Mittwoch, 9. März 2011

Aschermittwoch – auf was verzichten wir?

Aschermittwoch - Asche aufs Haupt, das Aschekreuz auf die Stirn, Schluss mit Fasching, Fasnet und Fassenacht, die in Irland gar nicht erst angefangen hat, weil es derlei hier nicht gibt.. Heute beginnt aber auch im post-katholischen Irland die Fastenzeit, in englisch "Lent" – was ursprünglich "lang" und "Frühjahr" bedeutete: die Zeit, wenn die Tage länger werden.

In vielen irischen Schulen verpflichten sich die Kinder und Jugendlichen heute darauf, in den kommenden 40 Tagen (die eigentlich 46 sind, wenn man die Sonntage dazu zählt) auf etwas zu verzichten, zu fasten eben. Dabei wird der Fasten-Begriff durchaus modern interpretiert: Die Menschen hier verzichten bis Karsamstag auf etwas, was sie zuletzt im Übermaß genossen haben. Manche leiten deshalb am Aschermittwoch ein Fernseh-Lent ein, andere ein Playstation-Fasten und ganz Radikale verordnen sich ein 40-tägiges Medien-Fasten ohne Spielkonsole, Fernsehen, iPod und DVD-Payer. Wieder andere versuchen, sechs Wochen lang einen weiten Bogen um Süßigeiten, oder klassisch um Fleisch (Carnevale heißt bekanntlich "Tschüss Fleisch"),  um Alkohol und Zigaretten zu machen. Besonders Schlaue verzichten auf den Verzicht – und tun ansonsten so, als ob es keine Fastenzeit gibt. 

Irland-Blog-Autorin Nicola schlug im vergangenen Jahr an dieser Stelle vor: "In dieser klar umrissenen Zeit mal eine neue Lebensform ausprobieren – zum Beispiel mal sechs Wochen nur Bio-Lebensmittel kaufen. Austesten: Wie geht's mir damit, ist das alltagstauglich, wieviel Geld geb ich dafür aus? Ostern kann man dann schön überlegen, ob und wie man weiter macht." Auch ein Jahr später eine gute Idee, Nicola.

Man könnte versuchen, sechs Wochen lang ohne Auto, ohne Lustkäufe oder ohne Überstunden zu leben, ohne Sex oder ohne Schimpfworte, ohne negative Gedanken oder ohne Urteile und Vorurteile gegenüber den Mitmenschen.  

Es kann sein, dass Verzichten neue Einsichten bringt, dass der Mangel uns bereichert, dass Weniger tatsächlich mehr ist.  Auf was verzichtet Ihr?

Kommentare:

  1. Fasten seat belt - 40 Tage darauf verzichten, heisst Radeln, LOL ;-) Auch ne gute Idee, aufs Auto zu verzichten!
    Atheisten dürfen auch heute noch schlemmen: Die übriggebliebenen Pancakes von gestern heute verputzen!
    Verzichten werde ich auf nichts, aber nen Frühjahrsputz könnte mein Balkon gut vertragen... OK, das soll mein Vorsatz sein.

    AntwortenLöschen
  2. Ich werde auch auf Süßes verzichten, sowie mit TV und Internet etwas kürzer treten und versuchen diese (elektronische) Medien freie ZEit Sinnvoll zu gestalten.

    LG Eve

    AntwortenLöschen

Wir freuen uns über Deine / Ihre Meinung. Zur Meinung gehört, dass man und frau auch zu ihr stehen und zu erkennen geben, wer diese Meinung vertritt.

Kommentare werden derzeit moderiert.

Bitte benutze (n Sie) eine der angebotenen Identitäten, um sich auszuweisen. Danke. Der Wanderer

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.

IMPRESSUM

Dieser Blog wird geschrieben und editiert von: Good News Media Markus Bäuchle, Eliane Zimmermann, Starlight House, Ardaturrish Beg, IRL-Glengarriff, Co. Cork. mbaeuchle (at) mac.com Haftungsausschluss: Die Texte in diesem Blog wurden von den Verfassern nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrollen und regelmäßiger Aktualisierungen dieses Blogs übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sowie für die Inhalte von Kommentaren sind ausschließlich deren Betreiber/AutorInnen verantwortlich.