Montag, 9. August 2010

Irland-Impressionen (6): Tierischer Männer-Sport

Was dem Spanier der Stierkampf und dem Texaner das Mustang-Reiten, das ist dem Iren das Schaf-Scheren. Im Ferienmonat August feiern viele Dörfer ihre Family Fun Days und Sommer-Festivals, und der Schafscher-Wettbewerb gilt im ländlichen Irland noch immer als fester Bestandteil der Dorfsause. Harte Männer demonstrieren ihr Geschick als Schaffriseure – es kommt darauf an, das Tier möglichst schnell aus dem Pelz zu schneiden.

Zart besaitete Städterinnen kritisieren das Männlichkeits-Ritual bisweilen als grob und bedauern die "armen Schafe" wegen der Schnittwunden. Bei aller Aufregung: DIe Tiere dürften sich nach der Behandlung befreit fühlen. Weil der Preis für Schafwolle am Boden liegt, werden viele Schafe derzeit gar nicht mehr frisiert – was ihnen das Leben in den Bergen und auf den Weiden schwer erträglich macht.
















Erleichtert: Schafe nach der Behandlung. Fotos: Eliane Zimmermann

Kommentare:

  1. Auch wenn die Rohwollpreise bei 1 EUR/kg liegen, so lecken sich einige irische Strickerinnen/Filzerinnen die Hände nach Rohwolle, allein ich kenn 5 von ihnen, die gerne auch zum abholen der ungewaschenen Rohwolle auch mal quer durch eure Insel fahren würden. Selbst die Dubliner Damen.

    Kontakt bekämen die Schafhalter über Olanbán oder die StitchNBitch Gruppe Irland.

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  2. Elisa, danke für den Hinweis. Kannst Du Telefonnummern nennen?

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