jahr über die Klippen. Und alle Unfälle ereigneten sich außerhalb der ausgewiesenen überwachten Besucherzone. Thanks, Mattie.

Fotos: Courtesy Doolin Coast Guard

Die Volks-Fähre Julia startet am 1. März 2010 zwischen Cork und Swansea


Noch 125 Tage, dann wird es wieder eine Fähre zwischen Cork, Irland, und Swansea (Wales) geben. Am 1. März 2010 wird die "Julia" die seit 2006 ausgesetzte Fährverbindung wieder aufnehmen. Das 1982 gebaute Schiff gehört einer Kooperative in West Cork und wird deshalb auch "The People´s Ferry" genannt. Weil Behörden und Big Business am Neustart der Fähre kein Interesse hatten, organisierte eine Handvoll Leute aus West Cork die Finanzierung des Projekts. Die Kooperative, die die Fähre unter der Marke "Fastnet Line" betreiben wird, besteht aus mehreren hundert Anteilseignern. Sie hat die Julia in Skandinavien für 7.5 Millionen Euro gekauft und bereitet nun den Start am 1. März vor.

Hoffen wir, dass dieser volkseigene Genossenschaftsbetrieb auf die Beine kommt, wirtschaftlich arbeitet und seine Ziele erreicht: Die Fähre soll Touristen und Warenströme vom Kontinent und aus Großbritannien in den Süden und Südwesten Irlands bringen und damit die regionale Wirtschaft stärken. Zur Absicherung der Fastnet Line muss die Coop allerdings weitere 2,5 Millionen Euro sammeln, und vor allem: Das Reservierungs- und Buchungsmanagement-System muss so schnell wie möglich online gehen. Denn noch immer gibt es auf der Website www.fastnetline.com keine Möglichkeit, einen Trip zu buchen.


PS: Wer die Volks-Fähre Julia anschauen will: Sie hat im Hafen von Cork an Horgan´s Quay im Herzen der Stadt angedockt und kann in den Abendstunden besichtigt werden.



Hier einige Details über Fastnet Line und die MS Julia, zusammengestellt von Fastnet-Line-CEO Tom Barrett.

  • The service begins on 1st March 2010 - and is planned to operate year-round - for convenient travel both in and out of season.

  • Saves you 600km (375 miles) driving on a round trip and connects Cork direct to the M4 motorway (with hassle-free access to London, the south-west and the midlands)

  • Sailings between Cork & Swansea planned six nights a week, with additional sailings during peak periods and for special events.

  • Overnight sailings departing at 21.00 & arriving 07.00 next day - so you arrive relaxed and ready to continue your holiday or onward journey.

  • Efficient, straightforward on-line booking system (coming soon) - so you don't have to spend hours 'on hold' waiting for an operator.

  • Over 300 Cabins and ample 'Pullman' seating, for a comfortable, relaxing trip

  • Capacity for 1,860 passengers, 440 Cars, 40 Trucks - plenty of room for commercial and leisure travellers alike

  • Extensive selection of Bars, Restaurants, Shopping, Cinema and Kids Area on board - not just a ferry crossing - more of a mini-cruise - your holiday starts the moment you get on-board!

  • Julia is currently docked in Cork City at Horgan's Quay preparing for initial sailing - if you're in the area, come and see her from the quayside - she's impressive!

  • The Julia and Fastnet Line are owned by a co-operative of small investors - we aim to be the most customer-focused ferry service on the Irish Sea.

  • Visit the website for more information, to pre-register, to give us your comments and suggestions or to find out about partnering opportunities for Travel Agents and Group organisers with Fastnet Line

  • Contact Fastnet Line info@fastnetline.com


Montag, 26. Oktober 2009

Jung-Bauern-Guru fordert:
Schluss mit den Traktor-Protesten

2000 Jungbauern und -bäuerinnen feierten am Wochenende in Bantry, West Cork, so etwas wie Erntedankfest: Beim Jahreskongress von "Macra na Fairme", der Jungbauernorganisation Irlands, bilanzierten die Nachwuchsfarmer ein schwieriges Landwirtschaftsjahr und tranken auf die Früchte ihrer Arbeit. Ja, und gestritten haben sie sich dann auch noch kräftig: über die aktuellen Bauernproteste, die Traktorenkolonnen, die derzeit den Verkehr in irischen Städten zum Erliegen bringen. Die Trecker-Krieger wollen darauf aufmerksam machen, dass "das Einkommen der irischen Farmer in den vergangenen zwei Jahren um 35 Prozent geschrumpft" sei.

Während die Jungbauernführung Ziel und Form der sogenannten "Tractorcades" gutheißt, halten smarte Junior-Farmer den Ruf nach Subventionen und Protektion für ausgemachten Unsinn. Die irische Farmer-Lobby, in der EU traditionell bekannt für meisterliches Subventions-Rittertum, kämpft in schwieriger Zeit mit den altbekannten Waffen und lässt die Traktoren rollen. Das aber stört junge Pragmatiker wie Adrian van Blysterveldt. Der aus Neuseeland stammende Bauern-Guru für Graslandnutzung fragte die Jungbauern in Bantry sinngemäß: Warum hofft Ihr auf Sympathien, wenn ihr mit Euren luxuriösen Hochleistungstraktoren in beheizten Fahrerkabinen durch die Städte fahrt und die Hand aufhaltet? Ihr blockiert dort die Straßen für Leute, die Mühe haben, sich ein 1000-Euro-Auto zu kaufen und die um ihren Job bangen oder gar keinen mehr haben.

Auch der Herr der Milchkühe, der aus Cork stammende Milchbauer Michael Murphy, der auf vier Kontinenten eine Herde von 30.000 Kühen melken lässt, warf den Verbandfunktionären Kurzsichtigkeit vor. Die Blockaden für den schnellen Euro müssten aufhören. Statt dessen forderte Murphy Langzeitstrategien.

Die beiden Aufrührer, die manchen selbstzufriedenen Jungbauern ins Grübeln brachten, sagten auch, wo die Zukunft der irischen Landwirtschaft liegt: In kaum einem Land wächst das Gras so gut, nahrhaft und schnell wie in Irland. Irische Farmer können deshalb äußerst kostengünstig Milch produzieren, weil auf teures Kraftfutter weitgehend verzichtet werden kann.

Der neuseeländische Milchbauern-Guru zeigte den irischen Traktor-Protestanten die Richtung: Ab in den Stall, Ärmel hochgekrempelt, die Farm vergrößert, das Grasland kultiviert, die Kosten optimiert – und schon rollt der Euro wieder. Es lebe das Rindvieh und der wundervolle Vorgang, der grüne Zellulose in ein köstliches weißes Getränk verwandelt.


Fotos: Massey Ferguson; Eliane Zimmermann

Eigentum – wie eigentümlich.

Fünf Fotos aus Irland. Fünf Gedanken über EIGENTUM.

Der Nasenring – Du gehörst mir, Du hörst auf mich, oder.

Heute die Wolfspfote, die Urwaldpflanze, das Saatgut. Morgen der Mensch und seine Organe. Patent- und Markenrechte beflügeln die Gier der Gegenwärtigen. Sie definieren die Vorstellung vom Eigentum neu. Bislang unpatentierte Pferdeschnauze auf Inis Oirr.

"Die Vorstellung, man könne Berge und Seen besitzen, ist für manche indigene Völker unverständlich und irrational." Eigentums-definierende und beschreibende Mauern auf Inis Oirr.

Markenrechte auf die Morphologie der Natur? Versteinerte Muscheln und Blätter im Kalkfelsen von Inis Oirr (zum Vergrößern anklicken). Wir besitzen in der kurzen Zeitspanne, in der wir Gegenwart sind. Zwischen Vergangenheit und Zukunft.


Mein Haus? Mein Boot? Mein Pferd! Eigentum an Produktionsmitteln. Touristen-Kutscher mit Kutscherpferd auf Inis Oirr.

Leser fragen - Leser antworten

Joachim fragt uns um Rat.
"Was geht in Cleggan, was auf Inishbofin?"

"Vor zwei Jahren war ich auf Inishbofin und habe gesehen, dass dort ein Flughafen gebaut wird. Als ich dieses Jahr in Clifton war und mal nach dem Flughafen nachgefragt habe wurde mir erzählt, der sei nun fertig. Da der aber wenig frequentiert sei, wolle man nun auch noch einen Flughafen in Cleggan bauen von wo aus dann nach Inishbofin geflogen würde. Damit glaubt man das neu gebaute Wellness-Hotel in Inishbofin besser auslasten zu können und außerdem sei ein Flughafen in Cleggan auch notfalltechnisch (man kann Verletze schneller aus Inishbofin ausfliegen) sinnvoll. Diesen Sinn bezweifele ich, da Hubschrauber im Rettungseinsatz von Inishbofin aus wohl schneller das Krankenhaus in Galway erreichen als die Kombination Flugzeug / Krankenwagen ab Cleggan. Ein wenig erinnert die Geschichte an die Schildbürger und ich kann es kaum glauben. Könntest du vielleicht mal recherchieren ob das wirklich so ist und dazu einen Blog veröffentlichen?"



Antwortet bitte im Kommentarfeld. Danke. Der Wanderer

Sonntag, 25. Oktober 2009

Warum ist er eigentlich immer noch hier?

Das sind die großen Fragen der Philosophen: Wer bin ich? Was soll ich tun (wie soll ich handeln)? Was ist das Leben? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Nach Irland imigrierte Alltagsphilosophen stellen über diese existentiellen Brecher gerne noch die Fragen aller Fragen: Gibt es einen Gott - neben mir? Und: Wieso bin ich hier? Genauer: Warum bin ich eigentlich immer noch hier?

Gerade durften wir es wieder lesen. In der "Nabelschau mit Herrn Schlau". Eine befriedigende Antwort allerdings bleibt der schlaue Blogger schuldig, neugierige Leser müssen sich mit Brosamen begnügen: Weil er faul sei (zu faul zum Umziehen) und eigentlich ganz zufrieden in seinem cavanesischen Dorf. (Unerwähnt bleiben zum Beispiel die lecker Beerchen am Wegesrand und die schönen Schnäppchen in Nordirland.)

Das wirft für ihn und für alle, die sich in derselben oder in einer ähnlichen Lage befinden, die banale Frage auf: Reicht das, um zu bleiben? Ist das genug für die nächsten zehn, 20 oder sogar 30 Jahre noch? Eigentlich... vielleicht. Sechs Meta-Gründe fürs Bleiben bis der Arzt kommt:

1. Auf der anderen Seite des Zauns ist das Gras immer grüner: Wer die andere Seite schon kennt, weiß, dass es nicht auf die Schattierungen des Grüns und nicht auf die Seite ankommt, auf der man steht.

2. "Near a tree by a river there's a hole in the ground where an old man of aran goes around and around and his mind is a beacon in the veil of the night for a strange kind of fashion there's a wrong and a right but he'll never, never fight over you." (Nik Kershaw)

3. S... mit R... kann ich mir an jedem Ort der Welt kochen (oder vorstellen, es zu kochen oder gekocht zu haben).

4. Wenn es einen substantiellen Grund gibt für das Hiersein: Er ist auch der Grund für das Hierbleiben. Veränderungen spielen sich oft nur an der Oberfläche ab.

5. Das Konzept von Heimat löst sich vom Ort: Heimat ist ein Gefühl der Geborgenheit im Seeleninneren. Diese Heimat ist mobil.

6. Das Konzept des Fremden genauso: Wo ich fremd bin, wärme ich mich am gemütlichen Feuer der mobilen Heimat und mache mich gleichzeitig vertraut mit dem Fremden, was das Fremde vertraut werden lässt.

Encore: Irland ist geil – wenn auch nicht cool in diesen Tagen.

Samstag, 24. Oktober 2009

Die dunkle Seite der Cliffs of Moher

Die unverfängliche Frage, ob die "Cliffs of Moher" um 17.30 Uhr noch "offen" hätten, lösten bei der Verkäuferin im Fähr-Shop von Killimer, County Clare, schwere Besorgnis aus: Wir sollten auf alle Fälle warten, bis das Cliffs Visitors Center am kommenden Tag wieder öffnet und wir dürften keinesfalls auf eigene Faust den Weg zu den über 200 Meter hohen Klippen suchen. Das sei lebensgefährlich und deshalb nicht empfehlenswert. Dann wusste die junge Frau ihre Erzählung noch mit einer satten Zahl zu würzen: "Jedes Jahr stürzen an den Cliffs of Moher rund zehn Menschen von der Steilküste und kommen ums Leben."

Ein interessante und gleichzeitig erschütternde Zahl, die in der offiziellen Reiseliteratur nicht vorkommt. Ist das die tabuisierte dunkle Kehrseite der Klippenromantik? Welcher Irlandreisende wäre nicht selber schon tatsächlich oder zumindest in Gedanken auf eigene Kappe an den Klippenrand des größten irischen Naturwunders gerobbt, um gebannt in den tosenden Abgrund zu schauen – vor allem in Zeiten, als die "Great Wall of Moher", die touristische Festungsanlage auf der Steilküste zur Lenkung der Besucherströme, noch nicht existierte.

Wir recherchieren ein wenig und werden fündig bei der Doolin Coast Guard. Sie ist immer dann gefordert, wenn sich Touristen an den Cliffs überschätzen, wenn sie den tückischen Wind unterschätzen oder wenn SelbstmöderInnen den letzten Schritt über den Klippenrand tun. Auf der Website der Küstenwache liest man dann kurze Einsatzberichte wie diesen aus dem September 2009:

Incident 36/09. At 14.36, Doolin Coast Guard Unit was tasked by MRCC , Valentia , to go to The Cliffs of Moher. There had been a report that a person had fallen from the cliffs. The team assembled and launched the Delta rib. The Shannon Coast Guard Helicopter had also been tasked and on arrival at the scene they recovered the body from the water.


Wie viele Menschen jedes Jahr an den Cliffs of Moher unfreiwillig oder aus freien Stücken ihr Leben lassen, haben wir nicht in Erfahrung bringen können. Wir fragten Mattie Shannon, den Area Officer des Rettungsteams von Doolin, und hoffen auf eine offene Antwort.

Fotos: Courtesy Doolin Coast Guard

Wettbewerb: "Mein lustigstes Irland-Foto"

Irischer Sonntag. Ausflug auf dem Traktor-Oldie. Foto: Eliane Zimmermann

Vorsicht, Eigenwerbung! Auch im Jahr 2010 werden drei erlebnisreiche Wanderwochen mit Wanderlust und dem Wanderer im Südwesten Irlands stattfinden:

"Mit erfahrenen Führern und Erzählern die Berge und Strände Irlands kennen lernen. Eine Woche Berg- und Strand-Wandern. Irland von seiner schönsten Seite erleben. Aktivferien im faszinierenden Südwesten: Beara Way, Sheeps Head, Mizen Peninsula, Kerry und Caha Mountains und am Atlantik. Eine Woche Bewegung, Entspannung, Natur pur. Kompetente Führung in deutscher Sprache." Die Termine 2010:

1. bis 8. Mai 2010
31. Juli bis 7. August 2010
4. bis 11. September 2010

Auch 2010 gibt es eine kostenlose Teilnahme an der Wanderwoche in Irland zu gewinnen. Wir suchen das witzigste, lustigste Irland-Foto. Wer teilnehmen will, schickt uns einfach sein lustigstes Foto mit Bezug zu Irland ( per E-Mail an info @ wanderlust.ie ) und ist einverstanden, dass das Foto auf diesem Irland-Blog veröffentlicht wird. Der Gewinner nimmt kostenlos an der Wanderwoche vom 1. bis 8. Mai in Glengarriff, West Cork teil. Mehr informationen gibt es hier: Wanderwochen 2010 mit dem Wanderer.

Der Wanderer hat bemerkt, dass in seinem umfangreichen Irland-Photoarchiv eines fehlt: Lustiges. Er ist jedoch nach den ersten Einsendungen ziemlich sicher, dass die LeserInnen dieses Irland-Blogs die Humor-Lücke mit einem Lächeln und einem guten Photo spielend füllen werden.
__________

* Die Teilnahme an der Wanderlust-Wanderwoche in Irland kostet bei normaler Bezahlung 399 Euro. Der Gewinner mit dem besten= lustigsten Irland-Motiv nimmt umsonst teil. (Dem Gewinner bleiben als Kosten An- und Abreise nach Glengarriff, West Cork und ein Eigenanteil an den subventionierten Unterkunftskosten im Doppelzimmer Bed&Breakfast von 25 Euro pro Nacht). Der Gewinner wird aus den zehn besten Motiven ausgelost. Alles streng neutral natürlich. Einsendeschluss ist der 20. Dezember 2009. Die Teilnahme gilt für die Wanderwoche vom 1. bis 8. Mai 2010.

Freitag, 23. Oktober 2009

Die Wolfshaut frisst Kreide, oder:
Senf-Gelbe Karte für Jack Wolfskin

Der Fall ist gelöst, Jack Wolfskin hat heute kapituliert und den Rückzug angetreten. Hier dennoch die ganze Geschichte:

Es gibt kein Vertun, wer in Irland wandert, trägt wetterfeste Kleidung – im Zweifelsfall bei sich, im Ernstfall am Körper. Wenn sich Gäste auf eine Irlandwoche vorbereiten oder wenn der Wanderer unterwegs mit Wanderfreunden fachsimpelt, ist natürlich die Frage der Ausrüstung und der richtigen Bekleidung immer ein wichtiges Thema. Die einen schwören auf die Softshells von Lowe Alpin, andere auf Funktionswäsche von Berghaus, wieder andere auf die Fleeces von Mammut– die deutschen Wanderer fallen durch eine gewisse Neigung zu Vaude und vor allem zu Jakob Wolfshaut auf. Die Produkte des weltweit präsenten deutschen Outdoors-Ausrüsters Jack Wolfskin sind bei den Germanen beliebt und gelten - bisweilen völlig zu Unrecht – als qualitativ hochwertig.

Die einst ganz klein gestartete Firma aus Idstein im Taunus, die sich über viele Jahre hinweg ein tolles Image als zuverlässiges, ehrliches, naturverbundenes Unternehmen mit Herz und hervorragenden Produkten aufgebaut hat, ist gerade dabei, seinen fabelhaften Ruf zu ruinieren. Anfang Oktober ließ die Saubermann-Firma ihre Anwälte von der Leine, um reihenweise hausarbeitende Hausfrauen abzumahnen. Die Hobby-Handarbeiterinnen mit Künstlerinnennamen wie "fliegenpilzle" (Foto, mit Hund Bruno) oder "Dasaba", die Unikate im Onlineshop DaWanda anbieten, hatten es gewagt, selbstgenähte Kreationen mit Katzenpfoten zu verzieren. Jack Wolfskin wirbt mit dem Signet einer stilisierten Wolfspfote und sieht nun seine Markenrechte verletzt – von kreativen Bastlerinnen, die in ihrer Freizeit Selbstgehäkeltes, Genähtes und Gestricktes herstellen. Hoho.

Wem Jack Wolfskin derzeit mit Abmahnungen das Leben schwer macht, wo man Hintergründe über die dümmliche Abmahns-Strategie der Wolfshäute findet und was man dagegen tun kann, hat die Wanderesse aufbereitet. Sie hat auch ihrem Unmut Luft gemacht und aus Protest eine Textilie des Unternehmens mit dem Pfoten-Logo im heimischen Ofen verbrannt (Foto).


Der Wanderer meint: Auf die schwächsten Glieder im Markt einzudreschen, bringt keine Sympathiepunkte und schadet der Marke "Jack Wolfskin" empfindlich. Jack Wolfskin wird, wie andere renommierte Firmen zuvor, am Ende zu Kreuze kriechen und sich bei der wütenden Blogger-und Kunden-Community, die längst Boykotts und Widerstand organisiert, entschuldigen. Das alles hätte Jack wissen können, bevor er die Wölfe von der Leine ließ. Auch der Wanderer wird bis auf Weiteres in seinen Gesprächen nach der Devise handeln: "Let´s keep the wolf – and Jack Wolfskin – from the door." Keine Empfehlungen mehr für ein Unternehmen, das sich nicht nur dumm sondern auch krass daneben benimmt.


Der Werbeblogger, ein Fach-Blog für Kommerzielle Kommunikation, hat das gelbe Markenzeichen von Jack Wolfskin (links) ganz nett als "Senf-Flecken, die aus einem Karussel auf den Asphalt tropften" beschrieben. Rechts die Pfote der Katze eines britischen Designers, der für die Verwendung des Signets ebenfalls abgemahnt wurde.


PS vom 23. Oktober:
Na also, geht doch. Jack Wolfskin frisst Kreide und zieht den Schwanz ein. Focus meldet heute nachmittag:

«Jack Wolfskin musste einen PR-Gau befürchten. Geschäftsführer Manfred Hell erklärt nun, der Konzern nehme die Kritik der Kunden ernst – und „zum Anlass, unser Vorgehen kritisch zu hinterfragen“. Die beanstandeten Fälle seien erledigt, weil sie von der Dawanda-Homepage genommen wurden. Alle Kosten sollen erlassen werden. Auch in Zukunft will der Outdoor-Ausrüster anders reagieren: Er werde „sein Vorgehen in Fällen von kleingewerblichen Angeboten verändern“. Auf anwaltliche Schritte soll verzichtet werden, stattdessen wolle man selbst Kontakt mit den Anbietern aufnehmen. Zudem sollten Kostenforderungen ganz vermieden werden.»

Merkwürdig nur: Das hätte der Klamotten-Wolf vorher wissen können. Blogger derart dümmlich anzugreifen, geht heutzutage meistens schief. Merkwürdig auch: Im Pressebreich auf der eigenen Website markiert das Unternehmen immer noch den dicken Max und schafft es bis Freitagabend nicht, die überkommene Nachrichtenlage vom Dienstag, 20. Oktober, zu aktualisieren.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Scheitern als Chance - Irland und die Niederlage


Die Plassey - eine irische Allegorie.

Scheitern als Chance. Das irische Volk ist seinen Niederlagen und Katastrophen wärmstens und eng verbunden. Wie kaum ein anderes Land hält Irland die Erinnerung an die unerfreulichen Ereignisse der Geschichte wach – manche sagen, weil es in den vergangenen 800 Jahren so wenig erfreuliche Anlässe von historischer Relevanz gab. Ob "The Battle of the Boyne", "The Flight of the Earls" oder "The Great Retreat" – geradezu mit Wonne zelebriert Irland 300 und 400 Jahre alte historische Niederlagen als wären es Siege gewesen.

Auch der Umgang mit Katastrophen aller Art ist eine irische Spezialität. "Disaster" wie die von Terroristen verantwortete Explosion einer Air India Boeing im Jahr 1985 vor der irischen Küste, oder die Explosion des Öltankers Betelgeuse im Jahr 1979 vor Whiddy Island werden Jahr um Jahr andächtig und mit großen Aufwand erinnert.

Wrack der Plassey am Felsenstrand von Inis Oirr

Als besondere irische Spezialität darf die akribische Erinnerungsarbeit und Aufarbeitung der in die Hunderte gehenden maritimen Katastrophen vergangener Jahrhunderte sein. Beeindruckend etwas die Sammlung aller am Mizen Head gescheiterten Schiffe, die im Besucherzentrum am südwestlichen Ort der Insel studiert werden kann; oder die Sammlung von Mick O´Rourke aus Ennis, der im Internet eine allgemein zugängliche Datenbank über Schiffswracks in Irland betreibt. (Nicht zu reden von den Berichten über das Scheitern der großen Spanischen Armada im Jahr 1588 vor der Westküste Irlands – einem Debakel, dem manche zu Unrecht die mediterrane Ausstrahlung mancher Iren zuschreiben.)

Brannte das Licht im Leuchtturm von Inisheer in jener Nacht des 8. März 1960?

Sich an Katastrophen zu erinnern, um aus Katastrophen zu lernen, kann natürlich auch ein guter Ansatz sein, um die gegenwärtige Wirtschaftskrise im Gefolge der Celtic-Tiger-Orgie zu bewältigen. Diese Gedanken gingen dem Wanderer zumindest durch den Kopf, als er kürzlich zum Wrack der MV Plassey am Carraig na Finise auf der Aran-Insel Inisheer (Inis Oirr) zurückkehrte. Er hatte den auf der Felsenküste gestrandeten Frachter für sich entdeckt, als U2 gerade eine Rockband wurde: im Jahr 1979. Die Plassey lag damals 19 Jahre auf der Insel vor der Küste Doolins und Galways. Sie war am 8. März 1960 im Sturm vor der Insel auf Grund gelaufen und später an den Felsenstrand von Inisheer gespült worden. Die elf Besatzungsmitglieder wurden gerettet, der Frachter aufgegeben. Er rostet seitdem oberhalb der Hochwassermarke vor sich hin.

Noch heute erzählen sich die Insulaner die Geschichte der Plassey – und es ist nie eine eindeutige: verschiedene Versionen wollen wissen, dass in jener Nacht im März 1960 der Leuchtturm auf Inisheer nicht funktionierte, oder dass die Plassey-Eigentümer bestens versichert waren, oder aber, dass es sich um einen normalen Unfall gehandelt habe. Wie auch immer: Im kommenden Jahr, am 8. März 2010, jährt sich die Havarie der Plassey zum 50. Mal. Das eiserne Gefährt wird dann 50 Jahre Gast auf Inisheer sein – Grund genug für eine denkwürdige Feier und eine zünftige Party?

A hole to see the sky through (© Yoko Ono). Detail der Plassey.

Die Plassey ist in Irland eine nationale Berühmtheit: Sie wird im Vorspann der 90er-Jahre-TV-Sitcom "Father Ted" gezeigt, die in Irland bis heute Kultstatus genießt. Die Insel Inisheer wird mit der fiktiven Craggy Island assoziiert, der Pfarrgemeinde von Father Ted und seiner zwei Kollegen.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Irland ist nicht das Land des Lächelns
und Freundlichkeit will wieder gelernt sein


Irische Gastfreundschaft und die Freundlichkeit von Irinnen und Iren sind legendär. Ganze Generationen von Irland-Urlaubern haben vom sympathischen irischen Charakter geschwärmt. Schade nur, dass sich der nette Paddy und die freundliche Mary im wirklichen Leben im Jahr 2009 so selten blicken lassen.

Wer ein paar Tage in Irland unterwegs ist, kommt zwangsläufig mit vielen Menschen zusammen: Auf der Straße, im Restaurant, im Hotel, im Pub, an der Tankstelle und überall dort, wo Freizeitangebote gemacht werden. Der Wanderer reiste gerade ein paar Tage durch das Land – und traf im Service viele freundliche Menschen. Polen und Polinnen, die "den freundlichen Iren" bis zur Perfektion verinnerlicht haben. Amerikanerinnen, deren Freundlichkeit fast schon nicht mehr zu ertragen ist. Nette Leute aus dem Baltikum, die sich alle Mühe geben. Menschen aus Asien, die auch in der Hektik immer die Contenance und Freundlichkeit bewahren.

Auch Irinnen und Iren arbeiten mittlerweile wieder in der Hospitality-Industrie, und ja, wir haben nette, freundliche, zutiefst sympathische und service-gewandte Insulaner getroffen. Erschreckend viele Einheimische arbeiten jedoch offensichtlich am Nachweis der Behauptung, dass sich Freundlichkeit nicht verordnen und auch nicht mit Löffeln einnehmen lässt. Starre Minen, wenig Freude an der Arbeit, kaum Kommunikation mit den Gästen, in die Miene eingegrabener Widerwillen. Vor allem den jungen Leuten von der Insel scheint ein Lächeln schwer zu fallen.

Zwar ist es gefährlich, persönliche Eindrücke zu verallgemeinern. Dennoch soll es hier getan werden, zumal auch irische und englische Freunde, die in diesem Jahr im Land unterwegs waren und unliebsame Erfahrungen mit unfreundlichem, garstigem, oder desinteressierten Repräsentanten des Tourismuslandes Irland gemacht haben; und weil die Tourismusvermarkter der Insel objektive Hinweise darauf haben, dass original irische Gastfreundschaft und Freundlichkeit im Service eher scheue Rehe geworden sind.

Wem die Suppe nach der "Friss-oder-nicht"-Methode vor den Latz geknallt wird, der sehnt sich allenfalls nach seiner eigenen Küche.

Wer an der Tankstelle keines Blickes gewürdigt wird, weil die Text-Nachricht auf dem Handy interessanter ist als der zahlende Kunde, der sucht sich eine andere Tanke.

Wem das Gefühl vermittelt wird, Gäste sind nur willige Geldspucker, der verzichtet das nächste Mal gerne auf den Service.

Wer als "Lügner" beschimpft wird, weil er freundlich ablehnt, die Dienstleistungen eines drängeligen Pferde-Kutschers anzunehmen, verzichtet noch viel lieber auf eine Kutschenfahrt.

Es ist schwierig, den schweren Kopf nach einer rauschend- berauschten zehnjährigen All-Ireland-Party am Morgen danach zu einen Lächeln zu bewegen. Es fällt schwer, den Gürtel enger zu schnallen und dabei gute Laune zu bewahren. Andererseits: Lustlosigkeit und Verweigerung sind irreführende Wegweiser und helfen nicht, die Krise zu beenden.

Sehen wir es in gewohnt irischer Manier positiv: "There is much room for improvement". Es gibt jede Menge Raum für Verbesserungen. Zeigen wir unseren Mitmenschen in den Bedienerschürzen, Supermarkt-Kitteln und Kutscherstiefeln, wie das geht mit dem Lächeln. Starten wir die Aktion: "Ireland presents SMILE". Irland lächelt.

* Danke Brian Wilson für Good Vibrations und für das Cover Motiv von SMILE

Dienstag, 20. Oktober 2009

Doolin im Herbst – nur in Fisherstreet scheint alles beim Alten


Am Pier von Doolin

Bill steht am Pier von Ballaghaline, Doolin. Er schaut müde aufs Wasser, hinüber zu den Aran Inseln. Bill ist froh, dass die Tourismussaison im Westen Irlands vorüber ist. Das Jahr hat Kraft gekostet, die Margen sind zusammengeschrumpft, der Kampf um das Geld der abnehmenden Urlauberschar aus den USA und aus Europa war härter denn je.

Doolin, Herzland des traditionellen Irland, am Rand der Cliffs of Moher im County Clare, leidet. In den vergangenen zehn Jahren haben die Leute von Doolin die herrliche Landschaft zwischen den Cliffs, den Aran Inseln und dem Burren mit hunderten neuen Ferienhäusern, Hotels, Villen und Privathäusern überzogen. Der Geldsegen aus Touristentaschen schien Jahr um Jahr üppiger zu strömen. Wer dachte da an ein Ende der Party? Allenfalls die Spielverderber. Jetzt wird es eng in und um Doolin. Weil Gäste ausbleiben, Kredite nicht mehr fließen und das Geld an allen Ecken und Enden fehlt.

Quo vadis Doolin?

Bill erinnert sich gerne an die die guten, alten Zeiten. Damals war alles locker, lustig, Porter und Freude. Heute regiert der Druck. "Wir haben verdammt groß gedacht, zu groß. Wir haben ein zu großes Rad gedreht, wir haben es übertrieben", sagt der 58-jährige. "Wir haben alle zu viel gebaut und zu viel investiert." Er nimmt sich nicht aus. Bill hat sich und seiner Familie einen 16-Zimmer-Palast hingestellt. Heute bewohnt er mit seiner Frau zwei Zimmer im Riesenhaus. Der Rest bleibt ungenutzt und unbeheizt.

Sehr groß, sehr schrill, sehr bunt: Villa in Lisdoonvarna (bei Doolin)

Immerhin: In seinem Haus bleiben zwei Zimmer bewohnt, in vielen anderen Villen Doolins ist die Familie längst in einem zusammengerückt. Viele Häuser stehen ganz leer – auch Hotels, Activity Centers, Gästehäuser.

Vor O´Connor´s Pub

Nur in Doolins Fisherstreet, der wohl berühmtesten Straße im ländlich-traditionellen Irland, scheint fast alles beim Alten: Sie hat ihr Gesicht in den letzten 40 Jahren nur allmählich und behutsam verändert. Der Musikladen ist da, der Pulloverladen, der Souveniershop. Bei Gus O´Connor´s finden Fiddle, Flöte und Concertina ihre Meister, fließt der Porter, drängen sich Musiker um einen Auftritt.

Girls playing the fiddles

Die Hochburg der Irish Music kann über Gästemangel auch im späten Herbst kaum klagen. Hier wird die traditionelle irische Folk Music im Sinne der legendären Russel-Brüder in Ehren gehalten.

Meister der Flöte in O´Connor´s

Andernorts im "modernen" Irland spricht man derweil verächtlich von der "Diddle-ee-did"-Musik.


Packie Russel & Marcus Walsh in O´Connor´s 1973

Wo liegt Doolin, fragte man gerne rhetorisch, weil in Doolin keiner von Doolin spricht und immer nur die Namen der Ortsteile benutzt: Fisherstreet, Roadford, McDermott´s, McCann´s. Heute interessiert eine andere Frage mehr: Was wird aus Doolin werden?

Die Zeit des Abspeckens hat auch in Irlands Westen längst begonnen. Bill beteuert: "Wir Leute auf dem Land kommen auch in schlechten Zeiten klar. Wir brauchen nicht die neusten tollen Klamotten, nicht die besten Autos wie die Leute in Dublin." Sagt´s und gleitet im glänzenden schwarzen Range Rover nach Hause, den 14 leeren Zimmern entgegen.


Samstag, 17. Oktober 2009

Lachen über Paddy Irish –
Die Iren sind die Ostfriesen der Briten

Ein irischer Knacki (sorry: Häftling) in einem britischen Knast (Gefängnis) musste kürzlich fast weinen (war erschüttert), als der die Knastpostille (Gefängniszeitung) "Inside Times" (Nachrichten für Zeiten der Ausgangssperre) las. Er fand darin tatsächlich zwei Iren-Witze, die ihm suggerierten, Iren seien grundsätzlich stockdumm:

“A condemned man sat in the electric chair awaiting his execution, but there was a fault. They called in Paddy the electrician to try and sort out the problems. After two hours, he still hadn’t found it and told the Governor, ‘This thing is a bloody death-trap.’”

“An Irishman goes for a job on a building site. The boss asks, ‘Can you brew tea?’ Yes, he says. The boss then asks, ‘Can you drive a fork-lift?’ ‘Why, how big is the tea-pot?’”

Na, schlimm? Der schwere Junge mit der empfindlichen Seite jedenfalls empfand die lauen Witzchen, die in Irland wahrscheinlich als Kerryman-, in Deutschland als Ostfriesen- und in Österreich als Burgenländer-Witze kursieren, als zutiefst beleidigend. Der Ire hinter englisch-schwedischen Gardinen macht deshalb die Anti-Diskriminierungs-Profis wild, damit sie die bösen Knast-Postilleros gefälligst auf den Pfad der Tugend zurückbringen. Die "Inside Times" -Macher konterten den ersten Angriff der Politisch Korrekten allerdings gekonnt mit einem Zitat des verstorbenen irischen Satirikers Dave Allen: "Lache ab und zu über Dich selbst – alle anderen tuns doch auch!"

Gerade angesichts der aktuellen Turbulenzen um "PC" bei der Britischen Fernsehanstalt BBC fragt sich der Wanderer: Wie weit soll die Political Correctness eigentlich noch getrieben werden? Sammeln wir lieber ein paar knackige Engländer-Witze und schicken diese über die Irische See.

Freitag, 16. Oktober 2009

Warum uns Sonnenuntergänge faszinieren

Der Tag fängt mal wieder mit dem Ende an: Aufgewacht und über Sonnenuntergänge nachgedacht. Warum faszinieren uns Sonnenuntergänge? Warum müssen wir sie ständig fotografieren und uns dann auch noch als kitsch-versessen beschimpfen lassen? Warum ist der Sonnenuntergang eines der liebsten Postkartenmotive des modernen Urlaubers.

Endlich hat jemand das Thema angedacht und lässt an seinem Ergebnis teilhaben: James Hamilton-Paterson erklärt uns heute morgen auf Spiegel Online Einiges über die untergehende Sonne und über uns selbst. Bevor wir sein Fazit zitieren, eine eigene Antwort: Die Beziehung zum Sonnenuntergang wurzelt in denselben archaischen Schichten des Menscheitsbewusstseins wie die Beziehung zum Meer und zu den Berggipfeln: Wo kommen wir her, wo gehen wir hin, wie überleben wir jetzt, warum müssen wir auf Berge steigen, warum ans Meer fahren?

Große Fragen, die an unsere Existenz rühren und die gleichzeitig die Endlichkeit dieser Existzenz thematisieren. Der Untergang der Sonne ist die Metapher für das Ende des Lebens – bei gleichzeitiger Gewissheit, dass es (todsicher) einen nächsten Sonnenaufgang geben wird. In die untergehende Sonne schauen ist Philosophieren ohne Begrifflickeit, ohne Worte, aber mit tiefem Verstehen.


Und hier nun James Hamilton-Patersons Antwort:

« Menschen, die gewohnheitsmäßig Sonnenuntergänge fotografieren oder Postkarten davon verschicken, wollen damit eigentlich sagen: "Hier habt ihr den Beweis! Ich bin ein Mensch, der ein tiefes Empfinden für Natur und die ästhetischen Qualitäten von Naturereignissen hat. Ich habe den Blick eines Malers, denn kein Sonnenuntergang ist dem anderen gleich, ihre Wirkungen verändern sich vielmehr in einem fort. Ich bin aber auch ein nachdenklicher Mensch, denn Bilder von Sonnenuntergängen haben etwas Ruhiges, ja eine spirituelle Qualität.

Und was diese Postkarte angeht, die ich euch schicke: Ihr habt bestimmt bemerkt, dass die aus Thailand/Palau/dem südlichen Pazifik stammt - wie schon die Palmen zeigen! -, was bedeutet, dass ich genug Geld und Muße habe, um für zwei Wochen um die halbe Welt zu gondeln, und außerdem so viel Feingefühl, dass ich euch eben nicht eine Juxkarte mit einer anzüglichen Bildunterschrift schicke oder eine von Eingeborenenmädchen, die Baströcke tragen und irgendeinen 'National Geographic'-Tanz vollführen. Mit anderen Worten: Ich bin ein weit gereister, nachdenklicher, sensibler Mensch mit gutem Geschmack." . . .

Nicht beabsichtigt dürfte die Botschaft sein: "Ich dachte, es schadet dir nichts, daran erinnert zu werden, dass das menschliche Dasein etwas mit Sonnenuntergängen zu tun hat und dass wir uns mit jedem Tag ein Stückchen weiter westwärts bewegen. Drum rate ich dir: Bewahre jeden Sonnenuntergang in deinem Herzen, denn du hast immer weniger Gelegenheiten, noch einen zu erleben. »


Reisende, ein Trip nach Irland lohnt sich auch in der kühleren Jahreszeit. Auf der Insel ist nun die Zeit der spektakulären Sonnuntergänge angebrochen. Für Irlands Südwesten gilt: Sonnenuntergang und Dämmerung machen im Herbst und im Winter, wenn die Sonne direkt im Atlantik abtaucht, deutlich mehr her als im Sommer.

Das Foto zeigt einen Sonnenuntergang über der Beara Pensinula in West Cork.


IMPRESSUM

Dieser Blog wird geschrieben und editiert von: Good News Media Markus Bäuchle, Eliane Zimmermann, Starlight House, Ardaturrish Beg, IRL-Glengarriff, Co. Cork. mbaeuchle (at) mac.com Haftungsausschluss: Die Texte in diesem Blog wurden von den Verfassern nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrollen und regelmäßiger Aktualisierungen dieses Blogs übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sowie für die Inhalte von Kommentaren sind ausschließlich deren Betreiber/AutorInnen verantwortlich.