Sonntag, 26. September 2010

Mit dem Kühlschrank durch Irland. Der Film.



In den späten 90er Jahren war das Buch bei Irland-Fans Kult: Tony Hawks "Mit dem Kühlschrank durch Irland" wurde zum Bestseller, von dem sich der englische Autor offensichtlich bis heute nicht erholt hat: 13 Jahre nach Erscheinen des Buches legt Hawks nun mit dem Film zum Buch nach. Derzeit tourt Tony durch Irland und stellt den Streifen in den Kinos von Dublin bis Waterford vor.

"Mit dem Kühlschrank durch Irland" erzählt die wahre Geschichte des jungen Tony Hawks, der tatsächlich mit einem kleinen weißen Begleiter über die damals vom Keltischen Tiger noch wenig berührte Grüne Insel trampt. Das Projekt soll als Suffwette um 100 englische Pfund entstanden sein, wahrscheinlicher aber brauchte Hawks nur eine Bühne für seine Idee und vermarktete sich von Beginn an geschickt. Er schaffte es in Irlands damals berühmteste Radiosendung mit Gerry Ryan und war fortan - wo immer er hinkam - bereits Gesprächsthema.

Hawks hatte jahrelang versucht, Hollywood für die Verfilmung eines Buches zu begeistern, und fast hätte dies auch geklappt. Eine bereits geplante Verfilmung scheiterte in letzter Minute. Am Ende sammelte der in England populäre Comedian Investoren-Geld ein und realisierte den Film selber. In dieser Woche feierte der "Fridgeman" die Premiere seines Werks in Cambridge und setzte dann über nach Irland.

Um sich Aufmerksamkeit zu verschaffen, buchte Hawks für den Flug nach Irland bei Ryanair auch einen Sitz für seinen weißen Begleiter. Die Rechnung ging natürlich auf: Der Kühlschrank durfte nicht in der Passagierkabine mitfliegen, musste in den Frachtraum, und Hawks wie Ryanair hatten ihren Medien-Event sicher.

Der Film selbst ist keine platte Umsetzung des Buches. Statt eines sympathischen Trampers geht hier ein arroganter Misantrop an den Start, um unterwegs einen Wandel zum besseren Menschen durchzumachen. Die Meinungen zum irischen Road-Movie sind geteilt. Premieren-Termine in anderen europäischen Ländern stehen noch nicht fest.

1 Kommentar:

  1. Oh, dieses Buch habe ich verschlungen !!
    Ich hatte höchst vergnügliche Stunden damit, mit einer Karte auf den Knien konnte ich verfolgen wie er und sein weißer "Freund "durch Irland liefen.
    Ich glaube nicht, das ich mir diesen Film anschauen würde. Der kann gar nicht so gut sein, wie die Bilder welche ich in meinem Kopf hatte, als ich gelesen habe.
    Es muss wirklich nicht alles verflimt werden .

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