Montag, 30. November 2009

Irland als 33. Team zur Fußball-WM?

Jetzt wird es bizarr: Die Nachrichtenagentur dpa meldet heute, dass der Irische Fußballverband FAI den FIFA-Präsidenten gebeten habe, dass Irland als 33. Team bei der WM 2010 in Südafrika dabei sein kann. Wie das gehen könnte, fragt man sich spontan. Hört sich an wie der Wagen mit fünf Rädern. Die Agenturmeldung macht im Internet gerade Karriere, richtig scheint sie allerdings nicht.

Der Sportjournalist Jens Weinreich hat in seinem ausgezeichneten sport-kritischen Blog die Äußerungen des feist-fiesen FIFA-Chefs Joseph Blatter kommentiert. Weinreich hatte diePressekonferenz selber mitgehört und korrigiert die irreführende dpa-Meldung: Blatter habe sich über die Iren lustig gemacht und über diese gespottet. Die irischen Fußballfunktionäre seien aber nicht so blöd gewesen, eine Teilnahme als 33. Team der WM zu fordern. Richtig ist wohl, dass die FAI die Möglichkeiten einer Teilnahme auslotete, allerdings ohne den zitierten 33er-Vorschlag zu machen, der unsinnig und nicht praktikabel wäre.

Der Chef des Fußballweltverbands zeigte bei derselben Pressekonferenz übrigens erneut Verständnis für den französischen Fuß- und Handballer Thierry Henry, der Irland mit einem doppelten Handspiel und der Täuschung des Schiedsrichters um die Teilnahme am Weltcup 2010 betrogen hatte. Sepp Blatter ist offensichtlich stets bemüht, die Zahl seiner Feinde weltweit zu mehren.

Krisengewinnler mit Flügeln

Die Menschen tun sich schwer mit dem Hochwasser in Irland. Die Möwen dagegen begreifen die neu entstandenen Gewässer, die temporären Seen, die Teiche und die Tümpel, als willkommene Abwechslung. Ob hier, wo nun Wasser ist, eigentlich eine Wiese sein sollte? Wen kümmerts? Die Seevögel, die Stockenten und die Graureiher kein bisschen. Das Foto zeigt eine zweckentfremdete Schafweide bei Skibberreen.

Hochwasser in Irland: Keine Entwarnung.
Hilfe aus Deutschland ist willkommen.

Die Lage auf der Insel bleibt kritisch: Während die Pegelstände am Wochenende im Südwesten zurückgingen und sich im Westen zumindest vielerorts stabilisierten, wird nun der Osten des Landes zunehmend von den Fluten bedroht: In den Counties Dublin, Meath und Kildare stiegen die Flüsse über die Ufer und überschwemmten zahlreiche Wohngebiete.

Die Flüsse Liffey und Barrow fließen auf Rekordhöhe und bedrohen Mensch und Tier. Auch entlang des Shannon stehen Häuser, Farmen, Straßen und Felder weiter unter Wasser. In den Counties Clare, Galway und Offaly versuchen die Hilfskräfte zu retten, was zu retten ist und versorgen eingeschlossenes Vieh. Genaue Zahlen gibt es derzeit nicht, tausende Farmen und Häuser sind geflutet, mehrere tausend Menschen mussten evakuiert werden.

Mit der Regenpause, die am Samstag und Sonntag in weiten Teilen des Landes einsetzte, dürfte es bald vorbei sein. Für diese Woche, ab Dienstag und Mittwoch sind weitere schwere Regenfälle angekündigt. Die Behörden haben für die kommenden Tage weitere Flutwarnungen ausgegeben. Das aktuell sonnige und kalte Winterwetter lässt davon noch nichts erahnen.

Spenden für die Flutopfer


Das Rote Kreuz Irlands hat in der vergangenen Woche mit einer groß angelegten Spendenaktion für die Flutopfer in Irland begonnen. Ziel ist es, eine Million Euro zu sammeln, das Geld soll Hochwassergeschädigten schnell und unbürokratisch zukommen. Die Hilfsaktion wird auf der Insel von Vodafone und SuperQuinn unterstützt, die in ihren Geschäften Sammelstellen eingerichtet haben. Auch aus dem Ausland kann gespendet werden: Auf der Website des irischen Roten Kreuzes gibt es die Möglichkeit, online zu spenden:


Wir unterstützen zudem die vom Hochwasser besonders betroffene Region um Gort im südlichen County Galway. Eine Hilfsaktion auf der Ebene deutscher und irischer Kirchengemeinden läuft gerade an. Im Stadtzentrum von Gort ist das Wasser so weit zurückgegangen, dass die meisten Geschäfte heute wieder öffnen können. Straßen und Wohngebiete in und um Gort stehen jedoch weiter unter Wasser. Vor allem die Bauern im Umland sind schwer von den Fluten betroffen. Auf der N18 ist der Wasserstand um 1,50 Meter gesunken, die wichtige Verkehrsverbindung ist dennoch weiterhin unpassierbar.

Gorts Gemeindepfarrer Thomas Marrinan sagt: "Die Lage ist katastrophal. Viele Menschen sind hier in großer Not. Wir sind auf Hilfe angewiesen und sagen schon jetzt: Dankeschön." Wer die vielen vom Hochwasser geschädigten Menschen in der Region Gort auf ihrem schweren Weg zurück in die Normalität unterstützen will, kann dies mit einer Spende zugunsten des örtlichen Hilfsfonds tun:

South Galway Flood Relief Fund
Allied Irish Bank Gort, Co. Galway
BIC AIBKIE2D
IBAN IE95AIBK93711805921061

Die beiden Kennziffern BIC und IBAN werden für eine inner-europäische Überweisung benötigt. Sie enthalten alle erforderlichen Informationen zur Bank und zum Konto.


PS: Einzelne Stimmen kritisieren, dass auch Menschen in Deutschland den Hochwassergeschädigten in Irland helfen wollen. Vor allem der Blogger aus Cavan tut sich wieder einmal hervor und spricht vom hohen Ross herab sein vernichtendes Urteil. Die hartleibige Argumentation in einem Satz zusamengefasst: Lasst die Iren endlich erwachsen werden und helft Ihnen deshalb nicht. Sonst halten sie als arme Opfer noch in 100 Jahren die Hand auf. Dieser Deutsche in Irland zieht gerne den Trennstrich zwischen sich (gut und schlau) und "den Iren" (eher das Gegenteil). Mitgefühl und Solidarität ist in den Augen der Selbstgerechten nur etwas für Doofe. Gut, dass es dennoch so viele hilfsbereite "Doofe" gibt.

Sonntag, 29. November 2009

Das Wetter in Irland beruhigt sich.
Sonne und erster Frost


Die Wetterprognose hält: Es ist kalt geworden in Irland, der Regen legt eine Pause ein, sogar die Sonne läßt sich blicken. Am Samstag wurde im Südwesten der Insel der erste Frost des Jahres gemessen.


Eisblumen am Autofenster (Foto) und schneebedeckte Bergspitzen wollen den regenreichen November vergesen machen, der Irland die schlimmsten Überflutungen seit Menschengedenken gebracht hat.


Weniger gut sieht es an der Ostküste aus. Im County Kildare und in Wicklow will der Regen nicht aufhören. Dort stiegen die Pegel.

Samstag, 28. November 2009

Hochwasser in Irland: Hoffen auf ein Nachlassen des Regens

Die Wettervorhersage für das Wochenende verspricht vielerorts etwas Erleichterung: Es soll heute und morgen nicht allzu viel regnen. In den überfluteten Gebieten im Westen und in den Western Midlands laufen die Rettungs- und Versorgungsarbeiten weiter auf Hochtouren.


Eine Spendenaktion des Irischen Roten Kreuzes ist angelaufen.

Derweil haben mehrere Organisationen Spendenkonten eingerichtet: Das Rote Kreuz, die Kirchen und andere Hilfseinrichtungen sammeln für die Flutopfer. Mehrere tausend Menschen sind vom Hochwasser aus ihren Häusern vertrieben worden und sind auf Hilfe angewiesen. Die Metereologen und Hochwasserexperten vertreten die Ansicht, dass die Niederschlagsmengen der nächsten vier Tage für die Lage in den Flutgebieten - vor allem entlang des Shannon – entscheidend sein werden.

Wir werden in diesen Tagen auch aus Deutschland immer wieder gefragt, wie man helfen kann. Wir wären hier überfordert, selber Arbeitseinsätze zu organisieren und Helfer zu vermitteln. Wir werden aber am Montag auf dem Irland Blog einen Überblick geben, wie und wo direkte Hilfe gleistet werden kann. Wir bereiten mit Partnern in Deutschland auch eine Spenden-Hilfsaktion für die von der Flut besonders betroffenen Menschen im südlichen County Galway um Gort vor.

Die Politiker aus der Insel streiten sich derweil, wer Schuld ist, dass das Hochwasser derartige Schäden anrichten kann und derart viele Menschen in Schwierigkeiten brachte. Tatsächlich müsste Irland im Winter an große Regenmengen gewöhnt sein und zeigte sich doch komplett unvorbereitet, als in diesem November der große Regen einsetzte. In großen Teilen des Landes fehlen Hochwasserschutzanlagen und funktionierende Entwässserungssysteme, und auch die Frühwarnsysteme fehlen oder haben versagt.

Freitag, 27. November 2009

Wenn der "Liebe Gott" das gewusst hätte

Wenn der „Liebe Gott“ das gewusst hätte. Gestern wurde der Bericht über Kindesmissbrauch in der Erzdiözese Dublin in den Jahren 1975 bis 2004 veröffentlicht. Das Phänomen massenhaften und systematischen sexuellen Missbrauchs von Kindern durch katholische Pfarrer ist in Irland seit Jahren ein Thema. Und doch sorgte dieser Untersuchungsbericht aus Dublin, der 320 Opfer identifiziert, für einen Aufschrei, weil er die Dimensionen dieser Verbrechen klar offenlegt: Kurz gesagt: Allzu Viele wussten bescheid, und niemand tat etwas dagegen. Es geht nicht um einige Übeltäter in Soutanen, die irische Gesellschaft ist in diese Taten verstrickt.

Die Kirchenoberen bis hinauf zum Bischof: Sie wussten über das böse Treiben ihrer Pfarrer Bescheid. Was taten sie: Im besten Fall versetzten sie die Pfarrer in eine andere Pfarrei. Nette Idee, sagen Zyniker, Abwechslung tut dem Pfarrer gut. Auch im Umfeld: Die Polizei wusste in vielen Fällen bescheid, drückte alle Augen zu: Ist doch der Herr Pfarrer. Und die Eltern, die Geschwister? Die Freunde? Die Lehrer? Das System der irischen Pastoren-Omerta hielt über Jahrzehnte dicht. In diesem Jahr aber bricht sich das Verdrängte Bahn und drängt zurück ins Bewusstein der Gesellschaft.

Was kann man von einer Kirche noch erwarten, die jahrzehntelang Werte predigt und diese Werte selber mit Füßen tritt? Die Wasser predigt, Essig serviert und selber Perversen-Schampus trinkt? Die als karitative Organisation vollkommen versagt hat? Da ist der gewöhnliche Kriminelle, der zu seinem Verbrechen steht, im Zweifelsfall die gottesnähere Figur.

Wenn der „Liebe Gott“ das gewusst hätte, was hätte er gemacht. Der irdische Stellvertreter Gottes, dessen Geburtstag in vier Wochen wieder einmal gefeiert wird, wird im Buch der Bücher ungefähr so zitiert: Den Kindern gehört das Himmelreich, und wer sich an den Kindern versündigt, soll sich einen Mühlstein um den Hals legen. Abgesehen davon, dass es so viele Mühlsteine in Irland gar nicht gibt: Selbst diese Courage wird den Tätern im allgemeinen fehlen. So leben sie bis heute weitgehend ungehindert, predigen Maßhalten und Keuschheit von der Kanzel herab – und schämen sich allenfalls heimlich.

Wenn der „Liebe Gott“ das gewusst hätte, was fast alle wussten. Hätte er etwas dagegen getan? Manche meinen: Wenn es Gott gegeben hätte, dann hätte er es gewusst. Und dann wäre es nicht passiert.

Andere sagen: „Der Liebe Gott ist kein lieber Gott“.

Und Dritte empfehlen den vielen ratlosen Menschen in Irland: Meidet nun die fehlbaren Vertreter Gottes, meidet die katholische Kirche und wendet Euch in Eurer Not direkt an ihn. Hoffen wir für die vielen erschütterten Gläubigen, dass der „Liebe Gott“ die Tür aufmacht, das himmlische Telefon abnimmt. Sagen wir es einmal ganz Irisch: Wenn es diesen Gott gibt, dann wird es am 17. März 2010 den ganzen Tag regnen, weil Gott dann weinend auf die Insel herunter blickt und darüber sinniert, was die Erben des Heiligen Patrick aus dem humanistischen Erbe des Christentums gemacht haben.

Ein Moderator von Radio 4FM nannte das Jahr 2009 heute morgen das „schwärzeste Jahr“ in der gesamten Geschichte der katholischen Kirche Irlands. Da mag er recht haben. Das schwärzeste Kirchenjahr in einem rabenschwarzen Jahr für Irland.


PS: Gerade telefonierte ich mit einem katholischen Priester in West Cork, einem rechtschaffenen Mann mit bestem Ruf. Er saß heute morgen verzweifelt in seiner Wohnung und fürchtete sich vor dem Tag: Wie sollte er an einem solchen Tag den Menschen auf der Straße begegnen? Wie sollte er seine Arbeit tun? Wie würden ihm die Menschen begegnen? Der Mann Gottes hat Angst vor dem Tag, vor der Zukunft. Das ist die andere Seite der Medaille. DIe Täter produzieren Opfer auch in ihren eigenen Reihen.

Hochwasser in Irland: Tausende Menschen müssen evakuiert werden

Katastrophenalarm im Westen und Mittleren Westen Irlands: Das Hochwasser vertreibt immer mehr Menschen aus ihren Häusern: Entlang des Flusses Shannon, vor allem in County Clare, mussten in den vergangenen zwei Tagen zahlreiche Menschen aus ihren Häusern evakuiert werden. Lough Derg nordöstlich von Limerick verzeichnet Rekordwasserstände und große Mengen gestautes Wasser, die abgelassen werden müssen, erhöhen den Pegelstand des Shannon um weitere zehn Zentimeter.

Auch in den Counties Galway, Mayo und Leitrim sind viele Menschen durch das Hochwasser in Not geraten. Auch Tiere sind vom Hochwasser betroffen: Farmer haben große Probleme, ihr Vieh weiter zu versorgen, weil viele Weiden und Höfe vor allem in County Galway nicht erreichbar sind. Ministerpräsident Brian Cowen, der zurzeit in depressiver Stimmung durchs überflutete Land reist prognostizierte gestern: "Bevor es besser wird, wird es noch schlimmer werden".

Bislang mussten landesweit über 2000 Menschen ihre Häuser verlassen und evakuiert werden. Weitere werden heute vor allem am Shannon ausziehen müssen. Sie alle schauen nun - kurze Zeit vor Weihnachten – schweren Wochen entgegen.

Die Regierung hat ein Zehn-Millionen-Euro-Hilfsprogramm angekündigt, um den Betroffenen schnell und unbürokratisch zu helfen. Das Irische Rote Kreuz hat mittlerweile die Bevölkerung aufgerufen, für die Hochwassergeschädigten Speenden und Hilfsgüter zu sammeln. Auch in Deutschland entstehen erste Hilfs-Initiativen für Irland. Wer helfen will, kann sich hier melden, wir versuchen, Kontakte zu vermitteln.

Donnerstag, 26. November 2009

Internet-Zugang im Sturm verschwunden

Liebe Leserinnen und Leser des Irland Blogs,

wir sind nicht in den Fluten untergegangen, wie manche besorgte Anrufer vermutet (und einige wenige gehofft ) haben. Während sich die Hochwasserlage am Shannon noch weiter zuspitzt, sitzen wir in West Cork im Trockenen. Der Internet-Provider unsererer Wahl ("3", eine Marke von Hutchison Telecom), hat es seit vergangenem Freitag nach einem schweren Sturm allerdings nicht geschafft, den Service zu stabilisieren – im Gegenteil: In den vergangenen Tagen mussten wir mit dem Totalausfall des Internets klar kommen. Wir werden uns zu gegebener Zeit bei "3" dafür "bedanken", sind jetzt aber bemüht, mit einem anderen Provider wieder online zu kommen. Ab morgen, spätestens Samstag, wird es hier wie gewohnt weiter gehen mit täglichen Berichten aus Irland.

PS: Die Erfahrung, ohne Internet zu sein, ist eine, die man sich so vor fünf Jahren überhaupt nicht vorstellen konnte. Mehr dazu demnächst.

Dienstag, 24. November 2009

Hochwasser in Irland: Die Lage bleibt kritisch

Die Metereologen geben doch noch keine Entwarnung: Für die kommenden Tage werden landesweit starke und kontinuierliche Regenfälle erwartet, die von Stürmen begleitet werden. Der Regen fällt auf gesättigte Böden und überschwemmtes Land. Während sich die Lage im Südwesten und in der stark vom Hochwasser betroffenen Stadt Cork stabilisiert hat, wird eine Verschlechterung der Lage im Westen des Landes, vor allem im Umland des Shannon befürchtet.

Montag, 23. November 2009

Auf die Flut folgt die Wut der Menschen

In der von Überschwemmungen historischen Ausmaßes betroffenen Stadt Cork macht sich heute morgen enorme Wut breit: Die Menschen von Cork fühlen sich im Hochwasser von der Regierung in Dublin, ihren Politikern und von den nationalen Medien (RTE berichtete unangemessen knapp und wenig detailliert) im Stich gelassen. Vor allem aber richtet sich der Zorn gegen die eigene Stadt-Regierung.

Cork, die zweitgrößte Stadt der Republik Irland, hat nach zuviel Wasser nun zu wenig.

Auf Corks Radiostationen diskutieren Augenzeugen und Betroffene erregt über "das totale Versagen" der Katastrophenbehörde und der Einsatzleitung. In vielen verschiedenen Variationen ist zu hören, dass das Cork City Council seit Beginn der Überflutung am Donnerstagabend eine katastrophale Informationspolitik betrieben habe – nämlich keine. Die Methode "Wegducken und warten bis das Wasser abgelaufen ist", bringen den Bürgermeister und seine Verwaltung zunehmend unter Druck.

Fakt ist wohl, dass während des gesamten Wochenendes in Corks City Hall trotz hunderter verzweifelter Anrufe niemand erreichbar war. Statt dessen wurden die Leute per Ansage an die Feuerwehr verwiesen. Auch in den Medien gab es keinerlei Informationen aus erster Hand, die Einsatzleitung des Rathauses war zumindest kommunikativ dauerhaft auf Tauchstation.

Jetzt werden in Cork viele Fragen gestellt: Warum wurde der Staudamm von Iniscarra geöffnet, warum die Stadt geflutet? Vor allem aber: Warum gab es im Vorfeld keine Informationen und keine Warnungen? Warum keine Informationen darüber, wie mit der Flut, dem Ausfall des Trinkwassers umzugehen sei? Lob erneten einzig die Polizei, die Feuerwehr und die vielen vielen freiwilligen Helfer, die retten halfen, was zu retten war in den Tagen der großen Überschwemmung.

Wo war die Armee, die bei Katastrophen dieses Ausmaßes rund um die Uhr im Einsatz sein müsste, fragen viele Menschen in Cork? Nach zahlreichen Augenzeugenberichten wurden Uniformierte im Einsatz kaum gesehen. Unklar bleibt, wieviele Soldaten seit Freitag in Cork aktiv waren. Die Bevölkerung wurde jedenfalls von Tankwagen einer örtlichen Molkerei mit dem dringend benötigtem Trinkwasser versorgt. Und die Wasserbehälter werden von Pepsi gespendet. Das alles sieht nicht nach einem stimmigen Katastropheneinsatzplan aus.

Spott erntet auch Ministerpräsident Brian Cowen, der nun endlich in Cork eingetroffen ist: Er hat fast vier Tage gebraucht, um sich erstmals vor Ort im Überschwemmungsgebiet blicken zu lassen.

In manchen Geschäften Corks bricht sich nun Raffgier Bahn: Sie haben offensichtlich die Preise für Trinkwasser am Wochenende mal eben verdoppelt und versuchen, mit der Not Geschäfte zu machen. Die gute Nachricht: Andere Geschäfte gaben das Wasser zu Sonderpreisen ab. Inzwischen wurde auf Cork´s 96 FM dazu aufgerufen, die Wucherer öffentlich zu benennen und künftig zu boykottieren.

Foto: Peter Zoeller

Hochwasser: Die Lage in Irland beruhigt sich allmählich

Noch sind zahlreiche Straßen im Land wegen des Hochwassers geschlossen, viele Menschen werden heute morgen Umwege fahren müssen und im Stau den Arbeitsbeginn versäumen. Zahlreiche Schüler dürfen gar ausschlafen: Die Schulen, vor allem in Cork, bleiben geschlossen. Insgesamt aber beruhigt sich die Lage in Irland nach einer abermals stürmischen Nacht. Die Windgeschwindigkleiten und die Regenmengen werden sich heute im Laufe des Tages laut Wetterprognosen auf winterlichem Normalmaß einpendeln. Sorgen gibt es noch am unteren Shannon: Das Clare County Council rechnet dort mit neuen Überschwemmungen.

Irland hat soeben seine alten Werte wiederentdeckt: Solidarität und Hilfsbereitschaft. Großangelegte Nachbarschaftsaktionen sind angelaufen, um Menschen in Not zu unterstützen. Polizei, Feuerwehren und zahlreiche freiwillige Helfer organisieren die Versorgung von schutzbedürftigen Menschen, von Alten, Alleinstehenden, Kranken. Vor allem sauberes Trinkwasser fehlt vielerorts – allein in Cork City sind 18.000 Häuser von der Wasserversorgung abgeschnitten. Doch die Wassertankautos rollen und die Flaschenverteiler sind unterwegs. Hotels der Stadt stellen kostenlos Zimmer für Evakuierte zur Verfügung und Nachbarn öffnen ihre Türen und Badezimmer für Leute, die nicht in ihre Häuser zurückkehren können.

Irlands bräsiger Ministerpräsident Brian Cowen hat sich dann heute auch endlich aufgemacht und besucht besonders betroffene Orte im Land. Heute morgen wird Cowen in Cork erwartet. Er hat vom deutschen Deichgrafen Gerhard Schröder wohl gar nichts gelernt, sonst hätte sich Cowen bereits am Samstag in vorderster Helferfront in Armeeuniform mit aufgekrempelten Ärmeln fürs irische Fernsehen filmen lassen.

Stattdessen bedankte sich Cowen am Sonntag im feinen Zwirn und ganz im Trockenen sehr artig, dass ein Teil des öffentlichen Dienstes am morgigen Dienstag nicht am landesweiten Streik teilnehmen wird, zu dem die Gewerkschaften aufgerufen haben. Zahlreiche Gruppen und Berufsverbände stellen nun tatsächlich die Hochwasserhilfe in den Vordergrund und den geplanten Streik hintenan. (Beim landesweiten Streik am Dienstag will der Öffentliche Dienst gegen die geplanten Lohn- und Gehaltskürzungen in Höhe von durchschnittlich selben Prozent protestieren, alle Schulen werden geschlossen bleiben.)

Ob das dem angezählten Regierungsschef und seiner Fianna Fáil-Partei noch helfen wird? Kaum. Die politischen Konkurrenten von Fine Gael stehen vor dem Sprung an die Macht in Irland. Die Umfragewerte für die Opposition sind gut wie nie– und die bevorstehenden Budget-Debatten könnten einen Regierungswechsel vorbereiten.

Sonntag, 22. November 2009

Hochwasser in Irland:
Die schlimmste Flut "seit 800 Jahren"

Die Lage im überfluteten Irland bleibt vielerorts angespannt. Eine stürmische nasse Nacht hat die Südwest- und die Westküste in Atem gehalten. Dutzende Transportschiffe unterbrachen ihre Fahrt auf dem offenen Atlantik und suchten Schutz in den Buchten des Südwestens. Im County Galway sind viele Orte in der Gegend von Gort unter Wasser, auch Killarney in County Kerry ist stark betroffen. Nun warnen die Behörden vor steigenden Pegeln am Shannon. Der Zug- und Busverkehr im Westen ist vielerorts eingestellt.


In Cork sind 18.000 Haushalte trotz der Wassermassen, die die Stadt geflutet haben, ohne Trinkwasser. Eine große Pumpstation steht meterhoch unter Wasser. Die City war am Freitag geflutet worden, nachdem das ESB im nahegelegenen Iniscarra-Staudamm ohne vorherige Warnung eine Riesenmenge Wasser in den River Lee abgelassen hatte. Dies wird ein politisches Nachspiel haben. Möglicherweise ist zumindest das Maß der Überflutung in der Stadt im Süden der Insel auf falsche Entscheidungen zurückzuführen.


Nun jedenfalls ist das Trinkwasser verunreinigt und die Bevölkerung muss mit Tankfahrzeugen notversorgt werden. In der kommenden Woche werden Schulen und öffentliche Einrichtungen vor allem im Norden der Stadt mangels Wasser geschlossen bleiben. Zigtausend Menschen müssen sich mindestens eine Woche gedulden, bis die Wasserversorgung wieder funktioniert. Auch in County Kildare herrscht seit heute der Wassernotstand.


Mittlerweile macht auf der Insel das Wort von der schlimmsten Flut "seit 800 Jahren" die Runde. Das zumindest behuptete der irische Umweltminister John Gormley. Allein in Cork City belaufen sich die Schäden bereits auf über 100 Millionen Euro.


Aus Deutschland hören wir, dass kaum zuverlässige Nachrichten über die Lage in Irland durchdringen. Hier einige Links zu mehr oder weniger zuverlässigen Informationen:


Auf seiner Website gibt Irlands Fernsehen RTE hier einen halbwegs aktuellen Überblick über die Lage im Land. Allerdings wird außerhalb der üblichen Arbeitszeiten nicht aktualisiert. Die Irish Times fasst die Lage hier zusammen. Ansonsten findet man Amateur-Videos auf Youtube (Stichword Cork Floods) oder Augenzeugenberichte auf Twitter (Ireland Flood).



PS: Das Internet hier ist erneut weitgehend ausgefallen, wir senden diese Nachrichten über einen Umweg.


Foto: Ballinasloe, credit: Sean Collins.

Samstag, 21. November 2009

Weite Teile Irlands weiter unter Wasser

Vielerorts in Irland ist die Lage weiterhin dramatisch. Das Hochwasser hält die Insel fest im Griff. Neue Regenfälle in der Nacht haben die Situation im Westen offensichtlich noch verschärft. Gestern stand auch die Innenstadt von Cork unter Wasser. Man spricht von den schlimmsten Überschwemmungen seit 1958. Die Regierung hat einen Krisenstab gebildet. Für heute abend sind neue schwere Regenfälle und Stürme angekündigt.

Hier ein kurzer Film aus Cork:

PS in eigener Sache: Das Internet ist wenigstens zeitweise wieder verfügbar. Wir persönlich sind vom Hochwasser nicht betroffen. Unser Haus steht trocken.

.... und ein paar Fotos:

PS: Die bescheuerte Musik lässt sich rechts unten ausstellen.

Freitag, 20. November 2009

Die Überschwemmungen in Irland haben nun einen Namen: Die schlimmsten seit 1989.

Die schlimmsten Überflutungen seit 1989, an manchen Orten seit den 70er Jahren, halten Irland in Bann. Am schlimmsten betroffen ist die Westküste. Vor allem die Menschen in den Counties Sligo, Galway, Clare, Kerry und Cork kämpfen mit den Folgen von Regenfällen, die um das Vierfache über der durchschnittlichen Regenmenge eines ohnehin wasserreichen Novembers liegen. Häuser, Schulen, öffentliche Gebäude, auch Krankenhäuser mussten evakuiert werden.

Heute nun eitel Sonnenschein, als wäre nichts gewesen. Ein milder frühlingshafter Wintertag. Doch der scheint nur ein Intermezzo, die Ruhe vor dem nächsten Sturm: Für Samstag und Sonntag sind erneut Dauerregen und heftige Winde angesagt.

Das Wasserchaos fordert auch seinen Tribut in der virtuellen Welt, die uns längst eine so reale geworden ist: In vielen Teilen des Landes ist das Internet ausgefallen, die Networks kämpfen mit großen Problemen, viele Kunden von Eircom, BT und Three sind ohne Internet. Auch wir.

Dieser Post kommt über eine Notleitung zu Euch. Es kann sein, dass wir auf diesem Blog eine Zwangspause einlegen müssen. Wir werden sehen.

Aktueller Pegelstand:
Irland steht unter Wasser

Irland steht unter Wasser - wie seit langem nicht. Die Pegelstände erreichen Rekordmaße, und der Regen hält an. Zahlreiche Straßen im Land stehen unter Wasser und sind nicht befahrbar. Seit mittlerweile zwei Wochen richtet das Wasser von oben gemeinsam mit Flut und Springflut Verheerungen im Land an. Orkane, die vom Atlantik über die Insel ziehen peitschen den Regen in jede noch so kleine Ritze. Die Dichtigkeit der Dächer wird geprüft. In diversen Irlandforen wundern sich selbst alte Irland-Hasen über die Heftigkeit der Naturgewalten. Die Klimaforscher meinen: Daran hat man sich im irischen Winter zu gewöhnen. Der Wanderer erinnert sich dann gerne an die beiden vergangenen November-Monate. Die waren warm, trocken und statistisch völlig daneben.

Donnerstag, 19. November 2009

Stramm stehen zur Nationalhymne:
"To a man, they did Ireland proud"


Das doppelte Handspiel von Thierry "The Hand" Henry, das den blendend aufspielenden Fußballern Irlands den Weg zur Weltmeisterschaft in Südafrika ungerechterweise verbaut hat, ist heute Welt-Thema Nummer ein. Selbst Leute, die sich normalerweise nicht für Fußball interessieren, schimpfen auf die schummelnden Franzosen und die "blinden" Schiedsrichter. Auf der zur Zeit wenig erfolgsverwöhnten Insel sorgt das Ausscheiden der Boys in Green gar für einen nationalen Furor.

Die um Luft ringende Politik stürzte sich heute dankbar auf das Entlastungs-Thema Fußball und weidete sich an der Rolle des ungerecht behandelten Underdogs. Sogar das irische Parlament debattierte ausführlich über das Skandalspiel von Paris, und gestandene Minister waren sich nicht zu schade, das Regelwerk des Fußballweltverbands FIFA in populistischen Anfällen umzuschreiben: Justizminister Dermot Ahern etwa forderte eine Wiederholung des Spiels, nur um hinzuzfügen, dass dies nicht zustandekommen werde: "Wir sind halt kleine Fische im Fußball".

Die Verschwörungstheorie jedenfalls hat jetzt Konjunktur auf der Insel. Man wollte die Fußballzwerge aus Irland nicht bei der WM in Südafrika haben, und deshalb wurde das Spiel zugunsten der Fußballmacht Frankreich manipuliert. So äußerte sich der stellvertretende FAI-Verbandschef unwidersprochen.

Ministerpräsident Brian Cowen, der außer Niederlagen schon lange nichts zu feiern hat, blies sich gar zu einer Geste von nationalem Gewicht auf : "Gratulation zu dieser unglaublich couragierten Leistung". Und dann sagte er noch: "To a man, they did Ireland proud." Bis auf den letzten Mann - stramm stehen zur Hymne. Irland hat seine Rolle als Nation in diesem Fußballspiel perfekt wiedergefunden: Sie sind so gerne die heimlichen Gewinner, die um den Sieg Betrogenen, die großartigen Verlierer.

Mittwoch, 18. November 2009

Stürmische Zeiten auf der Insel


Der Winter hat Irland erreicht. Orkanartige Stürme ziehen vom Atlantik her über die Insel hinweg, es ist nicht kalt, dafür nass und ungemütlich. Diese Tage kennen keine Farben, die Landschaft präsentiert sich in vielfältigen Grautönen. Auch die haben ihren Reiz.

Die Straßen in den kleinen Dörfern und Städtchen von West Cork sind jetzt leer. Keine Feriengäste, keine Urlauber vom Kontinent. Die Einheimischen bleiben unter sich. Die Pubs und Restaurants – auch sie sind verlassen. Genau das aber ist neu: Wirte, Restaurantbesitzer und Hoteliers blasen mächtig Trübsal in diesen Tagen. Ein Hotelier in der Bantry Bay sagt: "Das sind die schlechtesten Tage, die wir je erlebt haben." Dem Hotelbesitzer geht es wie vielen seiner Kollegen: In seinem Pub sitzt niemand. Sein Restaurant bleibt geschlossen. Im Hotel übernachtet ein einsamer Handelsreisender.

Stürmische Zeiten können eben auch im Gewand des Mangels daherkommen. Der irische Gaststättenverband teilt heute mit, dass nun 80 Prozent aller Restaurants im Land Verluste schreiben, dass in den vergangenen Monaten mehrere hundert Gaststätten auf der Insel aufgeben mussten und dass sich das Geschäftssterben im Winter verschärfen wird. Dann fordert der Verbandsfunktionär die Regierung auf, endlich tätig zu werden: Runter mit dem irischen Mindestlohn, der mit € 8,65 vergleichsweise hoch ist.

Die Hospitality-Industrie Irlands muss sich über diesen einsamen Winter retten so gut es geht – und auf die Frühjahrs- und Sommer-Gäste aus dem Ausland hoffen. So richtet sich der Blick vieler Hoteliers in diesen Tagen nach Killarney: Dort vergnügen sich gerade mehrere hundert Reisebüromitarbeiter aus Deutschland bei der "DERTour Reiseakademie". Sie pauken spielerisch Länderinformationen und lernen bei Ausflügen die "Grüne Insel" kennen. Mit ein wenig Phantasie werden die deutschen Reiseverkäufer sich vorstellen können, um wie viel reizvoller dieses Land in Farbe wirkt – und vielleicht wird der eine und der andere seinen Kunden im Jahr 2010 bevorzugt das Reiseland Irland empfehlen.

Dienstag, 17. November 2009

Die fast perfekte Illusion: Irland durch die rot-blaue Brille betrachtet


Kreislaufprobleme, zu tief ins Glas geschaut, oder brauchen Sie eine neue Brille? So ist es: Sie brauchen eine Brille, eine 3D-Brille, um sich dieses Fotos anzuschauen. Vielleicht haben Sie noch irgendwo eine dieser Pappbrillen mit einer blauen und einer roten Sichtfolie aufbewahrt, die im Fachdeutsch "Anaglyphenbrillen rot/cyan" heißen? Es lohnt sich, denn der Blick auf die mit Stereokameras gemachten Fotos wird plötzlich klar und dreidimensional. Sie fühlen sich, als stünden sie selbst am Giant´s Causeway (oben),


vor diesem alten Steingrab (Dolmen)....

. . . oder hoch oben auf Skellig Michael. Es ist die fast perfekte Illusion.


Der Stereoeffekt wirkt, als würde diese irische Kuh Sie gleich ablecken, so streckt Sie Ihnen den Kopf entgegen. Es war einige Jahre still geworden um die 3D-Technik. Doch nun scheint sie wieder Fahrt aufzunehmen, da dreidimensionale Filme in den Kinos populär und erfolgreich sind.

Das deutsche Paar Giggi und Uwe Köhler reist seit 1989 im Wohnmobil durch die Welt und fotografiert diese mit Stereokameras. Die Ergebnisse präsentieren die Fotografen als "3D-Team" mit dreidimensionalen Dia-Shows. Die Köhlers reisten auch neun Wochen durch Irland und zeigen in Ihrem Vortrag "Inseltraum im Westen Europas" tolle 3D-Aufnahmen von der Insel.

Dass die Texte für die Show etwas rosarot sind, stört nur am Rande. Hier eine Kostprobe aus dem Werbetext:

"Unspektakulär ist der Alltag der Iren, denn Hetze ist den Bewohnern der Insel fremd. Auffälligster Begleiter beim Wandern, Radeln oder Reiten sind die, wie ein irisches Lied behauptet, dreitausend Schattierungen von Grün. Gleichbleibend schaumig-schwarz dagegen ist das Guinness am Abend im Pub, inzwischen, nicht mehr nur des Iren Lieblingsort...."

Na ja. Da hatten die Autoren wohl die grüne Brille auf. Wir empfehlen: Sehen statt Hören. Und alles ist gut.



Wer selber einmal Irland durch die 3D-Brille erleben will, hier die weiteren Termine der reisenden Irland-Dia-Show des 3D-Teams:

26.11. 18.00 Uhr Murnau, Kultur u. Tagungszentrum
27.11. 17.30 Uhr Garmisch P. Gasthof Rassen, Ludwigstr. 45
30.11. 18.00 Uhr Wolfratshausen Pfarrsaal St. Andreas, Am Loisachbogen
23.1. 15.50 Uhr Starnberg, Schloßberghalle
26.1. 20.00 Uhr Lengries Alpenfestsaal, Schützenstr. 2
28.1. 18.00 Uhr Haushamm, Oberland Kinocenter, Bergwerkstr. 1
30.1. 18.00 Uhr Traunstein, Pfarrsaal St. Oswald, Bahnhofstr. 1
2.2. 18.00 Uhr Laufen, Salzachhalle, Brionder Platz 1
4.2. 18.00 Uhr Salzburg Wifi, Julius Raab Platz 2
8.2. 18.00 Uhr Berchtesgaden, Kur- u. Kongresshaus
21.2. 15.30 Uhr Burghausen Bürgerhaus, Bürgersaal
26.2 18.00 Uhr Deggendorf, Stadthotel Kolpingsaal,östl. Stadtgraben
28.2. 20.00 Uhr Landau, Glassaal i. Kastenhof
2.3. 18.00 Uhr Vilsbiburg, Lichtspielberg
11.3. 18.00 Uhr Schwabmünchen, Stadthalle
12.3. 18.00 Uhr Landsberg, Vortragssaal, Hungerbachweg 1

In Irland hält der telefonische Lügen-Detektor Einzug


Wenn die Zeiten schlechter werden, Geld und Wohlstand abnehmen, dann bleiben Reaktionen der Menschen meist nicht aus: Manche werden laut und gehen auf die Straße, andere gehen ins Pub und werden laut und unangenehm, wieder andere werden erfinderisch und suchen nach neuen Einkommensquellen. Der Verband der Irischen Versicherungsindustrie klagt deshalb über einen eklatanten Anstieg des Versicherungsbetrugs auf der Insel. Die Lobby der Versicherungskonzerne startete jedenfalls in der vergangenen Woche eine PR-Kampagne gegen den weniger ehrlichen Teil ihrer Klientel, die suggerierte, die Zahl der Betrugsfälle hätte sich innerhalb eines Jahres glatt verdoppelt.

Einen weit drastischeren Weg wählt "Hibernian Aviva" . Statt selber große Worte zu verlieren, untersucht der Versicherungskonzern künftig die Worte derer, die einen Versicherungsfall geltend machen und Geld sehen wollen: Hibernian setzt demnächst schon telefonische Lügen-Detektoren ein. Die als "Voice Stress Monitors" bekannte Computerprogramme werden Kundengespräche am Telefon künftig daraufhin sezieren, ob der Anspruchssteller am anderen Ende der Leitung die Wahrheit sagt: Die Digitalschnüffler analysieren, ob der Kunde überlange Sprechpausen einlegt, ob er lange braucht, um zu antworten, oder ob seine Stimme Symptome von Stress verrät.

Die Telefon-Lügendektoren werden in den USA von Banken und Versicherungen bereits seit einiger Zeit eingesetzt. "Erfolgreich", wie es immer wieder heißt – wobei man sich vorstellen kann, dass auch ehrliche Kunden das Fracksausen bekommen, wenn sie wissen, dass der Lügendetektor gerade mithört und sie auf dem Prüfstand stehen.

Als unschöne Entwicklung empfindet der Wanderer die neue Form der Telefonüberwachung. Wieder einmal wird dem (zugegeben bisweilen unehrlichen) kleinen Mann nachgestellt, während der strukturelle Großbetrug hinter den Glasfassaden der Versicherungskonzerne und Banken ungehindert seinen Lauf nimmt.

Montag, 16. November 2009

Irland spart: 2010 wird der Gürtel eng geschnallt.


Zum Wochenbeginn ein paar Anmerkungen zur wirtschaftlichen Lage auf der Insel. Sie sind insgesamt trüb.

Das Leben in Irland wird im kommenden Jahr für viele Bürger nicht gemütlicher werden: Die Regierung muss im 2010er-Budget noch einmal zusätzlich fehlende vier Milliarden Euro kompensieren, und sie will die Steuerzahler nicht noch mehr zur Kasse bitten. Also bleibt nur Sparen. Finanzminister Brian Lenihan hat klar gemacht, woher dieses Geld kommen wird: Soziale Leistungen wie das Kindergeld und die Arbeitslosenhilfe werden gekürzt, genauso werden sich die Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst (wie in der Privatwirtschaft) nach unten bewegen. Selbst eine Rezeptgebühr für Medical-Card-Besitzer, also die sozial ganz Schwachen (und die, die sich die Card erfolgreich erschummelt haben) soll nun kommen. Lenihan meint: Macht ja nichts. Schließlich habe die Deflation den Menschen auf der Insel im vergangenen Jahr einen effektiven Kaufkraftgewinn von sechs Prozent gebracht.

Weniger Urlaubsreisen. Wo gespart werden muss, ist nicht gut Urlaub machen. Die schwer gebeutelte Tourismusbranche des Landes befürchtet, dass der Inlands-Tourismus im Jahr 2010 drastisch einbrechen wird. In diesem Jahr hatten die Iren mit Reisen im eigenen Land das Schlimmste noch abwenden können. So muss das touristische irland auf die Rückkehr der Auslandsgäste hoffen. Währenddessen ist die Branche mit sich und mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Fast 30 Reiseveranstalter haben in den vergangenen Monaten die Segel gestrichen, jedes vierte Hotelzimmer im Land wird geschlossen werden müssen, weil im Wachstumsrausch massive Überkapazitäten aufgebaut worden waren, die nun nicht mehr zu halten sind.

Während die Arbeitslosenquote weiter wächst und im kommenden Jahr 13,5 Prozent erreichen soll, gibt es auch ein paar gute Nachrichten. Eine davon kommt aus der Schweiz: Weil die Eidgenossen mit ihrem Bankgeheimnis schwer unter Druck geraten sind, weil Steuersicherheit und Stabilität erodieren, ziehen viele Firmen offensichtlich neuerdings wieder bevorzugt nach Irland. Seit die neue demokratische Regierung in den USA den Steuerhinterziehungsfirmen auf den Cayman Islands, den Bermudas und in der Karibik Druck macht, vollzieht sich ein Massenexodus dieser Firmen in Richtung Europa. Einer der Nutznießer: Irland. Das Argument: Steuersicherheit und gut ausgebildetes englischsprachiges Personal! Die Werbekampagne der staatlichen Industrieförderungsagentur IDA (Foto), die vor allem auf amerikanische Firmen zielt, kommt also zur rechten Zeit.

Sonntag, 15. November 2009

Die nackte Wahrheit über das Leben der Bauern und der Stewardessen


Typischer österreichischer Jungbauer bei der Arbeit

Das katholisch-moralische Irland ereifert sich, der Bild-Leser begeifert sich, und der Wanderer fragt sich, ob er immer im falschen Ryanair-Flieger sitzt.

Der Ryanair-Stewardessen-Felsen 2010


Den spitzen Mädels aus der Ryanair-Kabine, die für einen "guten Zweck" mal wieder blank gezogen haben und sich spärlich bekleidet für den Ryanair Kalender 2010 abbilden ließen, ist er jedenfalls nie begegnet.


Die Realität an Bord des Billigfliegers ist eher unsexy, derb, unästhetisch, manche sagen primitiv. Ryanair hat deshalb allen Grund, mit Photograf und Photoshop an seinem Image zu basteln.



Ob das nun mit einer Billig-Variante des Pirelli-Kalenders gelingen wird, steht zur Diskussion. Immerhin ist das Niveau seit 2008 gestiegen. Die Stewardess an der Spritze (unten) definierte im März 2008 zunächst einmal den absoluten Nullpunkt.


Wer weniger auf Stewardessen und mehr auf kerniges Landvolk steht, wird auch im Jahr 2010 bestens bedient. Ob Österreichischer Bauernkalender, Schweizer Bäuerinnenkalender, deutscher Jungbauern . . . . nichts, was es nicht gibt. In Österreich toben sogar schon Bauernkalenderkriege verfeindeter Wettbewerber.

Um unsere geneigten heterosexuellen Leserinnen nicht zu frustrieren, geben wir auch einen Blick frei auf eine kleine Sensation: die sündige Welt der irischen Jungfarmer. Wir präsentieren einige der most sexy Jungbauern Irlands, die für den Irish Farmers Calendar 2010 posiert haben. Zunächst aber noch die Stiefel-Heidi 2010 aus dem neuen Jungbauernkalender der Schweiz.



Den Irischen Jungbauernkalender 2010, aus dem die folgenden Aufnahmen wahrer Prachtkerle stammen, gibt es hier. 10 Euro. Für einen guten Zweck natürlich.

Irischer Farmer beim Posing im Bog

Irische Farmer bei der Teamarbeit



Peter Doherty goes Macra



OK, Mädels, zufrieden mit dem irischen Farmer-Nachwuchs?

Samstag, 14. November 2009

Das Irland aus dem Bilderbuch



Wie bekommt man eine Vorstellung von einem Ort, an dem man (oder frau) noch nie war? Wie kann jemand sein Traumziel, sein Shangri-la, seine Zuflucht erkennen, wenn er es nicht kennt? Es sind die Bilder, die uns verführen in die Ferne zu reisen. Vorstellungen der Phantasie manchmal, handfeste reale Fotografien meistens.



Warum reisen Deutsche nach Irland? Waren es einerseits so schwerwiegende Gründe wie die Flucht vor dem gefürchteten Atom, so spielte in den 70er und 80er Jahren vor allem die Vorstellung von einer idealen Naturwelt eine wichtige Rolle. Die Bilder dazu liefert seit 30 Jahren der deutsche Fotograf Peter Zoeller. Er hat wahrscheinlich wie kein anderer das Irland-Bild der Deutschen von der Grünen Insel geprägt – und sie damit zum Reisen motiviert.

Peter Zoeller, den Fotografen, dem das Reiseland und die Tourismuswirtschaft Irlands dankbar sein dürfen, stellen wir demnächst hier vor. Für´s Erste zum Wochenende ein paar seiner grandiosen Fotos: Zoellers Irland (Klicken).

Fotos:© Peter Zoeller

Freitag, 13. November 2009

Ein Jahr Irland – Berichte von der Insel.

Ein Jahr Irland-Blog "Irland - Berichte von der Insel". Heute vor einem Jahr erschien auf diesem Blog (ja dieser Blog ist männlich) der erste Eintrag, eine Würdigung des Dritte-Welt-Gesundheitssystems in Irland. Der Start war aus heutiger Sicht erfrischend naiv, offenherzig und allzu persönlich. Aus den Reaktionen von Lesern erfuhren wir bald, dass gute, interessante und nützliche Informationen, Kommentare und Geschichten aus und über Irland heute wirklich gefragt sind.

Nach einigen Schlenkern fand der Blog zum Untertitel: "Leben und Reisen in Irland", und mit den Themen über das Reiseland und den Wohnort Irland zu immer mehr regelmäßigenLesern. In diesem ersten Jahr zählte der Blog 26.000 Besuche und mehr als 50.000 Seiteneabrufe. Aktuell sind es 4500 Besuche pro Monat und etwa doppelt soviele Seitenbabrufe. Das ist ganz passabel für ein Hobby, das jeden Tag ein wenig Freizeit beansprucht und bereichert.

Machen wir kein langes Gerede um einen unbedeutenden Jahrestag. Drei kurze Bemerkungen nur:

1. Ein Dank an die Leserinnen und Leser des Irland Blogs. Ein doppelter Dank an die aktiven Leserinnen und Leser, die eigene Kommentare beisteuerten. Auf dass es noch mehr werden. Und ein Dank an die lieben Mitmenschen, die mit ihren Informationen bisher geholfen haben, diese tagesaktuelle Website interessant zu machen.

2. Ein Sorry an Alle, denen wir auf den Schlips getreten sind. Es war nie böse gemeint, wird aber – wie im Fall der Deutschen Botschaft in Dublin – auch in Zukunft nicht ganz ausbleiben.

3. Ein Versprechen: Wir haben im Untertitel angemerkt, täglich aus und über Irland zu berichten. Das haben wir bislang ganz gut eingehalten. Zu Buche stehen 359 veröffentlichte Posts im ersten Jahr. Ein paar wenige andere haben wir zurückgezogen, weil sie doch zu persönlich waren und uns deshalb in der Anonymität des Internets zu angreifbar gemacht haben. Die Selbstverpflichtung auf tägliche Berichte soll deshalb weiter gelten – damit dieser Irland Blog als Ort der Information und des Austausches noch mehr Freunde gewinnt.

Der Wanderer

Donnerstag, 12. November 2009

Ein Tag in Bildern / Photos of a day:
"12 aus 12" vom 12. November in Irland


Fünf nach Sieben, Aufstehen - Weckerausschnitt.
Five past seven, day starts, alarm clock rings.

Irland im Herbst. Irland im Regen. Heute ist der 12. Tag des Monats November. Menschen aus vielen Teilen der Welt fotografieren immer am Zwölften 12 Motive aus ihrem eigenen Alltag und veröffentlichen die Fotos auf ihren Blogs. "12 aus 12", oder "12 of 12" wurde von Chad Darnell, einem Drehbuchautor aus Los Angeles, USA, im Jahr 2006 erfunden und in dessen Blog hochgepäppelt. Die Idee ist einfach und nett: Wer mitmachen will, zeigt zwölf Motive aus seinem Tag, in diesem Fall dem 12. Oktober. Danke, Chad, für die Idee.

Der heutige Donnerstag begann in Irland nass und dunkel. Kein richtiger Tag, um rauszugehen. Der Wanderer entschied sich also, einige häusliche Mikrokosmen mit dem Makro-Objektiv abzutasten und so ein Stück seines Alltags zu zeigen, wie er ihn selber nicht kennt.

It is 12 of 12 day. This 12th November in Ireland begann wet and dull. Not really a morning to enjoy outside. The Wanderer decideded to exprience some indoors microcosmoses by using a macro photo lense.

Kein Morgen um raus zu gehen. Es ist nass und düster.
Not a morning to go outside. Wet and dull.


Der Frühstückstisch. Irische Esche. Mit Kratzern.
The breakfast table. Irish Ash. Scratches.


Muster meiner Kaffeetasse - Blaue Blätter. Interessant.
Design on my coffee cup. Blue leaves. Interesting.


Dieses Möbel steht neu hier rum. Nachbars Katze ist weggezogen. Wir erben den Katzenthron. Mit Pfoten-Design für Freunde von Jack Wolfskin.

A new piece of furniture in the living room. Neighbour´s cat has moved out. We "inherited" the cat´s throne. Design detail paw.



Endlich im Büro. QWERTZ Tastatur in Betrieb.
Finally at my desk for work. QWERTZ keyboard of .


Das ist übrigens mein Schreibtisch. Auch Esche. Gewachsen im Odenwald.
This is my desk, btw. German Ash, grown in the Odenwald near Heidelberg.


Anstatt zu arbeiten, oh Zeitdruck, habe ich mit "12 aus 12" begonnen. Monitorausschnitt.
Instead of serious work I started posting "12 of 12". The computer screen.

Es ist 12.00 Uhr in Irland. Stürmisch. Jetzt trocken. Die Sonne lässt sich blicken. Zeit die Mikro-Ebene zu verlassen und rauszugehen.

It is noon in Ireland. The sun is out now. Dry and stormy conditions. Time to leave the micro world and get out.


Heute abend gibt es die letzten vier Fotos.
4 more photos to come this evening.

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Evening has arrived.


Fahrt in die Stadt. Das Wetter hat sich eingekriegt. Die Wintersonne lässt die New Street von Bantry in County Cork strahlen.

Driving 9 miles into town. Weather has improved. Bantry´s New Street looks bright in winter´s sun.



So sieht der Postbriefkasten in der Stadt aus.
This is the mailbox of Bantry town´s post office.



So sehen die Briefkästen auf dem Land aus. Manchmal schwer zu finden wg. grüner Tarnfarbe.
This is the look of a rural mailbox. Sometimes hard to find. (Forgot to drop a letter in town).

Und ganz zuletzt möchte ich Euch Brendan den Seefahrer vorstellen. Manche meinen, er habe Amerika 800 Jahre vor Kolumbus entdeckt. Unstrittiger scheint, dass Brendan ein heißer Fan des Gaelic Football Teams von Cork ist. Brendan grüßt im Square von Bantry.

To end with: This is Brendan the Navigator. Some say he discovered America 800 years before Columbus did. Let´s not argue over this. Fully visible is the fact that Brendan supports the Gaelic Football team of Cork. This old skipper salutes in Bantry´s Central Square.

Mittwoch, 11. November 2009

Die Angst vor dem Linksverkehr


Nach einigen Jahren Übung reist der deutsche Irland-Bewohner auf den irischen Straßen, als wäre er nie woanders gefahren: Er rollt auf der linken Seite und merkt es nicht - und ist das Strässchen noch so schmal. Warum auch nicht. Bisweilen wird er von Besuchern dann wieder an den straßenordnungspolitischen Unterschied zur alten Heimat erinnert: Besuch hat Angst vor Linksverkehr. Besuch ist zu alt, zu frau (sorry!), zu unflexibel, oder einfach zu bequem, um sich auf die "andere" Straßenseite einzustellen.

Ja, da war was. Der Wanderer erinnert sich. An die Angst vor dem Zusammenprall in der Straßenmitte, mehr noch: den Horror vor dem linken Straßengraben. Dem wollte auch er ganz krampfhaft und unbedingt fernbleiben in den ersten Wochen seiner Linksfahrpraxis. Die Aufgabe, den rechtenlinken Weg zwischen Gegenverkehr und Straßenrand vom rechten Frontsitz aus zu navigieren, sorgte für eine gewisse Aufgewecktheit - zumindest wenn man es mit dem defokussierten Schlafwandeln des routinierten Autolenkers vergleicht.

Und doch: Linksfahren in Irland ist einfach. Es ist schließlich eine Frage des Überlebens – und wer wollte das nicht. Deshalb funktioniert es in der Regel wie auf Knopfdruck. Der landesweit übliche kreuzungsfreie Kreisverkehr macht es zudem ganz leicht: Wer in den (ampelfreien) Kreisel hineinfährt, gewährt Vorfahrt, wer drin ist, genießt sie. Und wer gar keine Peilung hat, hängt sich einfach mal an einen einheimischen Vorfahrer und imitiert zeitversetzt, wie der fährt.

Der Wanderer hatte in den vergangenen zehn Jahren viel Besuch in seiner Wahlheimat Irland. Es ist – mit Ausnahme von zwei kaputten Reifen und einem kleineren Blechschaden – immer gut gegangen. Die Prognose: Lebenslanges Lernen setzt sich als Konzept auch beim Autofahren durch. Deshalb: Allzeit gute Fahrt – auch links von der Mitte!

PS: Es gibt leider auch einige wenige unrühmliche Ausnahmen: Ein deutscher Irland-Resident mit vielen Jahren Inselerfahrung, der sich die Mühe machte, ein Auto für einen irischen Bekannten 2200 Kilometer weit von Deutschland nach Irland zu überführen, musste drei Kilometer vor seinem Ziel in West Cork zur Pinkelpause an den Straßenrand. Er kehrte auf die rechte Seite zurück und verursachte einen veritablen Crash. Das war Pech. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Foto courtesy cluetrain.com

IMPRESSUM

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