Montag, 14. Juni 2010

Stell Dir vor, du kommst heim und es brennt


Das Gefühl, das Dich bei diesem Anblick überfällt, ist wenig erbaulich. Es riecht nach Katastrophe, nach Bedrohung und nach Ohnmacht. Gedanken an Flucht, an Fluchtwege und die Rettung der Habseligkeiten rasen wild durch den Kopf. Am Wochenende war es wieder einmal soweit: 

Wir kehren nach einem Abend im Pub nach Hause zurück und werden schon von weitem vom Feuerschein alarmiert. Es ist Mitternacht. Auf den Wiesen hinter unserem Haus, direkt am Grundstück eines Freundes, wütet ein riesiges Feuer.

Wir haben Glück, Wind kommt auf und treibt die Feuersbrunst in die andere Richtung, nach Osten. Bevor die Flammen dort das Heim einer Amerikanerin erreichen können, bekommen es die Feuerwehrleute unter Kontrolle. Keine zehn Meter beträgt der Sicherheitspuffer zu Öltank und Haus am Ende,  vielleicht 300 Meter blieben zum Haus des örtlichen Feuerwehrchefs. Auch das unser Glück: Der Feuerwehr-Kommandeur zog alle Feuerwehren der Gegend im Eiltempo zusammen.  
  
Die Flächenbrände haben in Irlands Südwesten eine lange Tradition. Ginster, Farn und Gagelstrauch werden von den Bauern mit Feuer gebannt. Im Winter, bis in den späten April hinein brennen die Berge und die Weiden. Ein Skandal für sich. Dass aber so spät im Jahr und so spät in der Nacht noch gezündelt wird, kann nur eines bedeuten: Es war das Werk von Brandstiftern. Dafür spricht, dass das Feuer an mehreren Stellen gleichzeitig ausbrach. Es gehört leider auch zu dieser alten Tradition, dass die Täter nicht gefunden werden – aus welchen Gründen auch immer.  

Fotos: Peter Nutt

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