Donnerstag, 28. Oktober 2010

JFK´s glückliche Tage in Irland im Jahr 1963

John F. Kennedy gehört in Irland bis heute zu den Haus-Heiligen. In vielen traditionelle Haushalten hängt neben dem Photo von Papst Paul oder Johannes Paul das Konterfei des größten Iren aller Zeiten – JFK eben. Gerade jetzt, da die Zeiten in Irland wieder einmal schlecht sind, wirkt das Photo von JFK wie eine Gute-Laune-Pille, wie ein Anti-Depressivum,  wie ein Versprechen: Er hat es geschafft, Du kannst es schaffen, wir können es schaffen. Patrick Kennedy, ein armer Farmer aus New Ross in County Wexford, wanderte 1848 in die USA aus und starb dort 1858 an Cholera – sein Urenkel Jack sollte ein gutes Jahrhundert später der mächtigste Mann der politischen Welt werden.


Der Fernsehmoderator Ryan Tubridy, der mit der populären Late Late Show und seiner Radio- Morgenshow zwei der wichtigsten Sendeplätze in Irlands Medien bespielt, hat ein Gespür für Gute-Laune-Themen. Wenn die Depression das Land im Griff hält, hält er im Radio Messen für die Gute Laune und ein positives Lebensgefühl. Jetzt, wo die Stimmung aufgrund der der scharfen Rezession und der bevorstehenden Pleite gegen Null tendiert, veröffentlicht Tubridy einen weiteren Mutmacher: "JFK in Ireland". In seinem neuen Buch beschreibt der  Moderator den Besuch John F. Kennedys im Juni 1963 in der alten Heimat Irland. John F. war bereits 1948 als junger Mann auf der Suche nach seinen Wurzeln nach Irland gekommen, der Besuch des US-Präsidenten wenige Monate vor seinem Tod jedoch geriet zum Triumphzug.

Ein älterer Cousin Ryan Tubridy´s, Dot, gilt als enger Freund der Kennedys  – und er hatte John F. offensichtlich zum Besuch Irlands 1963 motiviert. Gestern abend berichtete Dot bei der Vorstellung des Buches, JFK habe ihm nach dem Irland-Besuchs gesagt: "Die Tage in Irland gehörten zu den glücklichsten in meinem Leben". Kennedy blieb danach bekanntlich nicht mehr viel Zeit. Er starb am 22. November in Dallas – am Todestag seines Urgroßvaters Patrick.



1 Kommentar:

  1. Finde das gut - deprimierende Nachrichten gibt es eh mehr als genug. Und wer weiß, vielleicht nützt es ja auch und manch einer startet eine Initiative, anstatt resigniert rumzuhängen oder auszuwandern.
    Mich hat immer beeindruckt( ich hörte beim Autofahren gerne Radio), wie lange Moderatoren oft in Sendungen mit Anrufern quatschen, oft mal auch 20 Minuten, dann eine Nachrichtenpause und wieder mit demselben weiter. So etwas wäre bei uns undenkbar. Die Leute scheinen das auch sehr zu mögen :-).
    Irland "wird es wieder schaffen" aus dem Schlamassel herauszukommen, ich glaube fest daran!!

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