Freitag, 28. Januar 2011

Irische Mode 2011:
Je tiefer der Ausschnitt, desto nackter der Hals

Wintermantel-Abteilung im irischen Kaufhaus
Zugegeben, der Wanderer ist, weitab von Mailand, Paris und Tokio, modisch nicht auf dem letzten Stand; und über die Modevorlieben und das Anzieh-Verhalten junger irischer Frauen sollte er vielleicht besser den Mund halten. Weil er sich denselben sonst wahrscheinlich ganz arg verbrennt.

Nur soviel: Auch mitten im Winter zeigen ausgehfreudige irische Mädels mehr nackte Haut als die durchschnittliche Kontinental-Europäerin im Hochsommer. Ausschnitte bis zum Bauchnabel kommen deshalb gerne im Doppelpack mit einer ausgewachsenen Bronchitis. Von Peinlichkeit meist keine Spur, da bleibt viel Platz fürs Fremdschämen. Und auch wo Arschgeweih, blank gezogener Hüftspeck und waghalsige Super-Minis den Ton angeben, muss noch lange keine Amüsiermeile in der Nähe sein.

Alles andere zu sagen überlässt der nun wieder in sich gehende Wanderer einer scharf beobachtenden Blogger-Kollegin aus Dublin: Das "kleine weiße Pony" hat seine eigenen Erfahrungen mit gelebter Damen-Mode in Irland gemacht und schreibt auf seinem (ihrem) Blog nun die nackte Wahrheit. Und das so leicht und lesenswert:

"Die irische Frau stellt mit ihrer abendlichen Kleiderwahl alles in den Schatten, was mir in meinen 34 Jahren je untergekommen ist. Am Wochenende glitzern die engen Kleider in Dublins Straßen farbenfroh um die Wette. Dabei gilt: je tiefer der Ausschnitt, je kürzer der Rock und je höher die Absätze, desto besser. Ob Frau in das Kleid ihrer Wahl hineinpasst, ist dabei völlig zweitrangig – was nicht passt wird eben passend gemacht. Nach Sonnenuntergang verwandelt sich die Stadt in ein Inferno freiliegender Busen und Bauchrollen auf 15 Zentimeter Stelzen. . ."

Die ganze wahre Geschichte gibt es hier bei Little White Pony – einer in Irland lebenden Deutschen mit Hang zum Langstreckenlauf.  Ehrenwort: Sie schreibt nichts als die Wahrheit.

Kommentare:

  1. Hahahaha ... Wintermantelabteilung ... hahaha :-)))))))) Vielleicht ist das der wahre Grund, warum ich nicht in Irland lebe - bei Temperaturen unter 5 Grad mollig warm eingepackt würde ich mich da nur zum Affen machen...

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  2. Lieber Markus,
    zum Thema Mode der jungen Irinnen habe auch ich so meine Beobachtungen gemacht.

    Wenn man beispielsweise im recht kühlen Mai unterwegs ist und ein unangenehmer Wind
    um die Ecken pfeift, tragen wir (ich) normalerweise einen Anorak oder zumindest eine
    Strickjacke. Die jungen irischen Mädchen und Frauen jedoch denken beim kleinsten Sonnen-
    strahl, dass jetzt der Hochsommer begonnen hat. Sie nämlich tragen Tops mit Spaghettiträgern,
    bei deren Anblick mir schon vom Hinsehen eine Gänsehaut über den Rücken kriecht.
    Auch kann man dann genug freigelegte Speckröllchen ohne "störenden" Stoff bewundern,
    ganz abgesehen davon, dass auch A-Geweihe freigelegt werden, "Strickchen" zwischen den
    A-Backen, usw. und so fort! Oftmals finde ich es echt lustig und mutig und bewundere doch
    sehr das Abgehärtetsein (man erfährt ja leider nie, ob diejenige auch tatsächlich gesund
    geblieben ist).
    Immerhin hat es aber auch schon Tage gegeben, an denen ich mir einen Sonnenbrand bei
    meinem Strandlauf geholt habe. Ich musste tatsächlich eine Sonnencreme kaufen!
    Allerdings muss ich zugeben, dass solche Tage doch recht selten sind. Umso schöner wenn es
    mal geschieht, dann wird selbst ein Sonnenbrand erduldet.
    Ich hoffe, dass 2011 mit solchen Tagen aufwarten kann und der Regen sich in Grenzen hält.
    Schon alleine deshalb, damit die jungen Irinnen ihre gewagte Mode zeigen können und alle
    etwas zum Gucken haben!

    Herzliche Grüße auf die Insel, Elke

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  3. Noch eine kleine Ergänzung: das Thema scheint auch auf der "anderen" britischen Insel aktuell zu sein, man beachte den auch sehr netten Blog einer Deutschen, die mit ihrem englischen Mann und zwei deutsch-englischen Kindern in der Nähe von London lebt: http://mitschirmcharmeundwindeln.blogspot.com/2011/01/mutti-hatte-doch-recht.html

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